Getränke haben andere Kosten als Speisen. Alkoholische Getränke haben oft niedrigere Kosten (15-25%), während Softdrinks und Kaffee stark variieren können....
Getränke haben andere Kosten als Speisen. Alkoholische Getränke haben oft niedrigere Kosten (15-25%), während Softdrinks und Kaffee stark variieren können. In diesem Artikel lernst du, welche Prozentsätze üblich sind und wie du die richtigen Getränkepreise festlegst.
Kostenquoten pro Getränkeart
Getränke haben andere Margen als Speisen, weil sie anders eingekauft und serviert werden:
- Alkoholische Getränke: 15-25% Kosten
- Softdrinks: 20-30% Kosten
- Kaffee/Tee: 10-20% Kosten
- Säfte: 25-35% Kosten
💡 Beispiel alkoholisches Getränk:
Eine Flasche Wein mit €8,00 Einkaufspreis verkaufst du für €32,00 (inkl. 21% MwSt.):
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €32,00 / 1,21 = €26,45
- Kosten: (€8,00 / €26,45) × 100 = 30,2%
Das ist zu hoch für Wein. Üblich sind 20-25%.
Warum Getränke andere Margen haben
Getränke funktionieren anders als Speisen aus diesen Gründen:
- Keine Zubereitung: Du musst nicht kochen, also weniger Arbeitskosten
- Kein Verderb: Alkohol und Softdrinks halten lange
- Standardportionen: Ein Glas Wein ist immer 150ml
- Höhere Marge erwartet: Gäste akzeptieren höhere Getränkepreise
💡 Beispiel Softdrink:
Eine Cola vom Zapfhahn kostet dich €0,45 pro Glas. Du verkaufst für €3,50 (inkl. 9% MwSt.):
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €3,50 / 1,09 = €3,21
- Kosten: (€0,45 / €3,21) × 100 = 14,0%
Das ist eine gesunde Marge für Softdrinks.
Berechnung pro Getränkeart
Alkoholische Getränke (MwSt. 21%):
- Bier vom Fass: 15-20% Kosten
- Weinglas: 20-25% Kosten
- Cocktails: 18-25% Kosten
- Spirituosen: 15-22% Kosten
Alkoholfrei (MwSt. 9%):
- Softdrink vom Zapfhahn: 10-18% Kosten
- Softdrink in Flaschen: 25-35% Kosten
- Kaffee/Espresso: 8-15% Kosten
- Frischer Orangensaft: 30-40% Kosten
⚠️ Achtung:
Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., Speisen und Alkoholfreies 9%. Das macht einen großen Unterschied in deiner Berechnung.
Praktische Tipps für Getränkepreise
So bestimmst du den richtigen Verkaufspreis für Getränke:
- Überprüfe deine Konkurrenz: Was verlangen andere Bars in der Gegend?
- Rechne mit festen Portionen: 150ml Wein, 250ml Bier, 200ml Softdrink
- Zähle alles auf: Auch die Zitronenscheibe und der Strohhalm kosten Geld
- Aktualisiere regelmäßig: Getränkepreise von Lieferanten ändern sich oft
💡 Beispiel Kaffee:
Ein Espresso kostet dich €0,35 für Kaffeebohnen und Milch. Du verkaufst für €2,75 (inkl. 9% MwSt.):
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €2,75 / 1,09 = €2,52
- Kosten: (€0,35 / €2,52) × 100 = 13,9%
Das ist eine gute Marge für Kaffee.
Unterschied zwischen Zapfhahn und Flasche
Die Art, wie du Getränke servierst, macht einen großen Unterschied:
- Bier vom Fass: Günstiger pro Liter, aber du brauchst eine Zapfanlage
- Flaschenbier: Teurerer Einkauf, aber kein Wartungsaufwand und einfacheres Lagermanagement
- Wein pro Glas: Höhere Marge, aber Risiko von Verderb offener Flaschen
- Softdrink vom Zapfhahn: Viel günstiger als Flaschen, aber du brauchst ein System
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Getränkeart verfolgen, welche echten Kosten du hast, einschließlich Verschwendung und Verderb.
Wie berechnest du den richtigen Getränkepreis? (Schritt für Schritt)
Bestimme deinen Einkaufspreis pro Portion
Rechne aus, was ein Glas/eine Portion kostet. Bei Flaschen ist das einfach, beim Zapfhahn musst du ausrechnen, wie viele Gläser aus einem Fass kommen. Vergiss nicht die Garnitur (Zitronenscheibe, Strohhalm) einzurechnen.
Wähle deine gewünschte Kostenquote
Für alkoholische Getränke: 15-25%, für Softdrinks: 20-30%, für Kaffee: 10-20%. Überprüfe, was in deiner Gegend üblich ist und was zu deinem Konzept passt.
Berechne deinen Mindestverkaufspreis
Teile deinen Einkaufspreis durch deine gewünschte Kostenquote. Multipliziere dann mit 1,09 (9% MwSt.) oder 1,21 (21% MwSt.) für den Menüpreis. Überprüfe, ob das realistisch für dein Geschäft ist.
✨ Pro tip
Überprüfe deine 3 meistverkauften Getränke jeden Monat. Wenn diese gut in Bezug auf die Kostenquote sind, hast du den größten Teil deines Getränkegewinns unter Kontrolle.
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Häufig gestellte Fragen
Warum haben alkoholische Getränke 21% MwSt.?
Alkohol fällt unter den höheren MwSt.-Satz von 21%, während Speisen und alkoholfreie Getränke 9% MwSt. haben. Das macht alkoholische Getränke für den Gast relativ teurer.
Darf meine Kostenquote bei Getränken höher sein als bei Speisen?
Ja, das kann sein. Besonders bei frischen Säften oder speziellem Kaffee kann die Kostenquote höher ausfallen. Achte darauf, dass dein Gesamtmix aus Speisen und Getränken profitabel bleibt.
Wie berechne ich die Kosten für Bier vom Fass?
Teile den Preis eines ganzen Fasses durch die Anzahl der Gläser, die daraus kommen. Ein 50-Liter-Fass ergibt etwa 200 Gläser à 25cl. Vergiss nicht, die CO2- und Zapfkosten einzurechnen.
Muss ich Verschwendung in meine Getränkekosten einrechnen?
Ja, besonders bei Wein pro Glas. Wenn du eine Flasche öffnest und nicht alles verkaufst, geht der Rest oft weg. Rechne das in deinen Kostpreis ein oder nutze ein Weinkonservierungssystem.
Wie oft sollte ich meine Getränkepreise anpassen?
Überprüfe mindestens vierteljährlich deine Einkaufspreise. Lieferanten passen ihre Tarife regelmäßig an, besonders bei Bier und Softdrinks. Aktualisiere deine Speisekarte, wenn deine Kostenquote zu hoch wird.
Kann ich unterschiedliche Margen pro Getränkeart verwenden?
Absolut. Premium-Weine können eine niedrigere Kostenquote haben (höhere Marge), während du bei Hausweinen schärfer kalkulierst. Passe deine Marge an deine Zielgruppe und dein Konzept an.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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