Lieferplattformen verlangen eine Provision von 15-35% pro Bestellung. Das schmälert deine Marge, ohne dass du es sofort merkst. In diesem Artikel lernst du genau, wie du deine echte Marge berechnest, wenn du über Lieferando, Uber Eats oder andere Plattformen verkaufst.
Warum die Provision deine Marge zerstört
Du denkst, dass du 30% Lebensmittelkosten hast und also gut verdienst. Aber dann kommt die Provision der Lieferplattform. Plötzlich ist deine Marge viel niedriger als du dachtest.
⚠️ Achtung:
Viele Restaurants rechnen immer noch mit ihrer normalen Marge, während sie 20-30% Provision zahlen. So verlierst du Geld bei jeder Bestellung.
Die Formel für die Marge mit Provision
Deine echte Marge wird anders berechnet, wenn eine Provision anfällt:
Echte Marge = Verkaufspreis - Zutatenkosten - Provision
Oder als Prozentsatz:
Marge % = ((Verkaufspreis - Zutatenkosten - Provision) / Verkaufspreis) × 100
💡 Beispiel:
Du verkaufst eine Pizza für €18,00 über Lieferando (25% Provision):
- Verkaufspreis: €18,00
- Zutatenkosten: €5,40
- Provision (25%): €4,50
Echte Marge: €18,00 - €5,40 - €4,50 = €8,10 (45%)
Unterschiedliche Provisionssätze pro Plattform
Jede Plattform berechnet andere Sätze. Das musst du wissen, um deine Marge richtig zu berechnen:
- Lieferando: 13-35% (je nach Vertrag und Services)
- Uber Eats: 15-30% Provision
- Deliveroo: 25-35% Provision
- Just Eat: 14-25% Provision
Achtung: Das sind die Gesamtkosten, einschließlich Zahlungsgebühren und Marketing-Gebühren.
💡 Beispiel Vergleich:
Dieselbe Pizza für €18,00 auf verschiedenen Plattformen:
- Lieferando (30%): €18 - €5,40 - €5,40 = €7,20 Marge
- Uber Eats (25%): €18 - €5,40 - €4,50 = €8,10 Marge
- Im Restaurant (0%): €18 - €5,40 = €12,60 Marge
Unterschied: €5,40 pro Pizza zwischen Plattform und Direktverkauf!
Wie du deine Preise für Plattformen anpasst
Viele Restaurants erhöhen ihre Preise auf Lieferplattformen, um die Provision auszugleichen. So berechnest du den richtigen Preis:
Plattformpreis = (Gewünschte Marge + Zutatenkosten) / (1 - Provisionssatz %)
💡 Beispiel Preisanpassung:
Du möchtest €8,10 Marge auf deiner Pizza mit €5,40 Zutatenkosten bei 25% Provision behalten:
- Gewünschter Ertrag: €8,10 + €5,40 = €13,50
- Plattformpreis: €13,50 / (1 - 0,25) = €18,00
Du behältst denselben Preis, aber deine Marge sinkt von 70% auf 45%.
Die Auswirkung auf deinen Gesamtgewinn
Lieferplattformen können rentabel sein, aber du musst die Zahlen genau verfolgen. Eine niedrigere Marge kann durch mehr Volumen kompensiert werden.
⚠️ Achtung:
Berechne, wie viele zusätzliche Bestellungen du brauchst, um dasselbe zu verdienen. Oft ist das mehr als du denkst.
Bei 30% Provision brauchst du 43% mehr Bestellungen, um denselben Gewinn wie beim Direktverkauf zu erzielen.
Tools, um das zu verfolgen
Die manuelle Verfolgung von Margen pro Plattform wird schnell komplex. Besonders wenn du unterschiedliche Provisionssätze hast und regelmäßig Preise änderst.
Ein System wie KitchenNmbrs kann pro Plattform deine echte Marge berechnen, damit du immer weißt, was du bei jeder Bestellung übrig behältst.
Wie berechnest du deine Marge mit Provision? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten pro Bestellung
Notiere deinen Verkaufspreis, Zutatenkosten und den Provisionssatz der Plattform. Überprüfe deinen Vertrag auf den genauen Prozentsatz einschließlich aller Gebühren.
Berechne die Provision in Euro
Multipliziere deinen Verkaufspreis mit dem Provisionssatz. Bei €20,00 Verkauf und 25% Provision zahlst du €5,00 an die Plattform.
Ziehe alle Kosten von deinem Verkaufspreis ab
Verkaufspreis minus Zutatenkosten minus Provision = deine echte Marge. Das ist, was du bei dieser Bestellung übrig behältst.
Berechne deinen Margenprozentsatz
Teile deine echte Marge durch deinen Verkaufspreis und multipliziere mit 100. So siehst du, welcher Prozentsatz deines Verkaufs du wirklich behältst.
Vergleiche mit Direktverkauf
Überprüfe dasselbe Gericht ohne Provision. So siehst du, wie viel die Plattformen dich kosten und ob das Volumen dies ausgleicht.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat deinen echten Provisionssatz auf deiner Rechnung. Plattformen berechnen manchmal zusätzliche Gebühren, die nicht in deinem Vertrag standen, wodurch deine Marge niedriger ausfällt als erwartet.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. auf die Provision zahlen?
Nein, die Provision ziehst du VOR der MwSt.-Berechnung ab. Du zahlst MwSt. auf deinen Verkaufspreis, die Plattform zahlt MwSt. auf ihre Provision.
Kann ich die Provision an den Kunden weitergeben?
Ja, viele Restaurants erhöhen ihre Preise auf Plattformen. Aber Achtung: Zu hohe Preise können Kunden abschrecken.
Welche Plattform hat die niedrigste Provision?
Das hängt von deinem Vertrag und deinem Standort ab. Lieferando kann ab 13% beginnen, wenn du viel Volumen hast, hat aber oft höhere Sätze für neue Restaurants.
Wie oft ändern Plattformen ihre Provision?
Normalerweise jährlich bei Vertragserneuerung. Einige Plattformen passen Marketing-Gebühren zwischenzeitlich an, also überprüfe regelmäßig deine Rechnungen.
Ist Lieferung mit 30% Provision noch rentabel?
Das hängt von deinen Kostensätzen und deinem Volumen ab. Bei 30% Lebensmittelkosten und 30% Provision behältst du 40% für Fixkosten und Gewinn.
Sollte ich unterschiedliche Preise pro Plattform haben?
Das darfst du, aber Kunden vergleichen Preise. Viele Restaurants wählen einen Plattformpreis, der höher liegt als ihr Restaurantpreis.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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