Bei All-Inclusive-Getränkearrangements legst du im Voraus fest, wie viel jeder Gast maximal konsumieren kann – sonst riskierst du, beim Arrangement Verlust zu machen. Viele Gastronomiebetriebe schätzen dies, aber ohne richtige Berechnung kann eine Party deinen ganzen Monatsgewinn kosten. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du den maximalen Konsum pro Person berechnest, damit du immer Gewinn machst.
Warum die Berechnung des maximalen Konsums entscheidend ist
Ein All-Inclusive-Arrangement wirkt einfach: Gast zahlt €X, darf unbegrenzt trinken. Aber "unbegrenzt" bedeutet nicht, dass du keine Grenzen setzt. Ohne maximalen Konsum pro Person kann eine Gruppe von Vieltrinkern deine ganze Marge aufzehren.
⚠️ Achtung:
Eine Person kann theoretisch €200 an Getränken bei einem €50-Arrangement konsumieren. Ohne Berechnung machst du große Verluste.
Die Grundlage: Was kostet dich ein Getränk wirklich?
Bevor du den maximalen Konsum berechnest, musst du wissen, was jedes Getränk dich kostet. Rechne hier mit dem Einkaufspreis pro Glas, nicht pro Flasche.
💡 Beispiel Einkaufspreise pro Glas:
- Bier (0,25L): €0,85 Einkauf
- Wein (0,15L): €1,20 Einkauf
- Softdrink (0,25L): €0,45 Einkauf
- Kaffee: €0,35 Einkauf
Berechne deine gewünschte Marge beim Arrangement
Bei Getränkearrangements ist eine übliche Marge 60-75%. Das bedeutet, dass maximal 25-40% deines Arrangement-Preises in den Getränkeeinkauf gehen darf.
💡 Beispielberechnung:
Arrangement-Preis: €45 pro Person (inkl. 21% MwSt. auf Getränke)
- Preis ohne MwSt.: €45 / 1,21 = €37,19
- Gewünschte Marge: 70%
- Budget für Getränke: €37,19 × 0,30 = €11,16 pro Person
Durchschnittlicher Konsum vs. maximaler Konsum
Nicht jeder Gast trinkt gleich viel. Manche nehmen 2 Biere, andere 8. Du musst mit einem Mix aus leichten und schweren Trinkern rechnen.
- Leichter Trinker: 2-3 Gläser pro 4 Stunden
- Durchschnittlicher Trinker: 4-5 Gläser pro 4 Stunden
- Schwerer Trinker: 7-10 Gläser pro 4 Stunden
Für deine Berechnung gehst du davon aus, dass 20% leichte Trinker, 60% durchschnittliche Trinker und 20% schwere Trinker sind.
💡 Beispiel: 4-Stunden-Aperitif, 100 Gäste
- 20 leichte Trinker: 3 Gläser × €0,85 = €51
- 60 durchschnittliche Trinker: 5 Gläser × €0,85 = €255
- 20 schwere Trinker: 8 Gläser × €0,85 = €136
Gesamt: €442 für 100 Gäste = €4,42 pro Person durchschnittlich
Lege einen angemessenen maximalen Konsum fest
Dein Maximum muss höher liegen als dein Durchschnitt, aber nicht so hoch, dass schwere Trinker dein Budget aufzehren. Eine gute Faustregel: 2,5× dein durchschnittlicher Konsum.
💡 Beispiel Maximum:
Bei durchschnittlich €4,42 und Budget €11,16:
- Maximaler Konsum: €4,42 × 2,5 = €11,05 pro Person
- Das passt in dein Budget von €11,16
- In Biergläsern: €11,05 / €0,85 = 13 Gläser Maximum
Wie kommunizierst du das Maximum an Gäste?
Sei transparent aber positiv über dein Maximum. Präsentiere es als Service, nicht als Einschränkung.
- Gut: "Unbegrenzt trinken bis zu 12 Konsumationen pro Person"
- Falsch: "Maximum 12 Getränke, danach zahlen"
⚠️ Achtung:
Erwähne das Maximum immer in deinem Angebot oder Vertrag. Nachträgliches Einführen führt zu Diskussionen mit Gästen.
Verfolgung während der Veranstaltung
Ohne Registrierung weißt du nicht, wer wie viel getrunken hat. Nutze ein System, um den Konsum zu verfolgen:
- Armbänder mit Strichen: Strich pro Getränk
- Digitale Registrierung: QR-Code pro Gast scannen
- Konsumationsmünzen: Gast erhält X Münzen, eine pro Getränk abgeben
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du den tatsächlichen Konsum pro Veranstaltung erfassen und deine Berechnungen für zukünftige Events verbessern.
Wie berechnest du den maximalen Konsum pro Person? (Schritt für Schritt)
Bestimme dein Budget für Getränke pro Person
Nimm deinen Arrangement-Preis ohne MwSt. und multipliziere ihn mit deinem gewünschten Getränkebudget (normalerweise 25-40% des Preises). Das ist der Betrag, den du maximal pro Person für Getränke ausgeben kannst.
Berechne deinen durchschnittlichen Einkaufspreis pro Glas
Erstelle einen Mix deiner erwarteten Getränke (Bier, Wein, Softdrink) und berechne den gewichteten durchschnittlichen Einkaufspreis pro Glas. Berücksichtige das Verhältnis, in dem Gäste diese Getränke bestellen.
Lege Maximum auf 2,5× durchschnittlichen Konsum fest
Teile dein Getränkebudget durch deinen durchschnittlichen Einkaufspreis pro Glas. Multipliziere dies mit 2,5 für dein Maximum. Das gibt schweren Trinkern Spielraum, ohne dein Budget zu überschreiten.
✨ Pro tip
Verfolge nach jeder Veranstaltung, wie viele Gäste das Maximum erreicht haben. Wenn das weniger als 10% sind, kannst du dein Maximum etwas erhöhen. Wenn es mehr als 25% sind, warst du zu großzügig.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist, wenn Gäste sich über das Maximum beschweren?
Erkläre, dass das Maximum großzügig ist (13 Gläser in 4 Stunden = 3+ pro Stunde) und konzentriere dich auf den Wert des Arrangements. Biete optional zusätzliche Konsumationen zum Kostpreis an.
Sollte ich unterschiedliche Maxima für Bier vs. Wein festlegen?
Nein, arbeite mit einem Maximum pro Person. Gäste können selbst wählen, welche Getränke sie in ihrer Grenze nehmen. Das vermeidet Diskussionen und macht die Registrierung einfacher.
Wie gehe ich mit Gästen um, die ihr Maximum erreichen?
Biete freundlich zusätzliche Konsumationen zum Kostpreis an (zum Beispiel €3 für ein Bier). Erkläre, dass das Arrangement sehr großzügig war und die meisten Gäste das Maximum nicht erreichen.
Kann ich das Maximum während der Veranstaltung anpassen?
Nur nach unten, wenn du merkst, dass dein Budget überschritten wird. Nach oben anzupassen ist möglich, aber dann riskierst du Verluste. Halte dich an deine Berechnung für vorhersehbare Ergebnisse.
Was ist ein realistisches Maximum für einen 4-Stunden-Aperitif?
Für einen 4-Stunden-Aperitif sind 10-13 Konsumationen pro Person realistisch. Das entspricht 2,5-3 Getränken pro Stunde, was für die meisten Gäste mehr als ausreichend ist.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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