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Wie verarbeite ich kostenlose Kostproben in meinen...

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 07 Apr 2026

Direkte Antwort
Kostenlose Kostproben sind Marketing, kosten aber Geld. Viele Restaurantbesitzer vergessen, diese Kosten in ihre Berechnungen einzubeziehen. So erhältst du ein verzerrtes Bild deiner tatsächlichen Lebensmittelkosten.

Kostenlose Kostproben sind Marketing, kosten aber Geld. Viele Restaurantbesitzer vergessen, diese Kosten in ihre Berechnungen einzubeziehen. So erhältst du ein verzerrtes Bild deiner tatsächlichen Lebensmittelkosten.

Warum kostenlose Kostproben zählen sollten

Kostenlose Kostproben scheinen keinen Einfluss auf deine Lebensmittelkosten zu haben. Du verkaufst sie nicht, also zählen sie nicht zu deinem Umsatz. Aber sie kosten definitiv Geld für Zutaten.

? Beispiel:

Du gibst täglich 10 kostenlose Kostproben deiner neuen Pasta aus (€6 Zutaten pro Portion):

  • Täglich: 10 × €6 = €60
  • Pro Woche: €60 × 6 Tage = €360
  • Pro Monat: €360 × 4 = €1.440

Jahreskosten: €17.280 für kostenlose Kostproben

Drei Möglichkeiten, dies zu verarbeiten

Du kannst kostenlose Kostproben auf verschiedene Weise in deine Berechnungen einbeziehen. Wähle die Methode, die am besten zu deiner Situation passt.

Methode 1: Separate Kostenposition

Behandle kostenlose Kostproben als Marketingkosten, getrennt von deinen Lebensmittelkosten. Dies gibt das reinste Bild deiner tatsächlichen Lebensmittelkosten pro verkauftem Gericht.

  • Verfolge, wie viele kostenlose Portionen du täglich ausgibst
  • Berechne die Zutatenkosten dieser Portionen
  • Addiere dies als separate Kostenposition unter "Marketing" oder "Promotion"

Methode 2: Verteilung auf verkaufte Portionen

Verteile die Kosten der kostenlosen Kostproben auf deine tatsächlich verkauften Gerichte. Dies erhöht deinen Lebensmittelkostenprozentsatz, gibt aber ein realistischeres Bild deiner Gesamtkosten.

? Beispielberechnung:

Pro Woche gibst du 60 kostenlose Kostproben aus (€6 pro Stück) und verkaufst 300 Pastas:

  • Kosten kostenlose Portionen: 60 × €6 = €360
  • Zusatzkosten pro verkaufte Portion: €360 / 300 = €1,20
  • Neue Zutatenkosten: €6 + €1,20 = €7,20

Bei einem Verkaufspreis von €18,50 exkl. MwSt. werden deine Lebensmittelkosten: (€7,20 / €18,50) × 100 = 38,9% statt 32,4%

Methode 3: Prozentuale Aufschlag

Erhöhe deine Lebensmittelkosten um einen festen Prozentsatz, um Kostproben zu decken. Einfach, aber weniger genau als die anderen Methoden.

⚠️ Achtung:

Ein prozentualer Aufschlag ist nur genau, wenn deine Kostproben einen festen Prozentsatz deines Umsatzes bleiben. Bei Saisonaktionen stimmt dies oft nicht mehr.

Umgang mit verschiedenen Gerichten

Nicht alle Gerichte erhalten gleich viele Kostproben. Verteile die Kosten daher fair:

  • Neue Gerichte: Erhalten oft die meisten Kostproben, also höherer Aufschlag
  • Bestehende Menü-Artikel: Wenig bis keine Kostproben, niedriger oder kein Aufschlag
  • Saisonale Gerichte: Intensive Kostprobenphase, danach keine Kostproben mehr

Verfolgung in deinem System

Registriere kostenlose Kostproben genauso genau wie verkaufte Gerichte. Nur dann kannst du die tatsächliche Auswirkung berechnen.

? Praktischer Tipp:

Erstelle eine einfache Strichliste für die Küche:

  • Datum
  • Gericht
  • Anzahl Kostproben
  • Grund (neuer Gast, Beschwerde, Promotion)

Zähle am Ende der Woche auf und verarbeite in deiner Kostenkalkulation.

Auswirkung auf deine Preisgestaltung

Wenn kostenlose Kostproben ein struktureller Teil deines Geschäftsbetriebs sind, beziehe sie in deine Preisgestaltung ein. Sonst subventionierst du eigentlich dein Marketing aus deinem Gewinn.

Eine App wie KitchenNmbrs kann dir helfen, diese Kosten automatisch in deine Lebensmittelkostenberechnungen einzubeziehen, damit du immer ein realistisches Bild deiner tatsächlichen Margen hast.

Wie verarbeitest du kostenlose Kostproben? (Schritt für Schritt)

1

Registriere alle kostenlosen Kostproben

Verfolge, wie viele kostenlose Portionen du täglich ausgibst und von welchen Gerichten. Notiere auch den Grund: neuer Gast, Beschwerde oder Promotion.

2

Berechne die Zutatenkosten

Multipliziere die Anzahl der kostenlosen Portionen mit den Zutatenkosten pro Portion. Addiere dies pro Woche oder Monat für einen Gesamtüberblick.

3

Wähle deine Verarbeitungsmethode

Entscheide, ob du die Kosten als separate Marketingposition behandelst, sie auf verkaufte Portionen verteilst oder einen prozentualen Aufschlag auf deine Lebensmittelkosten anwendest.

4

Passe deine Lebensmittelkostenberechnung an

Verarbeite die gewählte Methode in deiner Kostenkalkulation. Bei Verteilung addierst du die Zusatzkosten zu deinen Zutatenkosten pro Portion.

5

Evaluiere monatlich

Überprüfe jeden Monat, ob deine Kostprobenkosten noch mit deinen Erwartungen übereinstimmen. Passe deine Methode an, wenn sich das Muster ändert.

✨ Pro tip

Gib kostenlose Kostproben nur bei echtem Interesse für das Gericht aus. Ein Gast, der "mal probieren" möchte, bestellt oft sowieso nicht. Konzentriere dich auf Gäste, die zwischen zwei Optionen zögern.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. bei kostenlosen Kostproben einbeziehen?
Nein, kostenlose Kostproben generieren keinen Umsatz, daher fällt keine MwSt. an. Rechne nur mit den Zutatenkosten.
Wie oft sollte ich meine Kostprobenkosten neu berechnen?
Überprüfe dies monatlich. Bei neuen Gerichten oder Saisonaktionen kann sich das Muster schnell ändern.
Was ist, wenn ich nur bei Beschwerden kostenlose Portionen ausgebe?
Dann kannst du diese Kosten besser als separate Position unter "Kundenservice" behandeln, statt sie auf alle Gerichte zu verteilen.
Erhöhen Kostproben immer meinen Lebensmittelkostenprozentsatz?
Nur wenn du sie auf deine verkauften Gerichte verteilst. Als separate Kostenposition bleibt dein Lebensmittelkostenprozentsatz gleich.
Muss ich Kostproben in meinen Menüpreis einbeziehen?
Wenn es strukturell ist (zum Beispiel bei neuen Gerichten), dann ja. Sonst subventionierst du dein Marketing aus deinem Gewinn.
Was ist ein normaler Prozentsatz für Kostproben?
Dies variiert stark je nach Restaurant. Im Durchschnitt liegt es zwischen 1-5% deiner Gesamtproduktion, aber bei neuen Konzepten kann es höher sein.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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