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📝 Grundwissen und Formeln · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Welche Margen sind bei Kaffee und Tee üblich?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

TL;DR

Kaffee und Tee haben die höchsten Margen in der Gastronomie. Während du bei einem Steak vielleicht 30% Marge erreichst, liegt Kaffee oft bei 80-90%. Trotzdem wissen viele Unternehmer nicht genau, wie viel sie pro Tasse verdienen...

Kaffee und Tee haben die höchsten Margen in der Gastronomie. Während du bei einem Steak vielleicht 30% Marge erreichst, liegt Kaffee oft bei 80-90%. Trotzdem wissen viele Unternehmer nicht genau, wie viel sie pro Tasse verdienen.

Typische Margen bei Kaffee und Getränken

Die Marge bei warmen Getränken variiert je nach Art des Betriebs, liegt aber fast immer über 70%. Hier sind die üblichen Spannweiten:

  • Espresso/Americano: 80-90% Marge
  • Cappuccino/Latte: 75-85% Marge
  • Tee: 85-95% Marge
  • Specialty Coffee: 70-80% Marge

💡 Beispiel: Cappuccino-Berechnung

Speisekartpreis: €3,50 inkl. 19% MwSt.

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €2,94
  • Kaffeebohnen (18g): €0,36
  • Milch (150ml): €0,24
  • Sonstiges (Zucker, Geschirr): €0,05

Ingredienzikosten: €0,65 → Marge: 77,9%

Warum sind die Margen so hoch?

Kaffee und Tee haben relativ niedrige Ingredienzikosten im Vergleich zum Verkaufspreis. Die wichtigsten Faktoren:

  • Kleine Mengen: 18 Gramm Kaffeebohnen für einen doppelten Espresso
  • Großmengen-Einkauf: Kaffeebohnen pro Kilo sind relativ günstig
  • Wenig Verschwendung: Kaffee und Tee verderben nicht schnell
  • Keine Zubereitung: Kein Schnittabfall wie bei Fleisch oder Fisch

Selbstkostenberechnung pro Tasse

Um deine genaue Marge zu kennen, addierst du alle Ingredienzikosten:

💡 Beispiel: Americano

Speisekartpreis: €2,80 inkl. MwSt. (€2,35 ohne MwSt.)

  • Kaffeebohnen (16g à €20/kg): €0,32
  • Wasser: €0,01
  • Zuckertütchen/Milchpulver: €0,05

Gesamtkosten: €0,38 → Marge: 83,8%

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit deinem tatsächlichen Einkaufspreis für Kaffeebohnen. Specialty Coffee kann €30-40/kg kosten, Standard-Mischungen oft €15-20/kg.

Unterschied zwischen Kaffeetypen

Nicht alle Kaffegetränke haben die gleiche Marge. Milch und Sirupe machen den Unterschied:

  • Schwarzer Kaffee: Höchste Marge (85-95%)
  • Mit Milch: Etwas niedrigere Marge durch Milchkosten
  • Mit Sirupen: Zusatzkosten von €0,15-0,25 pro Shot
  • Pflanzliche Milch: Teurere Milch senkt Marge um 5-10%

💡 Beispiel: Vergleich von Kaffeetypen

Alle für €3,50 verkauft (€2,94 ohne MwSt.):

  • Americano: €0,38 Kosten → 87% Marge
  • Cappuccino: €0,65 Kosten → 78% Marge
  • Latte mit Hafermilch: €0,85 Kosten → 71% Marge

Tee: noch höhere Margen

Tee hat oft die höchste Marge aller Getränke. Ein Teebeutel kostet zwischen €0,05-0,15, je nach Qualität:

  • Standard-Tee: €0,05-0,08 pro Beutel
  • Premium-Tee: €0,12-0,20 pro Beutel
  • Loser Tee: €0,08-0,15 pro Portion

Bei einem Verkaufspreis von €2,50 erreichst du leicht 90%+ Marge bei Tee.

Auswirkung auf deinen Gesamtumsatz

Kaffee und Tee sind oft die stillen Gewinner in deinem Betrieb. Ein Bistro, das 50 Tassen Kaffee pro Tag verkauft:

💡 Beispiel: Jahresumsatz Kaffee

  • 50 Tassen/Tag × €2,94 ohne MwSt. = €147/Tag
  • 6 Tage/Woche × 52 Wochen = €45.864/Jahr Umsatz
  • Bei 80% Marge = €36.691/Jahr Bruttomarge

Allein Kaffee bringt €36.000+ brutto pro Jahr.

Wie berechnest du deine Kaffee-Marge? (Schritt für Schritt)

1

Bestimme deine Ingredienzikosten pro Tasse

Addiere alle Kosten: Kaffeebohnen (Gewicht × Preis pro kg), Milch (ml × Preis pro Liter), Sirupe, Zucker. Vergiss nichts, auch nicht die kleinen Beträge.

2

Berechne deinen Verkaufspreis ohne MwSt.

Teile deinen Speisekartpreis durch 1,19 (bei 19% MwSt.). Ein Kaffee für €3,50 wird €2,94 ohne MwSt. Damit rechnest du weiter.

3

Berechne deine Marge

Marge % = ((Verkaufspreis ohne MwSt. - Ingredienzikosten) / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100. Bei €2,94 Verkauf und €0,65 Kosten = 77,9% Marge.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Kaffee-Marge wöchentlich, indem du 10 Tassen wiegst und die durchschnittliche Menge Bohnen berechnest. Kleine Abweichungen in der Portionsgröße können deine Marge um 5-10% beeinflussen.

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Häufig gestellte Fragen

Warum sind meine Kaffee-Margen niedriger als 80%?

Überprüfe, ob du Premium-Ingredienzi verwendest (teure Bohnen, pflanzliche Milch, Sirupe) oder zu großzügige Portionen gibst. Auch zu niedrige Verkaufspreise drücken deine Marge.

Sollte ich die Abschreibung meiner Kaffeemaschine einrechnen?

Nicht für die Lebensmittelkostenberechnung. Abschreibung ist eine Fixkost, die du separat berechnest. Konzentriere dich zunächst auf die Ingredienzikosten pro Tasse.

Wie viel Gramm Kaffeebohnen verwende ich pro Espresso?

Standard sind 7-9 Gramm für einen einfachen Espresso, 14-18 Gramm für einen doppelten Espresso. Wiege das einmal in deiner eigenen Maschine nach.

Ist Specialty Coffee mit diesen hohen Einkaufspreisen noch rentabel?

Ja, aber dein Verkaufspreis muss mitziehen. Bei €35/kg Bohnen und €4,50 Verkaufspreis erreichst du immer noch 75%+ Marge.

Wie oft sollte ich meine Kaffeepreise anpassen?

Überprüfe deine Einkaufspreise jeden Monat. Kaffeepreise schwanken, und Lieferanten passen regelmäßig an. Aktualisiere deine Selbstkosten sofort mit.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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