Lebensmittelkostenquoten variieren je nach Betriebstyp, liegen aber meist zwischen 25% und 35%. Viele Restaurantbetreiber wissen nicht, was normal ist und denken, dass sie gut dastehen, während sie eigentlich zu viel für Zutaten ausgeben. In diesem Artikel siehst du, welche Quoten je nach Gastronomietyp üblich sind.
Übliche Lebensmittelkostenquoten je nach Betriebstyp
Die Lebensmittelkostenquote unterscheidet sich je nach Restauranttyp. Eine Pizzeria hat andere Margen als ein Fine-Dining-Restaurant. Hier sind die üblichen Spannweiten:
? Beispiel:
Eine Bistro verkauft ein Steak für €32,00 (inkl. 19% MwSt.):
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €26,89
- Zutatenkosten: €9,50
- Lebensmittelkosten: (€9,50 / €26,89) × 100 = 35,3%
Dies liegt innerhalb der üblichen Spannweite für Bistros (25-32%).
- Fine Dining: 28-35% - Hochwertigere Zutaten, mehr Garnitur
- Casual Dining: 28-35% - Vergleichbar mit Fine Dining
- Bistro/Brasserie: 25-32% - Einfachere Zubereitung, weniger Garnitur
- Fast Casual: 25-30% - Effiziente Beschaffung, Standard-Portionen
- Pizzeria: 20-28% - Günstigere Basiszutaten (Teig, Käse, Tomate)
- Café-Speisen: 25-35% - Unterschiedliche Qualität, oft Convenience-Produkte
- Lieferung/Delivery: 28-35% - Höhere Verpackungskosten
Warum diese Unterschiede bestehen
Die Unterschiede in den Lebensmittelkostenquoten entstehen durch verschiedene Faktoren:
? Beispiel Pizzeria vs. Fine Dining:
Pizza Margherita vs. Seebarsch-Filet:
- Pizza: €2,50 Zutaten auf €12,00 = 20,8% Lebensmittelkosten
- Seebarsch: €12,00 Zutaten auf €38,00 = 31,6% Lebensmittelkosten
Die Pizza verwendet günstige Basiszutaten, der Seebarsch frischen Fisch mit umfangreicher Garnitur.
- Zutatenkosten: Frischer Fisch kostet mehr als Teig und Tomate
- Zubereitungszeit: Komplexere Gerichte haben mehr Garnitur
- Schnittabfall: Ganzer Fisch hat 40-50% Abfall, Pizza-Zutaten fast keinen
- Verkaufspreise: Fine Dining kann höhere Preise verlangen
Was du tun kannst, wenn deine Lebensmittelkosten zu hoch sind
Wenn du über 35% kommst, machst du wahrscheinlich Verlust. Das kannst du tun:
⚠️ Achtung:
Eine Lebensmittelkostenquote von 40% bedeutet, dass dir nur 60% für alle anderen Kosten (Personal, Miete, Energie) und Gewinn bleibt. Das ist oft zu wenig.
- Überprüfe deine Portionsgrößen: Gibst du mehr als nötig?
- Berechne deine Preise neu: Sind Lieferanten teurer geworden?
- Schau auf Schnittabfall: Rechne Abfall und Verlust in deine Kosten ein
- Analysiere deine Top-Seller: Konzentriere dich zuerst auf deine meistverkauften Gerichte
? Beispiel Verbesserung:
Restaurant mit €500.000 Jahresumsatz senkt Lebensmittelkosten von 38% auf 32%:
- Unterschied: 6 Prozentpunkte
- Einsparung: 0,06 × €500.000 = €30.000 pro Jahr
Das sind €2.500 extra pro Monat durch bessere Kontrolle.
Wie du deine Lebensmittelkosten verfolgst
Viele Unternehmer schätzen ihre Lebensmittelkosten, aber das geht oft schief. So verfolgst du sie genau:
- Berechne jede Woche: Überprüfe deine 5 meistverkauften Gerichte
- Zähle alles: Auch Garnitur, Saucen, Öl und Butter
- Rechne ohne MwSt.: Teile Zutatenkosten durch Verkaufspreis ohne MwSt.
- Aktualisiere bei Preisänderungen: Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Preise
Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du direkt deine Lebensmittelkosten pro Gericht und erhältst eine Benachrichtigung, wenn Lieferanten ihre Preise erhöhen.
Wie berechnest du deine Lebensmittelkostenquote?
Sammle alle Zutatenkosten
Addiere, was alle Zutaten für eine Portion kosten. Vergiss nicht Garnitur, Saucen, Öl und Dekoration. Das sind oft die vergessenen Kosten, die deine Lebensmittelkosten höher machen als du denkst.
Bestimme deinen Verkaufspreis ohne MwSt.
Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive MwSt. Teile durch 1,19 für 19% MwSt. Beispiel: €32,00 inkl. MwSt. wird €26,89 ohne MwSt.
Berechne die Lebensmittelkostenquote
Nutze die Formel: (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100. Ein Ergebnis zwischen 25-35% ist für die meisten Restaurants gesund.
✨ Pro tip
Konzentriere dich zuerst auf deine 5 meistverkauften Gerichte. Wenn diese eine gesunde Lebensmittelkostenquote haben, hast du 80% deines Problems gelöst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gute Lebensmittelkostenquote für mein Restaurant?
Muss ich MwSt. in meine Lebensmittelkostenberechnung einbeziehen?
Wie oft sollte ich meine Lebensmittelkosten überprüfen?
Was ist, wenn meine Lebensmittelkosten über 35% liegen?
Warum haben Pizzerien eine niedrigere Lebensmittelkostenquote als Restaurants?
Kann ich meine Lebensmittelkosten schätzen, ohne zu rechnen?
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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