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📝 Grundwissen und Formeln · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge bei Liefermahlzeiten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Liefermahlzeiten haben andere Kostenstrukturen als Restaurant-Dining. Du hast es mit Verpackungskosten, Lieferkosten und oft niedrigeren Preisen zu tun. Dadurch sind deine Margen anders als du es gewohnt bist. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die echte Marge bei Liefermahlzeiten berechnest.

Was ist anders bei Liefermahlzeiten?

Bei der Lieferung hast du zusätzliche Kosten, die deine Marge drücken:

  • Verpackungsmaterial (Behälter, Besteck, Servietten)
  • Lieferkosten (eigener Fahrer oder Plattformgebühr)
  • Plattformprovisionen (Lieferando, Uber Eats)
  • Oft niedrigere Preise als im Restaurant

⚠️ Achtung:

Viele Restaurants vergessen die Verpackungskosten einzuberechnen. Ein Behälter, Deckel und Besteck kosten schnell €0,80 pro Bestellung.

Berechne deine Gesamtkosten pro Bestellung

Für eine korrekte Marge musst du alle Kosten addieren:

Gesamtkosten = Zutaten + Verpackung + Lieferung + Plattformgebühr

💡 Beispiel:

Pasta Carbonara Lieferung für €16,50:

  • Zutaten: €4,80
  • Verpackung: €0,75
  • Lieferkosten: €2,50
  • Plattformgebühr (15%): €2,48

Gesamtkosten: €10,53

Berechne deine Nettomarge

Deine Nettomarge ist das, was nach allen Kosten übrig bleibt:

Nettomarge € = Verkaufspreis - Gesamtkosten

Nettomarge % = (Nettomarge € / Verkaufspreis) × 100

💡 Beispiel:

Fortsetzung Pasta-Beispiel:

  • Verkaufspreis: €16,50
  • Gesamtkosten: €10,53
  • Nettomarge €: €5,97

Nettomarge %: 36,2%

Unterschied zur Restaurant-Marge

In deinem Restaurant würde dieselbe Pasta vielleicht €19,50 kosten mit nur €4,80 an Zutaten. Dann würde deine Marge sein:

  • Restaurant: (€19,50 - €4,80) / €19,50 = 75,4%
  • Lieferung: (€16,50 - €10,53) / €16,50 = 36,2%

Das ist ein enormer Unterschied. Deshalb musst du Lieferpreise anders berechnen als Restaurant-Preise.

⚠️ Achtung:

Eine Marge von 30-40% bei Lieferung ist normal. Erwarte nicht dieselben Margen wie in deinem Restaurant.

Verfolge alle Kosten

Für eine gute Margen-Analyse musst du alle Kosten erfassen:

  • Erstelle eine Liste aller Verpackungsmaterialien mit Preisen
  • Berechne deine durchschnittlichen Lieferkosten pro Bestellung
  • Überprüfe regelmäßig deine Plattformprovisionen
  • Aktualisiere Preise, wenn Kosten steigen

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du alle diese Kosten pro Gericht erfassen, sodass du immer deine echte Marge siehst.

💡 Beispiel Verpackungskosten:

Standard-Verpackung:

  • Behälter: €0,35
  • Deckel: €0,15
  • Besteck-Set: €0,20
  • Serviette: €0,05

Gesamt pro Bestellung: €0,75

Wie berechnest du die Marge bei Liefermahlzeiten? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kostensätze

Erstelle eine Liste der Zutatenkosten, Verpackungskosten pro Bestellung, Lieferkosten und Plattformprovisionen. Vergiss keinen Kostenpunkt.

2

Addiere alle Kosten

Zutaten + Verpackung + Lieferung + Plattformgebühr = Gesamtkosten pro Bestellung. Das ist dein echter Selbstkostenpreis für die Lieferung.

3

Berechne deine Nettomarge

Ziehe deine Gesamtkosten von deinem Verkaufspreis ab. Teile das Ergebnis durch deinen Verkaufspreis und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.

4

Vergleiche mit deiner Zielspanne

Eine gesunde Marge bei Lieferung liegt zwischen 30-40%. Liegt du darunter? Dann musst du deine Preise erhöhen oder Kosten senken.

5

Aktualisiere regelmäßig

Plattformprovisionen und Verpackungskosten ändern sich. Überprüfe monatlich, ob deine Berechnung noch stimmt und passe Preise bei Bedarf an.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Marge bei deinen 5 meistverkauften Liefergerichten. Wenn diese stimmen, hast du 80% deines Liefergewinns unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist meine Liefermarge so viel niedriger als in meinem Restaurant?

Lieferung hat zusätzliche Kosten: Verpackung, Lieferung und Plattformprovisionen. Diese können 20-30% deines Umsatzes aufzehren, während du im Restaurant nur Zutatenkosten hast.

Muss ich MwSt. in meine Margenberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne MwSt. Dein Verkaufspreis von €16,50 inkl. 9% MwSt. ist €15,14 ohne MwSt. Verwende diese €15,14 in deiner Berechnung.

Wie berechne ich Plattformprovisionen pro Bestellung?

Multipliziere deinen Verkaufspreis mit dem Provisionsprozentsatz. Bei 15% Provision auf €16,50 zahlst du €2,48 an die Plattform. Ziehe das von deinem Umsatz ab.

Was ist eine gesunde Marge bei Liefermahlzeiten?

Zwischen 30-40% ist normal für Lieferung. Das ist viel niedriger als Restaurant-Margen, aber die zusätzlichen Kosten machen dies unvermeidlich.

Soll ich Verpackungskosten pro Gericht oder pro Bestellung berechnen?

Pro Bestellung ist praktischer. Eine Bestellung mit 3 Gerichten verwendet normalerweise 1 Tasche und 1 Besteck-Set. Verteile diese Kosten auf den Gesamtbetrag.

Wie oft sollte ich meine Liefermargen überprüfen?

Mindestens monatlich. Plattformprovisionen können sich ändern und Verpackungskosten steigen regelmäßig. Eine Erhöhung um €0,10 pro Behälter kostet dich hunderte Euro pro Monat.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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