Die Marge bei Kaffee bestimmt, ob deine Specialty-Coffee-Bar rentabel läuft. Viele Kaffeebars konzentrieren sich auf Qualität, vergessen aber die Zahlen, weshalb sie trotz voller Lokale wenig übrig haben. In diesem Artikel lernst du, was eine gesunde Marge ist und wie du sie berechnest.
Was ist eine gesunde Kaffee-Marge?
Eine gesunde Marge bei Specialty-Kaffee liegt zwischen 65% und 75%. Das bedeutet, dass deine Kosten (Kaffeebohnen, Milch, Zucker) maximal 25-35% deines Verkaufspreises ausmachen dürfen.
? Beispiel Cappuccino:
Cappuccino für €3,50 (inkl. 19% MwSt.):
- Verkaufspreis exkl. MwSt.: €3,21
- Kaffeebohnen (18g): €0,45
- Milch (120ml): €0,18
- Zucker/Extras: €0,05
Gesamtkosten: €0,68 = 21% von €3,21 = 79% Marge
Warum Specialty-Kaffee andere Margen hat
Specialty-Kaffee kann höhere Margen erreichen als normale Gastronomie, weil:
- Kunden zahlen Premium für Qualität
- Weniger Personal nötig als bei vollständiger Bedienung
- Höhere Umschlaggeschwindigkeit (Kunden bleiben kürzer)
- Niedrigere Lebensmittelkosten durch Fokus auf Getränke
⚠️ Achtung:
Berechne deine Marge immer exkl. MwSt. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 19% MwSt.
Kostenkalkulation pro Kaffeesorte
Verschiedene Kaffegetränke haben unterschiedliche Margen:
? Beispiel verschiedene Getränke:
- Espresso (€2,50): Kosten €0,45 = 18% = 82% Marge
- Cappuccino (€3,50): Kosten €0,68 = 21% = 79% Marge
- Flat White (€4,00): Kosten €0,85 = 23% = 77% Marge
- Cold Brew (€4,50): Kosten €0,95 = 23% = 77% Marge
Faktoren, die deine Marge beeinflussen
Deine Kaffee-Marge hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Bohneneinkaufspreis: €20-35 pro Kilo für Specialty
- Milchpreis: €0,80-1,20 pro Liter je nach Bio/Hafer/Standard
- Portionsgröße: 18-22g Bohnen pro Espresso-Shot
- Milchverbrauch: 120-180ml für Cappuccino
- Verschwendung: falsch gezogene Shots, weggeworfene Milch
? Berechnung Bohneneinkaufspreis:
Specialty-Bohnen €28/kg:
- 1 kg = 1000g
- 18g pro Espresso = 55 Shots pro kg
- Kosten pro Shot: €28 ÷ 55 = €0,51
Achtung: Rechne Verschwendung dazu (5-10% extra).
Wenn deine Marge zu niedrig ist
Wenn du unter 65% Marge liegst, sind das meist die Gründe:
- Zu großzügige Portionen (mehr als 20g Bohnen pro Shot)
- Zu viel Milch in Cappuccinos
- Viel Verschwendung durch unerfahrene Baristas
- Zu niedrige Verkaufspreise für die Qualität
- Teure Specialty-Milchalternativen ohne Aufpreis
So optimierst du deine Marge
Erhöhe deine Kaffee-Marge mit diesen Schritten:
- Messe deine Portionen: Wiege Kaffeebohnen und messe Milch
- Trainiere dein Team: Konsistente Zubereitung = weniger Verschwendung
- Berechne alle Kosten: Auch Zucker, Sirup, Extras
- Passe Preise an: Premium-Qualität rechtfertigt Premium-Preis
- Biete Alternativen: Hafermilch für €0,50 extra
Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, alle Ingredienzenkosten zu verfolgen und deine Marge pro Getränk automatisch zu berechnen, damit du immer weißt, ob du rentabel bist.
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Wie berechnest du deine Kaffee-Marge? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten pro Getränk
Addiere alle Zutaten: Kaffeebohnen (wiege 1 Portion), Milch (messe Volumen), Zucker, Sirup, Extras. Rechne auch 5-10% Verschwendung für falsch gezogene Shots ein.
Berechne Verkaufspreis exkl. MwSt.
Teile deinen Speisekartpreis durch 1,19 um den Preis exkl. MwSt. zu erhalten. Beispiel: €3,50 ÷ 1,19 = €2,94 exkl. MwSt.
Berechne dein Marge-Prozentsatz
Formel: (Verkaufspreis exkl. MwSt. - Kosten) ÷ Verkaufspreis exkl. MwSt. × 100. Eine gesunde Marge liegt zwischen 65-75% für Specialty-Kaffee.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Marge bei deinen 3 meistverkauften Kaffegetränken. Wenn diese stimmen, hast du 80% deines Kaffee-Umsatzes optimiert.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine normale Marge bei normalem Filterkaffee?
Muss ich MwSt. in meine Margeberechnung einbeziehen?
Wie oft sollte ich meine Kaffeepreise anpassen?
Was wenn Kunden sich über Preiserhöhungen beschweren?
Wie verhindere ich zu viel Verschwendung bei Kaffee?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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