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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie bestimme ich, welche Produkte auf meiner Speisekarte Gewinnbringer sein sollten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Gewinnbringer sind die Gerichte, die das meiste Geld einbringen und dein Restaurant am Laufen halten. Viele Restaurants raten, welche Gerichte das sind, aber das führt zu verpassten Chancen. Mit der richtigen Analyse weißt du genau, welche Produkte Gewinn machen und wie du sie strategisch einsetzen kannst.

Was sind Gewinnbringer und warum sind sie entscheidend?

Gewinnbringer sind Gerichte, die nicht nur beliebt sind, sondern auch viel Gewinn bringen. Es geht nicht um das teuerste Gericht auf deiner Speisekarte, sondern um die beste Kombination aus Beliebtheit und Rentabilität.

💡 Beispiel:

Restaurant mit 3 beliebten Gerichten:

  • Steak: €32, Lebensmittelkosten 35%, 80x pro Woche verkauft
  • Pasta: €16, Lebensmittelkosten 22%, 120x pro Woche verkauft
  • Fisch: €28, Lebensmittelkosten 28%, 60x pro Woche verkauft

Die Pasta ist hier der Gewinnbringer: niedrigste Lebensmittelkosten und höchste Verkaufszahlen.

Die 4-Quadranten-Analyse für Gewinnbringer

Teile deine Gerichte nach Beliebtheit und Rentabilität ein. Das ergibt 4 Kategorien:

  • Stars: Beliebt + rentabel (deine Gewinnbringer)
  • Plowhorses: Beliebt aber wenig Gewinn (anpassen oder Preis erhöhen)
  • Puzzles: Wenig Verkauf aber rentabel (mehr bewerben)
  • Dogs: Wenig Verkauf + wenig Gewinn (erwägen zu streichen)

⚠️ Achtung:

Schau auf den absoluten Gewinn pro Gericht, nicht nur auf den Lebensmittelkostenanteil. Ein Gericht mit 30% Lebensmittelkosten, das €20 kostet, bringt mehr ein als ein Gericht mit 25% Lebensmittelkosten, das €12 kostet.

Berechnung der Rentabilität pro Gericht

Für jedes Gericht berechnest du den absoluten Gewinn pro Portion:

Absoluter Gewinn = Verkaufspreis (ohne MwSt.) - Lebensmittelkosten

💡 Beispielberechnung:

Risotto verkauft für €18,50 (inkl. 9% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €18,50 / 1,09 = €16,97
  • Lebensmittelkosten: €4,80
  • Absoluter Gewinn: €16,97 - €4,80 = €12,17

Bei 80 Portionen pro Woche: 80 × €12,17 = €973 Gewinn pro Woche nur von diesem Gericht.

Beliebtheit messen: Verkaufszahlen analysieren

Hole aus deinem Kassensystem, wie viel von jedem Gericht du pro Woche verkaufst. Ordne sie von hoch zu niedrig. Die Top 20% deiner Gerichte nach Verkauf sind deine beliebten Artikel.

  • Zähle Verkäufe über mindestens 4 Wochen für ein zuverlässiges Bild
  • Berücksichtige Jahreszeiten (Sommersalate vs. Wintersuppen)
  • Beobachte Trends: Steigen oder fallen die Verkaufszahlen?

Strategische Positionierung von Gewinnbringern

Wenn du weißt, welche Gerichte deine Gewinnbringer sind, kannst du sie strategisch bewerben:

  • Menüpositionierung: Platziere Gewinnbringer an prominenten Stellen (oben rechts, in Kästen)
  • Personalschulung: Trainiere dein Personal, diese Gerichte zu empfehlen
  • Beschreibungen: Verwende verlockende Texte für Gewinnbringer
  • Tagesspecials: Mache regelmäßig Specials aus deinen rentablen Gerichten

💡 Beispiel Menüpsychologie:

Statt:

"Pasta Carbonara - €16"

Schreib du:

"Hausgemachte Pasta Carbonara mit frischer Sahne, Parmesankäse und knusprigem Speck - €16"

Wann du Gewinnbringer anpassen solltest

Überprüfe monatlich, ob deine Gewinnbringer noch stimmen. Lebensmittelpreise ändern sich, und damit deine Rentabilität.

  • Lieferant erhöht Preise → Lebensmittelkosten steigen → weniger rentabel
  • Jahreszeit ändert sich → andere Zutaten verfügbar → neue Chancen
  • Konkurrenz passt Preise an → deine relative Position ändert sich

Ein System wie KitchenNmbrs verfolgt automatisch, wie sich deine Lebensmittelkosten pro Gericht ändern, wenn sich die Zutatenprise ändern, sodass du schnell siehst, welche Gerichte immer noch deine besten Gewinnbringer sind.

Wie bestimmst du deine Gewinnbringer? (Schritt für Schritt)

1

Sammle Verkaufs- und Kostendaten

Hole aus deinem Kassensystem die Verkaufszahlen pro Gericht der letzten 4 Wochen. Berechne für jedes Gericht die genauen Lebensmittelkosten pro Portion.

2

Berechne absoluten Gewinn pro Gericht

Ziehe von der Verkaufspreis (ohne MwSt.) die Lebensmittelkosten ab. Das ergibt dir den absoluten Gewinn pro Portion für jedes Gericht.

3

Erstelle die 4-Quadranten-Matrix

Teile deine Gerichte nach Beliebtheit (hohe/niedrige Verkäufe) und Rentabilität (hoher/niedriger absoluter Gewinn) ein. Deine Gewinnbringer befinden sich im Quadranten 'beliebt + rentabel'.

4

Positioniere Gewinnbringer strategisch

Platziere deine Gewinnbringer prominent auf der Speisekarte, trainiere dein Personal, sie zu empfehlen, und verwende verlockende Beschreibungen, um den Verkauf anzukurbeln.

✨ Pro tip

Überprüfe nicht nur deine eigenen Gewinnbringer, sondern auch die deiner Konkurrenz. Wenn sie ihre rentablen Gerichte stark bewerben, kannst du mit besseren Alternativen auf deiner Speisekarte dagegen antreten.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Gewinnbringer sollte ich auf meiner Speisekarte haben?

Idealerweise 3-5 Gewinnbringer, verteilt auf verschiedene Kategorien (Vorspeise, Hauptgang, Dessert). Zu viele Optionen verwirren die Gäste, zu wenige begrenzen dein Gewinnpotenzial.

Kann ein teures Gericht auch ein Gewinnbringer sein?

Ja, wenn es oft genug verkauft wird. Ein Steak für €35 mit €10 Lebensmittelkosten bringt €25 Gewinn pro Portion. Selbst bei niedrigerem Verkauf kann das ein starker Gewinnbringer sein.

Wie oft sollte ich meine Gewinnbringer-Analyse aktualisieren?

Überprüfe die Zahlen monatlich, aber führe größere Änderungen erst nach 2-3 Monaten durch. Gäste brauchen Zeit, sich an Menüveränderungen zu gewöhnen.

Was ist, wenn mein beliebtestes Gericht wenig Gewinn bringt?

Das ist ein 'Plowhorse'. Versuche zuerst, die Lebensmittelkosten zu senken oder die Portionsgröße anzupassen. Wenn das nicht funktioniert, erhöhe vorsichtig den Preis oder kombiniere es mit einem rentablen Beilagengericht.

Sollte ich Arbeitskosten pro Gericht berücksichtigen?

Für eine erste Analyse kannst du dich auf Lebensmittelkosten konzentrieren. Gerichte, die viel Zubereitungszeit brauchen, kannst du separat markieren und in deine Entscheidung einbeziehen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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