Ein Food Truck hat Fixkosten, die jeden Tag gedeckt werden müssen, unabhängig davon, wie viel du verkaufst. Viele Food-Truck-Unternehmer schätzen ihren Break-Even-Punkt, wodurch sie unbewusst Geld an ruhigen Tagen verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du deinen minimalen Tagesumsatz berechnest, um alle Kosten zu decken.
Warum ein Mindestumsatz entscheidend ist
Dein Food Truck hat Kosten, auch wenn du nichts verkaufst. Miete für den Standplatz, Benzin, Versicherungen, verderbliche Zutaten. Wenn du nicht weißt, was du mindestens umsetzen musst, arbeitest du vielleicht umsonst.
⚠️ Achtung:
Viele Food-Truck-Besitzer rechnen nur mit Zutatenkosten und vergessen Fixkosten. Dann sieht es so aus, als wäre jeder verkaufte Artikel Gewinn, aber am Ende des Tages bleibt nichts übrig.
Alle Fixkosten pro Tag
Erstelle zunächst eine Liste aller Kosten, die du hast, unabhängig von deinem Umsatz:
- Standplatzmiete: €50-150 pro Tag (abhängig vom Standort)
- Benzin: €20-40 pro Tag (Hin- und Rückfahrt + Generator)
- Versicherungen: €8-15 pro Tag (umgerechnet vom Jahrespreis)
- Abschreibung Truck: €30-80 pro Tag (abhängig vom Kaufpreis)
- Genehmigungen: €5-20 pro Tag (umgerechnet von Jahr- oder Monatskosten)
- Mobile Kosten: €3-8 pro Tag (Kartenterminal, Telefon, Internet)
💡 Beispiel:
Food Truck mit durchschnittlichen Kosten:
- Standplatz: €80
- Benzin: €30
- Versicherungen: €12
- Abschreibung: €50
- Genehmigungen: €10
- Sonstige Kosten: €18
Gesamte Fixkosten pro Tag: €200
Berechne deinen Mindestumsatz
Jetzt, da du deine Fixkosten kennst, kannst du ausrechnen, was du mindestens umsetzen musst. Du hast auch noch variable Kosten (Zutaten, Verpackung), die mit deinem Verkauf einhergehen.
Formel:
Mindestumsatz = Fixkosten / (1 - Variable Kosten %)
Der Prozentsatz der variablen Kosten ist deine gesamte Foodcost einschließlich Verpackung. Bei Food Trucks liegt dies normalerweise zwischen 35-45% aufgrund der Verpackungskosten.
💡 Beispielberechnung:
Fixkosten: €200 pro Tag
Variable Kosten: 40% (Essen + Verpackung)
Mindestumsatz = €200 / (1 - 0,40) = €200 / 0,60 = €333 pro Tag
Alles, was du über €333 umsetzt, ist echter Gewinn.
Übersetze in Anzahl der Verkäufe
Ein Betrag ist abstrakt. Übersetze deinen Mindestumsatz in die Anzahl der Artikel, die du verkaufen musst. Dann weißt du während des Tages, ob du auf Kurs bist.
- Durchschnittlichen Bonwert berechnen
- Mindestumsatz durch Bonwert teilen
- Verteilung über Öffnungszeit
💡 Praktisches Beispiel:
Mindestumsatz: €333
Durchschnittlicher Bonwert: €12
Öffnungszeit: 8 Stunden pro Tag
Mindestanzahl Kunden: €333 / €12 = 28 Kunden
Pro Stunde: 28 / 8 = 3,5 Kunden pro Stunde
Wenn du nach 4 Stunden noch keine 14 Kunden hattest, liegst du unter deinem Minimum.
Jahreszeiten und Wetterbedingungen
Food Trucks sind anfällig für Wetter und Jahreszeiten. Berechne daher auch dein Minimum für verschiedene Szenarien:
- Spitzentag (Sommer, Veranstaltung): Mache extra Gewinn für schlechtere Tage
- Durchschnittlicher Tag: Dein Standard-Minimum
- Schlechter Tag (Regen, Winter): Manchmal besser, geschlossen zu bleiben
⚠️ Achtung:
Wenn du regelmäßig unter deinem Minimum liegst, sind deine Fixkosten für diesen Standort zu hoch. Suche einen günstigeren Standplatz oder erhöhe deinen durchschnittlichen Bonwert.
Nachverfolgung und Anpassung
Verfolge deine täglichen Ergebnisse und vergleiche sie mit deinem Minimum. So erkennst du Muster und kannst anpassen:
- Welche Tage/Standorte erreichen das Minimum nicht?
- Wann machst du den meisten Gewinn über deinem Minimum?
- Wie beeinflusst das Wetter deinen Umsatz?
- Welche Menüpunkte haben die höchste Marge?
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du deine Foodcost pro Gericht nachverfolgen und automatisch deinen Break-Even-Punkt für verschiedene Szenarien berechnen.
Wie berechnest du deinen Mindestumsatz? (Schritt für Schritt)
Liste alle Fixkosten pro Tag auf
Notiere Standplatzmiete, Benzin, Versicherungen, Abschreibung Truck, Genehmigungen und sonstige Kosten. Rechne Jahreskosten in Tagesbeträge um, indem du durch 365 teilst. Addiere alles für deine gesamten Fixkosten pro Tag.
Bestimme deinen Prozentsatz der variablen Kosten
Berechne deine durchschnittliche Foodcost einschließlich Verpackung über alle deine Menüpunkte. Bei Food Trucks liegt dies normalerweise zwischen 35-45%. Zähle Zutaten, Verpackung, Servietten und Saucen alles mit.
Berechne deinen Mindestumsatz
Verwende die Formel: Fixkosten / (1 - Variable Kosten %). Zum Beispiel €200 Fixkosten und 40% variable Kosten = €200 / 0,60 = €333 Mindestumsatz pro Tag.
Übersetze in Anzahl der Kunden
Teile deinen Mindestumsatz durch deinen durchschnittlichen Bonwert. So weißt du, wie viele Kunden du mindestens brauchst. Verteile dies über deine Öffnungszeit, um pro Stunde zu wissen, wo du stehen musst.
✨ Pro tip
Verfolge nicht nur deinen Gesamtumsatz, sondern auch deinen Umsatz pro Stunde. So siehst du, welche Zeiträume am meisten bringen, und kannst deine Öffnungszeiten für maximalen Gewinn optimieren.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist, wenn ich meinen Mindestumsatz regelmäßig nicht erreiche?
Dann sind deine Fixkosten für diesen Standort zu hoch oder deine Preise zu niedrig. Suche einen günstigeren Standplatz, erhöhe deine Preise oder füge beliebte Artikel mit höheren Margen hinzu.
Sollte ich meinen eigenen Lohn in den Fixkosten einrechnen?
Ja, rechne mindestens €100-150 pro Tag für deine eigene Arbeit ein. Sonst arbeitest du umsonst und kannst keine Rücklagen für Reparaturen oder Ersatz aufbauen.
Wie oft sollte ich meinen Mindestumsatz neu berechnen?
Überprüfe monatlich, ob deine Kosten noch stimmen. Benzinpreise, Miete und Zutatenkosten ändern sich regelmäßig. Passe dein Minimum an, sobald Kosten strukturell steigen.
Was ist, wenn das Wetter schlecht ist und ich mein Minimum nicht erreiche?
Ein schlechter Tag ist kein Problem, wenn du an guten Tagen mehr verdienst. Mache ein Wochenbudget: Kompensiere schlechtere Tage mit besseren Tagen. Bei strukturell schlechtem Wetter erwägst du andere Standorte.
Sollte ich VAT in meine Mindestumsatz-Berechnung einbeziehen?
Rechne immer mit Beträgen ohne VAT. Die VAT, die du einnimmst, musst du an die Steuerbehörde abführen, das ist kein Umsatz für dich. €121 inkl. VAT ist €100 echter Umsatz.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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