Foodcost in einem Lunchgeschäft liegt normalerweise zwischen 25% und 32%, niedriger als in Restaurants, da Lunch oft einfacher ist. Viele Lunchgeschäfte schätzen dies, aber dadurch...
Foodcost in einem Lunchgeschäft liegt normalerweise zwischen 25% und 32%, niedriger als in Restaurants, da die Gerichte meist weniger komplex sind. Viele Lunchgeschäfte schätzen dies, aber dadurch verschwinden hunderte Euro, ohne dass du es merkst. In diesem Artikel lernst du, welche normalen Foodcost-Prozentsätze sind und wie du deine berechnet.
Normale Foodcost-Prozentsätze für Lunchgeschäfte
Lunchgeschäfte haben oft eine niedrigere Foodcost als Restaurants, da die Gerichte meist weniger komplex sind. Hier sind gängige Prozentsätze:
- Brötchen und Sandwiches: 20-28%
- Salate: 25-32%
- Suppen: 15-25%
- Warme Lunchgerichte: 28-35%
- Pasta: 18-28%
- Quiches und herzhafte Kuchen: 25-32%
💡 Beispiel:
Ein Club-Sandwich für €12,50 inkl. 9% VAT:
- Verkaufspreis exkl. VAT: €11,47
- Zutaten: €3,20
- Foodcost: (€3,20 / €11,47) × 100 = 27,9%
Das passt schön in die 20-28%-Range für Brötchen.
Warum Lunchgeschäfte niedrigere Foodcost haben können
Lunch hat oft Vorteile gegenüber Dinner:
- Einfachere Gerichte: Weniger Zutaten, weniger Bearbeitungszeit
- Weniger Fleisch: Fleisch ist oft die teuerste Zutat
- Mehr Brot und Gemüse: Relativ günstige Basiszutaten
- Standardportionen: Leichter zu kontrollieren als à la carte
- Weniger Garnitur: Einfachere Präsentation
💡 Beispielvergleich:
Lunch: Caesarsalat für €9,50
- Salat, Croutons, Dressing, Käse: €2,40
- Foodcost: 28%
Dinner: Steak für €28,00
- Fleisch, Gemüse, Sauce, Garnitur: €8,50
- Foodcost: 33%
Wie du deine eigene Foodcost berechnest
Für jedes Lunchitem brauchst du diese Formel:
Foodcost % = (Zutatenkosten / Verkaufspreis exkl. VAT) × 100
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit dem Preis OHNE VAT. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 9% VAT für Lebensmittel.
Addiere zu den Zutatenkosten auch:
- Brot, Saucen, Garnitur
- Öl und Butter zum Braten
- Gewürze und Kräuter
- Alles, was auf den Teller kommt
💡 Beispielberechnung:
Schinken-Käse-Toast für €6,50 inkl. VAT:
- Verkaufspreis exkl. VAT: €6,50 / 1,09 = €5,96
- Brot: €0,40
- Schinken: €0,80
- Käse: €0,60
- Butter: €0,15
- Gesamtzutaten: €1,95
Foodcost: (€1,95 / €5,96) × 100 = 32,7%
Was, wenn deine Foodcost zu hoch ist
Wenn du über 35% kommst, verlierst du wahrscheinlich Geld. Das kannst du tun:
- Portionen kontrollieren: Gibst du zu viel? Wiege mal nach
- Preise erhöhen: Kleine Erhöhungen fallen oft nicht auf
- Günstigere Alternativen: Anderer Lieferant oder Zutat
- Menü anpassen: Fokus auf rentable Artikel
⚠️ Achtung:
Überprüfe regelmäßig deine Einkaufspreise. Lieferanten erhöhen oft Preise, aber du vergisst, deine Speisekarte anzupassen.
Auswirkung von Foodcost auf deinen Gewinn
Jeder Prozentpunkt Foodcost kostet dich direkt Gewinn. Bei einem Lunchgeschäft mit €200.000 Jahresumsatz:
- 30% Foodcost: €60.000 für Zutaten
- 35% Foodcost: €70.000 für Zutaten
- Unterschied: €10.000 pro Jahr weniger Gewinn
Das sind fast €200 pro Woche, die verschwinden, ohne dass du es merkst.
Digitale Hilfe bei der Kostenkalkulation
Viele Lunchgeschäfte arbeiten noch mit Excel oder schätzen Kostpreise. Das kostet Zeit und führt zu Fehlern. Eine App wie KitchenNmbrs berechnet automatisch deine Foodcost pro Gericht, damit du sofort siehst, welche Artikel rentabel sind.
So kannst du schnell reagieren, wenn Lieferanten ihre Preise erhöhen, ohne dass du selbst rechnen musst.
Wie berechnest du Foodcost für dein Lunchgeschäft? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Zutatenprise
Erstelle eine Liste aller Zutaten pro Gericht, einschließlich Brot, Saucen und Garnitur. Notiere den Einkaufspreis pro Kilo oder pro Stück von deinem Lieferanten.
Berechne die Menge pro Portion
Wiege oder miss, wie viel du pro Portion verwendest. Eine Scheibe Schinken von 25 Gramm, einen Löffel Mayonnaise von 15 Gramm, etc. Sei präzise, kleine Unterschiede addieren sich.
Berechne die Kosten pro Portion
Multipliziere Menge × Preis pro Gramm/Stück für jede Zutat. Addiere alle Zutatenkosten zusammen für die Gesamtkostpreis des Gerichts.
Berechne den Foodcost-Prozentsatz
Teile Zutatenkosten durch Verkaufspreis exkl. VAT und multipliziere mit 100. Für ein Gericht von €8,50 inkl. VAT: €8,50 / 1,09 = €7,80 exkl. VAT.
Vergleiche mit normalen Prozentsätzen
Überprüfe, ob deine Foodcost im normalen Bereich liegt: 20-28% für Brötchen, 25-32% für Salate. Über 35% bedeutet normalerweise Verlust bei diesem Gericht.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Foodcost bei deinen 5 meistverkauften Lunchartikeln. Wenn diese schön unter 32% liegen, hast du 80% deines Gewinnproblems gelöst. Konzentriere dich zuerst darauf.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich VAT in meine Foodcost-Berechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer mit dem Verkaufspreis OHNE VAT. Für Lebensmittel sind das 9% VAT. Ein Gericht von €10,90 inkl. VAT ist €10,00 exkl. VAT für deine Berechnung.
Was ist eine gefährlich hohe Foodcost für Lunch?
Über 35% wird gefährlich, besonders für einfache Lunchgerichte. Dann verlierst du wahrscheinlich Geld bei diesem Artikel, es sei denn, deine anderen Kosten sind extrem niedrig.
Wie oft sollte ich meine Foodcost überprüfen?
Überprüfe mindestens monatlich deine meistverkauften Gerichte. Lieferanten erhöhen regelmäßig Preise, daher kann deine Foodcost heimlich steigen, ohne dass du es merkst.
Warum haben Suppen so eine niedrige Foodcost?
Suppen bestehen hauptsächlich aus Wasser, Gemüse und Gewürzen - relativ günstige Zutaten. Plus du kannst große Mengen auf einmal machen, was effizient ist.
Muss ich Verschwendung in meine Foodcost einrechnen?
Ja, rechne immer mit deinem tatsächlichen Verbrauch. Wenn du 10% Salat wegen Verwelkung wegwirfst, dann ist deine tatsächliche Salat-Kostpreis 10% höher als dein Einkaufspreis.
Kann ich Foodcost schätzen, ohne zu rechnen?
Schätzen geht normalerweise schief. Kleine Unterschiede in Portionen oder Preisen addieren sich zu hunderten Euro pro Monat. Besser, es einmal richtig auszurechnen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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