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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie stelle ich fest, ob eine kleine Catering-Anfrage mindestens genug einbringt?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Kleine Catering-Anfragen können verlockend sein – zusätzlicher Umsatz ohne großen Aufwand. Aber oft stellt sich hinterher heraus, dass du kaum etwas verdient hast. Mit einer einfachen Gewinnschwellenberechnung vermeidest du, Zeit und Energie in Aufträge zu stecken, die zu wenig einbringen.

Was macht Catering anders als Restaurant?

Bei Catering hast du zusätzliche Kosten, die du nicht immer sofort siehst:

  • Transport und Benzin
  • Zusätzliche Verpackung (Warmhaltebehälter, Besteck, Servietten)
  • Zeit für Auf- und Abbau vor Ort
  • Risiko von Ausfällen (du hast bereits eingekauft und vorbereitet)

Diese Kosten müssen alle in deinen Preis eingerechnet sein, sonst verdienst du weniger als du denkst.

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer rechnen nur mit den Lebensmittelkosten und vergessen die zusätzliche Zeit und Transportkosten. Dann sieht ein Auftrag gewinnbringend aus, aber du verdienst am Ende weniger als €10 pro Stunde.

Berechne deine minimale Gewinnschwelle

Für jede Catering-Anfrage musst du wissen: Was ist das Minimum, das dieser Auftrag einbringen muss, um sich zu lohnen?

💡 Beispielberechnung:

Mittagessen für 15 Personen, 30 Minuten Fahrt:

  • Lebensmittelkosten: €8 pro Person = €120
  • Transport: 1 Stunde × €25 = €25
  • Zusätzliche Zeit (Laden, Aufbau): 2 Stunden × €25 = €50
  • Verpackung: €15

Gesamtkosten: €210

Bei 30% Gewinnmarge: Mindestverkaufspreis €300 (€20 pro Person)

Zusätzliche Kosten, die du nicht vergessen darfst

Transportkosten: Rechne nicht nur Benzin, sondern auch Verschleiß des Autos und deine Zeit. Üblich: €0,50-€0,70 pro Kilometer plus €20-30 pro Stunde Fahrt.

Verpackungskosten: Warmhaltebehälter, Aluminiumbehälter, Kunststoffbesteck, Servietten. Addiere alles – das läuft oft auf €1-2 pro Person auf.

Auf- und Abbau: Laden, Entladen, Aufbau, Erklärung für den Kunden, Aufräumen. Rechne mindestens 1-2 Stunden zusätzlich zur Zubereitungszeit ein.

💡 Rechenbeispiel Transport:

Entfernung: 25 km einfache Strecke (50 km Hin- und Rückfahrt)

  • Benzin + Verschleiß: 50 km × €0,60 = €30
  • Fahrtzeit: 1 Stunde × €25 = €25

Gesamttransportkosten: €55

Die 30%-Regel für Catering

Für Catering gilt oft eine andere Kostenstruktur als für Restaurant:

  • Lebensmittelkosten: 25-35% (wie im Restaurant)
  • Zusätzliche Kosten: 15-25% (Transport, Verpackung, zusätzliche Zeit)
  • Gewinn: mindestens 20-30%

Das bedeutet, dass dein Verkaufspreis mindestens das 2,5-fache deiner Lebensmittelkosten sein muss, um rentabel zu sein.

💡 Faustregel-Check:

Schnelle Überprüfung, ob ein Auftrag rentabel ist:

  • Lebensmittelkosten pro Person × 2,5 = Mindestverkaufspreis pro Person
  • Plus Fixkosten (Transport, Verpackung) geteilt durch Anzahl der Personen

Liegt der angeforderte Preis unter diesem Minimum, kannst du besser nein sagen.

Wann lehnst du einen Auftrag ab?

Nicht jede Catering-Anfrage ist die Mühe wert. Sag nein, wenn:

  • Du weniger als €15-20 pro Stunde an dem Auftrag verdienst
  • Die Entfernung mehr als 45 Minuten Fahrt für eine kleine Gruppe (<20 Personen) ist
  • Der Kunde einen Preis fordert, der unter deiner Gewinnschwelle liegt
  • Du dein reguläres Restaurant für das Catering schließen musst

⚠️ Achtung:

Wenn du dein Restaurant für einen Catering-Auftrag schließen musst, rechne auch den entgangenen Umsatz in deine Kostenkalkulation ein. Das Mittagessen für 15 Personen kostet dich vielleicht 40 Restaurant-Deckungen.

Digitale Hilfe bei der Kostenkalkulation

Die manuelle Berechnung von Catering-Kosten kostet Zeit und du vergisst leicht Kosten. Mit einer App wie KitchenNmbrs kannst du:

  • Rezepte auf größere Personenanzahlen umrechnen
  • Lebensmittelkosten pro Person automatisch berechnen
  • Fixkosten (Transport, Verpackung) zu deinem Angebot hinzufügen
  • Sofort sehen, ob ein Auftrag deine minimale Gewinnmarge erreicht

So kannst du innerhalb von 5 Minuten ein realistisches Angebot erstellen und bist sicher, dass du nicht unter deinen Kosten liegst.

Wie berechnest du die minimale Rentabilität? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deine Lebensmittelkosten pro Person

Addiere alle Zutatenkosten und teile durch die Anzahl der Personen. Vergiss keine Garnitur, Saucen oder Brot. Rechne mit aktuellen Einkaufspreisen deines Lieferanten.

2

Addiere alle zusätzlichen Kosten

Berechne: Transport (km × €0,60 + Fahrtzeit × €25), Verpackung (€1-2 pro Person), zusätzliche Arbeit (Laden/Aufbau × €25 pro Stunde). Diese Kosten durch Anzahl der Personen teilen.

3

Bestimme deinen Mindestverkaufspreis

Lebensmittelkosten + zusätzliche Kosten = Gesamtkostpreis pro Person. Teile dies durch 0,70 (= 30% Gewinnmarge) für deinen Mindestverkaufspreis. Liegt der geforderte Preis darunter? Dann ist es nicht rentabel.

✨ Pro tip

Erstelle eine feste Checkliste mit allen möglichen Catering-Kosten. So vergisst du nie etwas und kannst schnell ein realistisches Angebot erstellen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel muss ich mindestens pro Stunde mit Catering verdienen?

Rechne mindestens €15-20 pro Stunde Nettogewinn. Bei weniger kannst du deine Zeit besser in dein Restaurant stecken. Zähle alle Stunden: Vorbereitung, Fahrt, Auf- und Abbau.

Muss ich MwSt. in meine Catering-Preise einrechnen?

Ja, Catering unterliegt 19% MwSt. (wie im Restaurant). Berechne deine Kostenkalkulation und Gewinnmarge immer ohne MwSt. und addiere dann 19% für deinen Endpreis.

Ab welcher Entfernung wird Catering nicht mehr rentabel?

Als Faustregel: mehr als 45 Minuten Fahrt für weniger als 20 Personen ist oft nicht rentabel. Die Transportkosten werden dann zu hoch pro Person.

Wie berechne ich Verpackungskosten?

Addiere alles: Warmhaltebehälter, Aluminiumbehälter, Kunststoffbesteck, Servietten, Taschen. Das läuft oft auf €1-2 pro Person auf. Vergiss auch nicht die Kosten für die Reinigung wiederverwendbarer Behälter.

Was ist, wenn der Kunde meinen Preis zu hoch findet?

Erkläre, was alles dazukommt: frische Zutaten, Transport, Aufbau, Service. Wenn sie nicht für Qualität bezahlen wollen, sind es wahrscheinlich nicht die Kunden, die du haben möchtest.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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