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📝 Grundwissen und Formeln · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Welche Getränkekosten sollte ich anstreben?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

TL;DR

Getränke haben andere Kosten als Speisen. Alkoholische Getränke haben oft niedrigere Kosten (15-25%), während Softdrinks und Kaffee stark variieren können....

Getränke haben andere Kosten als Speisen. Alkoholische Getränke haben oft niedrigere Kosten (15-25%), während Softdrinks und Kaffee stark variieren können. In diesem Artikel lernst du, welche Prozentsätze üblich sind und wie du die richtigen Getränkepreise festlegst.

Kostenquoten pro Getränkeart

Getränke haben andere Margen als Speisen, weil sie anders eingekauft und serviert werden:

  • Alkoholische Getränke: 15-25% Kosten
  • Softdrinks: 20-30% Kosten
  • Kaffee/Tee: 10-20% Kosten
  • Säfte: 25-35% Kosten

💡 Beispiel alkoholisches Getränk:

Eine Flasche Wein mit €8,00 Einkaufspreis verkaufst du für €32,00 (inkl. 21% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €32,00 / 1,21 = €26,45
  • Kosten: (€8,00 / €26,45) × 100 = 30,2%

Das ist zu hoch für Wein. Üblich sind 20-25%.

Warum Getränke andere Margen haben

Getränke funktionieren anders als Speisen aus diesen Gründen:

  • Keine Zubereitung: Du musst nicht kochen, also weniger Arbeitskosten
  • Kein Verderb: Alkohol und Softdrinks halten lange
  • Standardportionen: Ein Glas Wein ist immer 150ml
  • Höhere Marge erwartet: Gäste akzeptieren höhere Getränkepreise

💡 Beispiel Softdrink:

Eine Cola vom Zapfhahn kostet dich €0,45 pro Glas. Du verkaufst für €3,50 (inkl. 9% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €3,50 / 1,09 = €3,21
  • Kosten: (€0,45 / €3,21) × 100 = 14,0%

Das ist eine gesunde Marge für Softdrinks.

Berechnung pro Getränkeart

Alkoholische Getränke (MwSt. 21%):

  • Bier vom Fass: 15-20% Kosten
  • Weinglas: 20-25% Kosten
  • Cocktails: 18-25% Kosten
  • Spirituosen: 15-22% Kosten

Alkoholfrei (MwSt. 9%):

  • Softdrink vom Zapfhahn: 10-18% Kosten
  • Softdrink in Flaschen: 25-35% Kosten
  • Kaffee/Espresso: 8-15% Kosten
  • Frischer Orangensaft: 30-40% Kosten

⚠️ Achtung:

Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., Speisen und Alkoholfreies 9%. Das macht einen großen Unterschied in deiner Berechnung.

Praktische Tipps für Getränkepreise

So bestimmst du den richtigen Verkaufspreis für Getränke:

  • Überprüfe deine Konkurrenz: Was verlangen andere Bars in der Gegend?
  • Rechne mit festen Portionen: 150ml Wein, 250ml Bier, 200ml Softdrink
  • Zähle alles auf: Auch die Zitronenscheibe und der Strohhalm kosten Geld
  • Aktualisiere regelmäßig: Getränkepreise von Lieferanten ändern sich oft

💡 Beispiel Kaffee:

Ein Espresso kostet dich €0,35 für Kaffeebohnen und Milch. Du verkaufst für €2,75 (inkl. 9% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €2,75 / 1,09 = €2,52
  • Kosten: (€0,35 / €2,52) × 100 = 13,9%

Das ist eine gute Marge für Kaffee.

Unterschied zwischen Zapfhahn und Flasche

Die Art, wie du Getränke servierst, macht einen großen Unterschied:

  • Bier vom Fass: Günstiger pro Liter, aber du brauchst eine Zapfanlage
  • Flaschenbier: Teurerer Einkauf, aber kein Wartungsaufwand und einfacheres Lagermanagement
  • Wein pro Glas: Höhere Marge, aber Risiko von Verderb offener Flaschen
  • Softdrink vom Zapfhahn: Viel günstiger als Flaschen, aber du brauchst ein System

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Getränkeart verfolgen, welche echten Kosten du hast, einschließlich Verschwendung und Verderb.

Wie berechnest du den richtigen Getränkepreis? (Schritt für Schritt)

1

Bestimme deinen Einkaufspreis pro Portion

Rechne aus, was ein Glas/eine Portion kostet. Bei Flaschen ist das einfach, beim Zapfhahn musst du ausrechnen, wie viele Gläser aus einem Fass kommen. Vergiss nicht die Garnitur (Zitronenscheibe, Strohhalm) einzurechnen.

2

Wähle deine gewünschte Kostenquote

Für alkoholische Getränke: 15-25%, für Softdrinks: 20-30%, für Kaffee: 10-20%. Überprüfe, was in deiner Gegend üblich ist und was zu deinem Konzept passt.

3

Berechne deinen Mindestverkaufspreis

Teile deinen Einkaufspreis durch deine gewünschte Kostenquote. Multipliziere dann mit 1,09 (9% MwSt.) oder 1,21 (21% MwSt.) für den Menüpreis. Überprüfe, ob das realistisch für dein Geschäft ist.

✨ Pro tip

Überprüfe deine 3 meistverkauften Getränke jeden Monat. Wenn diese gut in Bezug auf die Kostenquote sind, hast du den größten Teil deines Getränkegewinns unter Kontrolle.

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Häufig gestellte Fragen

Warum haben alkoholische Getränke 21% MwSt.?

Alkohol fällt unter den höheren MwSt.-Satz von 21%, während Speisen und alkoholfreie Getränke 9% MwSt. haben. Das macht alkoholische Getränke für den Gast relativ teurer.

Darf meine Kostenquote bei Getränken höher sein als bei Speisen?

Ja, das kann sein. Besonders bei frischen Säften oder speziellem Kaffee kann die Kostenquote höher ausfallen. Achte darauf, dass dein Gesamtmix aus Speisen und Getränken profitabel bleibt.

Wie berechne ich die Kosten für Bier vom Fass?

Teile den Preis eines ganzen Fasses durch die Anzahl der Gläser, die daraus kommen. Ein 50-Liter-Fass ergibt etwa 200 Gläser à 25cl. Vergiss nicht, die CO2- und Zapfkosten einzurechnen.

Muss ich Verschwendung in meine Getränkekosten einrechnen?

Ja, besonders bei Wein pro Glas. Wenn du eine Flasche öffnest und nicht alles verkaufst, geht der Rest oft weg. Rechne das in deinen Kostpreis ein oder nutze ein Weinkonservierungssystem.

Wie oft sollte ich meine Getränkepreise anpassen?

Überprüfe mindestens vierteljährlich deine Einkaufspreise. Lieferanten passen ihre Tarife regelmäßig an, besonders bei Bier und Softdrinks. Aktualisiere deine Speisekarte, wenn deine Kostenquote zu hoch wird.

Kann ich unterschiedliche Margen pro Getränkeart verwenden?

Absolut. Premium-Weine können eine niedrigere Kostenquote haben (höhere Marge), während du bei Hausweinen schärfer kalkulierst. Passe deine Marge an deine Zielgruppe und dein Konzept an.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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