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📝 Weinkarte & Getränkepakete · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich, ob ein teureres Weinassortiment mehr Marge bringt als ein günstigeres?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Ein teureres Weinassortiment kann mehr Marge bringen, aber das ist nicht automatisch der Fall. Es geht um das Verhältnis zwischen Einkaufspreis, Verkaufspreis und wie viel du verkaufst. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt zu berechnen, welches Weinassortiment am meisten bringt.

Die Grundlagen: Pour Cost für Wein

Für Wein gilt das gleiche Prinzip wie für Essen: die Pour Cost. Das ist der Prozentsatz deines Verkaufspreises, der in den Einkauf fließt.

💡 Formel Pour Cost:

Pour Cost % = (Einkaufspreis / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

Achtung: Wein hat 19% MwSt., nicht 7%!

Vergleiche Gesamtgewinn, nicht nur Marge pro Flasche

Ein günstiger Wein mit niedrigerer Marge kann mehr bringen, wenn du viel mehr davon verkaufst. Deshalb musst du folgende Faktoren betrachten:

  • Marge pro Flasche (Verkaufspreis minus Einkaufspreis)
  • Anzahl verkaufter Flaschen pro Monat
  • Gesamtgewinn (Marge × Anzahl)

💡 Beispiel Vergleich:

Günstiges Assortiment:

  • Einkaufspreis: €8,00
  • Verkaufspreis: €24,00 inkl. MwSt. (€20,17 ohne)
  • Marge pro Flasche: €12,17
  • Verkauf: 60 Flaschen/Monat

Teures Assortiment:

  • Einkaufspreis: €15,00
  • Verkaufspreis: €42,00 inkl. MwSt. (€35,29 ohne)
  • Marge pro Flasche: €20,29
  • Verkauf: 25 Flaschen/Monat

Gesamtgewinn günstig: €12,17 × 60 = €730/Monat

Gesamtgewinn teuer: €20,29 × 25 = €507/Monat

Faktoren, die den Verkauf beeinflussen

Die Anzahl verkaufter Flaschen hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Zielgruppe: Fine-Dining-Gäste akzeptieren höhere Preise
  • Anlass: Geschäftsessen führen zu höheren Bestellungen als Familienessen
  • Jahreszeit: Im Dezember verkaufst du mehr Champagner als im März
  • Präsentation: Sommelier-Beratung erhöht den durchschnittlichen Rechnungswert

⚠️ Achtung:

Ein zu teures Assortiment kann zu weniger Weinverkauf insgesamt führen. Gäste bestellen dann nur Wasser oder Bier.

Test mit gemischtem Assortiment

Der beste Ansatz ist oft ein gemischtes Assortiment mit verschiedenen Preisklassen:

  • Einstiegsweine: €18-25 (Pour Cost 25-30%)
  • Mitteklasse: €28-38 (Pour Cost 30-35%)
  • Premium: €45+ (Pour Cost 35-40%)

Verfolge über 3 Monate, welche Preisklasse am besten verkauft wird und wie sich der Gesamtweinumsatz entwickelt.

💡 Beispiel Berechnung 3 Monate:

Du testest ein teureres Assortiment und siehst:

  • Monat 1: €2.100 Weinumsatz, €840 Gewinn
  • Monat 2: €1.950 Weinumsatz, €780 Gewinn
  • Monat 3: €1.800 Weinumsatz, €720 Gewinn

Fallender Trend = zurück zum günstigeren Assortiment

KitchenNmbrs für Weinkarte-Analyse

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du für jeden Wein verfolgen:

  • Exakte Pour Cost pro Flasche
  • Verkaufsmengen pro Monat
  • Gesamtgewinn pro Wein
  • Welche Weine am besten abschneiden

So siehst du direkt, welches Assortiment mehr bringt, ohne manuell rechnen zu müssen.

Wie berechnest du, welches Weinassortiment mehr bringt?

1

Berechne die Marge pro Flasche

Ziehe den Einkaufspreis vom Verkaufspreis ab (ohne 19% MwSt.). Das ist deine Marge pro Flasche. Achtung: Bei Wein gilt 19% MwSt., also eine Flasche von €30 inkl. ist €25,21 ohne MwSt.

2

Zähle die Anzahl verkaufter Flaschen

Verfolge 3 Monate lang, wie viele Flaschen du von jedem Assortiment verkaufst. Berechne den Durchschnitt pro Monat. Das gibt dir ein realistisches Bild der Nachfrage.

3

Berechne den Gesamtmonatsgewinn

Multipliziere die Marge pro Flasche mit der Anzahl verkaufter Flaschen pro Monat. Das Assortiment mit dem höchsten Gesamtmonatsgewinn bringt am meisten, auch wenn die Marge pro Flasche niedriger ist.

✨ Pro tip

Verfolge nicht nur den Gesamtweinumsatz, sondern auch, wie viel Prozent deiner Gäste überhaupt Wein bestellen. Wenn dieser Prozentsatz bei einem teureren Assortiment sinkt, verlierst du doppelt.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Pour Cost ist normal für Wein?

Eine übliche Pour Cost für Wein liegt zwischen 25% und 35%. Bei Premium-Weinen kann dies bis zu 40% betragen, aber dann musst du sicher sein, dass du sie verkaufst.

Sollte ich MwSt. in meine Weinmarge-Berechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne MwSt. Wein hat 19% MwSt., also eine Flasche von €30 inkl. MwSt. ist €25,21 ohne MwSt. für deine Margeberechnung.

Wie lange sollte ich testen, bevor ich eine Schlussfolgerung ziehe?

Teste mindestens 3 Monate. Weinverkauf kann saisonal bedingt sein, also gibt 1 Monat kein zuverlässiges Bild davon, was funktioniert und was nicht.

Was ist, wenn meine teuren Weine überhaupt nicht verkauft werden?

Dann hast du dich für deine Zielgruppe zu hoch positioniert. Versuche eine Zwischenkategorie von €28-35 oder konzentriere dich auf bessere Präsentation und Weinberatung durch dein Personal.

Kann ich verschiedene Preisklassen durcheinander verwenden?

Ja, das ist oft das Klügste. Biete Auswahl in verschiedenen Preisklassen an, aber verfolge, welche am besten verkaufen, und passe dein Assortiment entsprechend an.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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