Einwegboxen und Behälter kosten mehr als du denkst. Viele Unternehmer vergessen Verpackungskosten in ihre Kalkulation einzubeziehen, wodurch sie unbewusst Geld verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du genau berechnest, was jede Verpackung pro Gericht kostet.
Warum Verpackungskosten einbeziehen?
Bei Lieferung und Abholung sind Verpackungen genauso wichtig wie Zutaten. Eine Box von €0,35 scheint wenig, aber bei 100 Portionen pro Woche kostet dich das €1.820 pro Jahr. Das musst du in deinem Verkaufspreis wieder einnehmen.
⚠️ Achtung:
Verpackungskosten zählen zu deinem Lebensmittelkostenanteil. Ein Gericht mit 28% Lebensmittelkosten kann auf 32% ansteigen, wenn du die Verpackung einrechnest.
Welche Verpackungskosten musst du einrechnen?
Addiere alles, was zu einer Bestellung gehört:
- Hauptbehälter oder Box
- Deckel (falls separat geliefert)
- Saucenbehälter
- Besteck (Kunststoffgabeln, Löffel)
- Servietten
- Tragetaschen
- Verschlussetiketten
Vergiss auch die kleinen Dinge nicht. Eine Serviette kostet €0,02, eine Kunststoffgabel €0,04. Bei großen Mengen summiert sich das.
💡 Beispiel Verpackungskosten pro Bestellung:
Pasta Carbonara zur Lieferung:
- Aluminiumbehälter: €0,28
- Kartondeckel: €0,12
- Saucenbehälter (Parmesan): €0,08
- Kunststoffgabel: €0,04
- Serviette: €0,02
- Tragetasche: €0,06
Gesamte Verpackung: €0,60
Verschiedene Arten von Verpackungen
Die Wahl der Verpackung beeinflusst deine Kosten:
- Kunststoffbehälter: €0,15 - €0,35 pro Stück
- Kartonboxen: €0,25 - €0,50 pro Stück
- Aluminiumbehälter: €0,20 - €0,40 pro Stück
- Nachhaltige Verpackung: €0,40 - €0,80 pro Stück
Nachhaltige Verpackung kostet mehr, aber viele Kunden schätzen das. Du kannst das in deinem Verkaufspreis weitergeben.
💡 Kostenbeispiel pro Jahr:
Restaurant mit 80 Lieferungen pro Woche:
- Günstige Verpackung (€0,35): €1.456 pro Jahr
- Nachhaltige Verpackung (€0,65): €2.704 pro Jahr
- Unterschied: €1.248 pro Jahr
Das sind €0,30 extra pro Bestellung, die du in deinem Preis einkalkulieren musst.
Auswirkung auf deinen Lebensmittelkostenanteil
Verpackungskosten erhöhen deine gesamten Lebensmittelkosten. Rechne das in deine Kalkulation ein:
Neue Lebensmittelkostenformel:
(Zutatenkosten + Verpackungskosten) / Verkaufspreis ohne MwSt. × 100
💡 Lebensmittelkostenberechnung mit Verpackung:
Pasta Carbonara €16,50 (inkl. 9% MwSt.):
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €15,14
- Zutatenkosten: €4,20
- Verpackungskosten: €0,60
- Gesamtkosten: €4,80
Lebensmittelkosten: (€4,80 / €15,14) × 100 = 31,7%
Wie oft du Verpackungspreise überprüfen solltest
Verpackungspreise ändern sich häufiger als du denkst. Überprüfe deine Einkaufspreise mindestens alle 3 Monate. Besonders Karton und Kunststoff schwanken durch Rohstoffpreise.
Viele Lieferanten erhöhen ihre Preise stillschweigend. Wenn du das nicht in deinen Preis einrechnest, verlierst du Marge, ohne es zu bemerken.
Wie berechnest du Verpackungskosten pro Gericht?
Erstelle eine Liste aller Verpackungen
Schreibe auf, was du pro Bestellung verwendest: Behälter, Deckel, Saucenbehälter, Besteck, Servietten, Tasche. Zähle auch kleine Artikel wie Etiketten und Servietten mit.
Suche den Einkaufspreis pro Stück auf
Überprüfe deine Rechnungen oder frag deinen Lieferanten. Teile den Gesamtpreis durch die Anzahl der Stücke. Eine Schachtel mit 500 Behältern für €140 = €0,28 pro Behälter.
Addiere alle Verpackungskosten pro Gericht
Summiere alle einzelnen Kosten: Behälter + Deckel + Saucenbehälter + Besteck + Serviette + Tasche. Das ist dein Verpackungskostensatz pro Portion.
Rechne Verpackungskosten in deine Lebensmittelkosten ein
Verwende die Formel: (Zutaten + Verpackung) / Verkaufspreis ohne MwSt. × 100. Das gibt dir deinen echten Lebensmittelkostenanteil inklusive Verpackung.
✨ Pro tip
Überprüfe deine 5 meistverkauften Gerichte für Lieferung. Wenn die Verpackungskosten mehr als 3% deines Verkaufspreises ausmachen, erwäge günstigere Alternativen oder rechne es in deinen Menüpreis ein.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich Verpackungskosten in meine Lebensmittelkosten einrechnen?
Ja, absolut. Verpackungskosten sind direkte Kosten pro Gericht, genau wie Zutaten. Wenn du sie nicht einrechnest, stimmt dein Lebensmittelkostenanteil nicht.
Was kostet ein durchschnittlicher Einwegbehälter?
Kunststoffbehälter kosten €0,15-€0,35, Kartonboxen €0,25-€0,50, Aluminiumbehälter €0,20-€0,40. Nachhaltige Verpackung kostet €0,40-€0,80 pro Stück.
Wie oft sollte ich Verpackungspreise überprüfen?
Überprüfe deine Einkaufspreise mindestens alle 3 Monate. Verpackungspreise schwanken durch Rohstoffkosten und Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Tarife.
Kann ich Verpackungskosten an Kunden weitergeben?
Ja, Verpackungskosten gehören zu deiner Kalkulation und müssen in deinem Verkaufspreis eingerechnet werden. Viele Restaurants berechnen €0,50-€1,00 extra für Lieferung/Abholung.
Welche Verpackungskosten vergesse ich oft?
Kleine Artikel wie Servietten (€0,02), Kunststoffbesteck (€0,04), Etiketten (€0,01) und Tragetaschen (€0,06). Diese scheinen wenig, aber summieren sich bei großen Mengen erheblich auf.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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