Barausstattung wie Shaker, Jigger und Zitruspressen sind Investitionen, die du auf alle Cocktails verteilst, die du damit herstellst. Die Kosten pro Cocktail sind oft vernachlässigbar klein, aber für eine vollständige Kostenkalkulation musst du sie berücksichtigen. In diesem Artikel lernst du, wie du diese Kosten genau berechnest und wann es sich lohnt.
Warum Barausstattung in deine Kostenkalkulation einbeziehen?
Ein Cocktail-Shaker kostet €25 und hält 5 Jahre. Pro Cocktail sind das weniger als 1 Cent. Das klingt wenig, aber wenn du alle Barausstattung zusammenzählst, kann das 0,5-1% deines Cocktailpreises ausmachen. Bei Tausenden Cocktails pro Jahr summiert sich das.
💡 Beispiel:
Basis-Barset für eine Cocktailbar:
- Cocktail-Shaker: €25
- Jigger-Set: €15
- Zitruspressen: €30
- Bar-Löffel: €8
- Sieb: €12
Gesamt: €90
Berechne die Abschreibung pro Cocktail
Die Formel ist einfach: Kosten pro Cocktail = (Anschaffungspreis Barausstattung / Lebensdauer in Cocktails)
Du musst schätzen, wie viele Cocktails du mit diesem Material machen wirst. Ein guter Shaker hält 5 Jahre bei intensiver Nutzung. Bei 50 Cocktails pro Woche sind das 13.000 Cocktails über 5 Jahre.
💡 Berechnung:
Cocktailbar mit 50 Cocktails pro Woche:
- Pro Jahr: 50 × 52 = 2.600 Cocktails
- Über 5 Jahre: 13.000 Cocktails
- Barausstattung: €90 / 13.000 = €0,007 pro Cocktail
Kosten: 0,7 Cent pro Cocktail
Verschiedene Materialien, unterschiedliche Lebensdauer
Nicht alles hält gleich lange. Jigger und Shaker sind praktisch unzerstörbar. Zitruspressen und Siebe verschleißen schneller durch Säure und Gebrauch.
- Shaker, Jigger: 5-10 Jahre bei normalem Gebrauch
- Zitruspressen: 2-3 Jahre (Säure greift Metall an)
- Sieb, Bar-Löffel: 3-5 Jahre
- Gläser: Rechne mit 10-15% Bruchquote pro Jahr
⚠️ Achtung:
Rechne konservativ mit der Lebensdauer. Besser 3 Jahre einkalkulieren als 5, dann bist du auf der sicheren Seite mit deiner Kostenkalkulation.
Wann ist das relevant?
Für die meisten Bars sind Barausstattungs-Kosten vernachlässigbar. Aber bei Premium-Cocktailbars mit teuren, spezialisierten Tools können sie bis zu 1-2% des Cocktailpreises ausmachen.
💡 Premium-Bar Beispiel:
Cocktailbar mit teuren Tools:
- Japanisches Jigger-Set: €80
- Premium-Shaker: €120
- Professionelle Zitruspressen: €150
- Verschiedene Bar-Tools: €200
Gesamt €550 / 13.000 Cocktails = €0,042 pro Cocktail
Bei Cocktailpreis €12: 0,35% des Preises
Praktischer Tipp für deine Buchhaltung
In der Praxis rechnen die meisten Bars einen festen Betrag von €0,05-0,10 pro Cocktail für Barausstattung. Das deckt alle Tools, Ersatz und unvorhergesehene Kosten ab. Einfach und sicher.
In einer App wie KitchenNmbrs kannst du das als Standard-Zutat zu all deinen Cocktail-Rezepten hinzufügen. Dann musst du nicht jedes Mal neu rechnen.
Wie berechnest du Barausstattungs-Kosten? (Schritt für Schritt)
Inventarisiere deine gesamte Barausstattung
Erstelle eine Liste aller Tools, die du verwendest: Shaker, Jigger, Sieb, Bar-Löffel, Zitruspressen. Notiere den Anschaffungspreis jedes Artikels. Vergiss nicht Gläser, Eisschaufel und andere Hilfsmittel.
Schätze die Lebensdauer in Cocktails
Berechne, wie viele Cocktails du pro Woche machst und multipliziere mit der erwarteten Lebensdauer in Jahren. Rechne konservativ: 3-5 Jahre für die meisten Tools, 2-3 Jahre für Zitruspressen.
Berechne die Kosten pro Cocktail
Teile den Gesamtanschaffungspreis durch die Anzahl der Cocktails über die Lebensdauer. Addiere alle Tools für die gesamten Barausstattungs-Kosten pro Cocktail. Runde nach oben auf für Sicherheit.
✨ Pro tip
Rechne €0,08 pro Cocktail für die gesamte Barausstattung zusammen. Das deckt praktisch alles ab und du musst nicht jeden Artikel einzeln verfolgen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich Gläser in die Barausstattungs-Kosten einbeziehen?
Ja, aber berechne sie separat. Gläser gehen regelmäßig zu Bruch. Rechne mit 10-15% Ersatzkosten pro Jahr. Ein Cocktailglas von €3 bei 10% Bruch kostet €0,30 pro Jahr, geteilt durch die Anzahl der Cocktails in diesem Glas.
Wie sieht es mit Eismaschine und anderer großer Ausrüstung aus?
Große Ausrüstung rechnest du normalerweise nicht pro Cocktail, sondern als Fixkosten. Eine Eismaschine von €2000, die 10 Jahre hält, kostet €200 pro Jahr, unabhängig davon, wie viele Cocktails du machst.
Kann ich einen festen Betrag pro Cocktail rechnen?
Ja, viele Bars rechnen €0,05-0,10 pro Cocktail für die gesamte Barausstattung zusammen. Das ist einfacher, als alles einzeln zu berechnen, und deckt auch unvorhergesehene Ersatzkosten ab.
Muss ich das in meine Pour-Cost-Berechnung einbeziehen?
Technisch gesehen ja, für eine vollständige Kostenkalkulation, aber die Auswirkung ist minimal. Die meisten Bars konzentrieren sich zunächst auf Zutatenkosten (Spirituosen, Mixer), da diese 95% der Kosten ausmachen.
Wie oft sollte ich diese Berechnung aktualisieren?
Einmal pro Jahr reicht aus, es sei denn, du kaufst viele neue Tools. Die Kosten sind so gering, dass kleine Anpassungen kaum Auswirkungen auf deine Rentabilität haben.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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