Eine Weinverkostung zu organisieren kostet Geld, kann aber auch zusätzliche Einnahmen bringen. Viele Gastronomen wissen nicht, wie sie diese Kosten korrekt in ihrer Getränkekostenberechnung verarbeiten. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Kosten einer Weinverkostung ordnungsgemäß verwaltest und weitergibst.
Was sind die Kosten einer Weinverkostung?
Bei einer Weinverkostung hast du verschiedene Kostenpositionen, die du in deine Berechnung einbeziehen musst:
- Wein zur Verkostung: Normalerweise kleinere Portionen als normale Gläser
- Häppchen/Appetizer: Um den Wein zu begleiten
- Zusätzliches Personal: Sommelier oder Mitarbeiter, der die Verkostung leitet
- Marketingmaterial: Karten mit Weininformationen, Menükarten
💡 Beispiel:
Weinverkostung für 12 Personen, 5 Weine pro Person:
- Wein: 60 Kostgläser à €2,50 = €150
- Häppchen: 12 Personen à €8,00 = €96
- Zusätzliches Personal: 3 Stunden à €18,00 = €54
- Material: €15
Gesamtkosten: €315
Wie berechnest du die Kostpreis pro Person?
Die Kostpreis pro Person berechnest du, indem du alle Kosten durch die Anzahl der Teilnehmer teilst. Achte darauf: Rechne immer mit den tatsächlichen Kosten, nicht mit dem Einkaufspreis ganzer Flaschen.
⚠️ Achtung:
Bei Weinverkostungen verwendest du oft teure Weine, aus denen du normalerweise mehr Gläser bekommst. Rechne mit der tatsächlichen Menge, die du verwendest, nicht mit der Standardportion.
Für die Kostpreis von Wein bei Verkostungen rechnest du normalerweise mit 5-8 cl pro Kostglas, während ein normales Weinglas 12-15 cl enthält. Das bedeutet, dass du aus einer Flasche (75 cl) mehr Kostportionen bekommst.
MwSt. und Preisgestaltung bei Weinverkostungen
Alkoholische Getränke unterliegen dem hohen MwSt.-Satz von 21%. Dies gilt auch für Weinverkostungen. Wenn du eine Weinverkostung für €35,00 pro Person anbietest, ist dies inklusive MwSt.
💡 Beispiel:
Weinverkostung €35,00 pro Person (inkl. 21% MwSt.):
- Preis exkl. MwSt.: €35,00 / 1,21 = €28,93
- Kostpreis: €26,25 (aus obigem Beispiel)
- Marge: €28,93 - €26,25 = €2,68
Gewinnmarge: 9,3% - ziemlich niedrig für Gastronomie
Getränkekostenberechnung
Du berechnest deine Getränkekosten für eine Weinverkostung genauso wie bei normalen Getränken: Getränkekosten % = (Getränkekosten / Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100
Bei Weinverkostungen sind die Getränkekosten oft höher als beim normalen Getränkeverkauf, da du teurere Weine verwendest und kleinere Margen hast. Eine Getränkekostenquote von 60-80% ist für Verkostungen nicht ungewöhnlich.
💡 Beispielberechnung:
Aus unserem Beispiel:
- Nur Getränkekosten: €150 (Wein)
- Verkaufspreis exkl. MwSt.: €28,93 pro Person
- 12 Personen = €347,16 exkl. MwSt.
Getränkekosten: (€150 / €347,16) × 100 = 43,2%
Verwaltung und Registrierung
Für deine Verwaltung registrierst du eine Weinverkostung als separate Umsatzkategorie. Dies hilft dir zu sehen, ob Verkostungen rentabel sind und wie viel sie zu deinem Gesamtumsatz beitragen.
- Registriere alle Kosten separat: Wein, Häppchen, Personal
- Halte fest, wie viele Personen teilgenommen haben
- Notiere, welche Weine du verwendest hast und wie viel
- Berechne nachträglich deine tatsächliche Marge
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du Verkostungen als separate "Rezepte" erstellen, damit die Kostpreis pro Person automatisch berechnet wird, einschließlich aller Zutaten.
Wie berechnest du die Kosten einer Weinverkostung?
Sammle alle Kostenpositionen
Erstelle eine Liste aller Kosten: Wein (rechne pro Kostglas, nicht pro Flasche), Häppchen, zusätzliches Personal und Materialien. Beziehe auch kleine Kosten ein wie Informationskarten oder spezielle Gläser.
Berechne die Kostpreis pro Person
Teile alle Kosten durch die Anzahl der Teilnehmer. Rechne mit realistischen Zahlen - nicht jeder, der sich anmeldet, kommt auch tatsächlich.
Bestimme deinen Verkaufspreis inklusive Marge
Addiere zu deiner Kostpreis eine gewünschte Marge. Vergiss nicht, dass dein Verkaufspreis 21% MwSt. für alkoholische Getränke enthalten muss. Überprüfe, ob dein Endpreis wettbewerbsfähig ist.
✨ Pro tip
Biete während der Verkostung die verkosteten Weine direkt zum Kauf an. Viele Teilnehmer möchten eine Flasche des Weins mitnehmen, der ihnen gefallen hat, was deine Marge bei der Verkostung erheblich verbessern kann.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Darf ich Weinverkostungen zum Kostpreis anbieten?
Ja, das darfst du. Viele Restaurants nutzen Weinverkostungen als Marketinginstrument, um Kunden ihre Weinkarte näher zu bringen. Du musst nicht bei jeder Aktivität Gewinn machen.
Wie rechne ich mit Weinen, die ich bereits auf Lager habe?
Verwende den Einkaufspreis, den du damals für diese Weine bezahlt hast. Auch wenn du sie bereits bezahlt hast, haben sie noch immer einen Wert und kosten dich Geld, wenn du sie verwendest.
Was ist, wenn weniger Menschen kommen als erwartet?
Rechne immer mit deinen tatsächlichen Kosten und der tatsächlichen Anzahl der Teilnehmer. Wenn weniger Menschen kommen, steigt deine Kostpreis pro Person. Deshalb verlangen viele Restaurants Vorauszahlung oder ein Mindestanzahl von Teilnehmern.
Muss ich auch die Zeit meines eigenen Personals einrechnen?
Ja, auch wenn dein eigenes Personal die Verkostung leitet, kostet dich das Geld. Rechne mit ihrem Stundenlohn inklusive Arbeitgeberabgaben, auch wenn du sie ohnehin schon ein festes Gehalt zahlst.
Wie verhindere ich, dass Verkostungen verlustbringend werden?
Berechne vorher deinen Break-Even-Punkt und sorge für eine Mindestanzahl von Teilnehmern. Verwende nicht deine teuersten Weine und kombiniere Verkostungen mit dem Verkauf von Flaschen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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