Das Hinzufügen eines neuen Burgers zur Speisekarte beginnt mit den Lebensmittelkosten. Viele Gastronomen raten bei der Preisgestaltung, was zu Verlusten führt, ohne dass sie es merken. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du einen rentablen Preis für deinen neuen Burger festlegst.
Sammle alle Zutaten und Kosten
Beginne mit einer vollständigen Liste von allem, was in und zum Burger gehört. Vergiss nichts: vom Brötchen bis zum letzten Tropfen Mayonnaise.
💡 Beispiel: Classic Cheeseburger
- Brötchen: €0,65
- Rindfleisch (150g): €2,40
- Käse (1 Scheibe): €0,35
- Salat, Tomate, Zwiebel: €0,45
- Saucen und Butter: €0,25
- Pommes (200g): €0,60
Gesamte Lebensmittelkosten: €4,70
Berechne deinen gewünschten Lebensmittelkostenanteil
Bei Burgern liegt ein gesunder Lebensmittelkostenanteil zwischen 25% und 32%. Das bedeutet, dass maximal ein Drittel deines Verkaufspreises in Zutaten fließt.
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit dem Preis ohne VAT. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 19% VAT.
Die Formel für deinen Mindestverkaufspreis:
Mindestpreis ohne VAT = Lebensmittelkosten ÷ (Lebensmittelkostenanteil % ÷ 100)
💡 Beispielberechnung:
Lebensmittelkosten: €4,70
Gewünschter Lebensmittelkostenanteil: 30%
Mindestpreis ohne VAT: €4,70 ÷ 0,30 = €15,67
Speisekartpreis inklusive VAT: €15,67 × 1,19 = €18,65
Überprüfe deine Konkurrenz und Positionierung
Schau, was ähnliche Restaurants für vergleichbare Burger verlangen. Liegt dein Preis viel höher? Dann musst du eine Entscheidung treffen:
- Günstigere Zutaten verwenden
- Kleinere Portionen servieren
- Höheren Preis durch Qualität rechtfertigen
- Niedrigere Marge akzeptieren
Teste und verfeinere deinen Preis
Starte mit deinem berechneten Preis und überwache die Verkäufe. Achte auf Signale:
- Verkauft sich der Burger gut? Der Preis stimmt wahrscheinlich
- Wenig Verkauf? Möglicherweise zu teuer oder schlechte Positionierung
- Viel Verkauf aber kein Gewinn? Überprüfe deine Portionsgröße
💡 Beispiel Preisanpassung:
Dein Burger für €18,65 verkauft sich schlecht. Konkurrenten verlangen €15,50.
Option 1: Preis auf €15,50 → Lebensmittelkostenanteil wird 33,1%
Option 2: Pommes von 200g auf 150g → Kostpreis €4,45 → Lebensmittelkostenanteil 28,7%
Halte deine Zahlen fest
Nach dem Start überwachst du die Kosten weiterhin. Lieferanten erhöhen Preise, dein Chef gibt vielleicht großzügigere Portionen, Zutaten werden teurer.
Überprüfe monatlich, ob dein Lebensmittelkostenanteil noch stimmt. Eine App wie KitchenNmbrs berechnet dies automatisch und warnt dich, wenn dein Lebensmittelkostenanteil zu hoch wird.
Wie bestimmst du den Preis eines neuen Burgers? (Schritt für Schritt)
Berechne die gesamten Lebensmittelkosten
Erstelle eine Liste aller Zutaten und addiere die Kosten. Vergiss nichts: Brötchen, Fleisch, Gemüse, Saucen, Beilagen und Garnituren.
Bestimme deinen gewünschten Lebensmittelkostenanteil
Wähle einen Lebensmittelkostenanteil zwischen 25-32% für Burger. Dieser Prozentsatz bestimmt, wie viel deines Verkaufspreises in Zutaten fließt.
Berechne deinen Mindestverkaufspreis
Teile deine Lebensmittelkosten durch deinen Lebensmittelkostenanteil. Multipliziere dann mit 1,19 für den Preis inklusive VAT auf deiner Speisekarte.
Vergleiche mit der Konkurrenz
Überprüfe, was ähnliche Restaurants verlangen. Liegt dein Preis viel höher? Erwäge dann günstigere Zutaten oder kleinere Portionen.
Teste und überwache die Verkäufe
Starte mit deinem berechneten Preis und halte die Verkaufszahlen fest. Passe basierend auf Nachfrage und Rentabilität an.
✨ Pro tip
Starte immer mit deinem meistverkauften Gericht als Benchmark. Wenn du weißt, dass dieser Burger 30% Lebensmittelkostenanteil hat und sich gut verkauft, kannst du neue Burger danach ausrichten.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich VAT in meine Kostprisberechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer ohne VAT. Du kaufst Zutaten oft ohne VAT ein, und du berechnest deinen Lebensmittelkostenanteil auch ohne VAT. Die VAT addierst du erst für den Endpreis auf deiner Speisekarte.
Was ist, wenn mein berechneter Preis viel höher ist als die Konkurrenz?
Dann hast du drei Optionen: günstigere Zutaten verwenden, kleinere Portionen servieren oder eine niedrigere Marge akzeptieren. Schau, wo du sparen kannst, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.
Welcher Lebensmittelkostenanteil ist normal für Burger?
Bei Burgern liegt ein gesunder Lebensmittelkostenanteil zwischen 25% und 32%. Fast Food liegt oft niedriger (20-25%), Restaurants mit Premium-Zutaten können höher liegen (bis 35%).
Wie oft sollte ich meine Burgerpreise überprüfen?
Überprüfe monatlich, ob dein Lebensmittelkostenanteil noch stimmt. Lieferanten erhöhen regelmäßig Preise, und die Portionsgröße kann langsam anwachsen. Kleine Veränderungen haben große Auswirkungen auf deinen Gewinn.
Sollte ich Verschwendung in meinen Kostpreis einrechnen?
Ja, addiere 2-5% extra für Verschwendung und Verlust. Verwelkter Salat, Fleisch, das über das Verfallsdatum hinausgeht, und Reste, die in den Müll gehen, kosten auch Geld.
Kann ich zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Preise verlangen?
Rechtlich ist das erlaubt, aber es macht deine Verwaltung komplizierter. Die meisten Restaurants verlangen einen Preis und steuern über Portionsgrößen oder Zutaten.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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