Marge in Euro zeigt dir den absoluten Gewinn pro Gericht, Marge in Prozent zeigt dir deine Gewinnmarge. Viele Restaurantbesitzer schauen nur auf Prozente, aber Euro sind oft wichtiger für deinen Cashflow...
Marge in Euro zeigt dir den absoluten Gewinn pro Gericht, Marge in Prozent zeigt dir deine Gewinnmarge. Viele Restaurantbesitzer schauen nur auf Prozente, aber Euro sind oft wichtiger für deinen Cashflow. In diesem Artikel lernst du den Unterschied und wann du welche verwendest.
Der Unterschied zwischen Euro und Prozent Marge
Marge in Euro ist der Betrag, der nach Abzug deiner Zutatenkosten übrig bleibt. Marge in Prozent ist dieser Betrag als Prozentsatz deines Verkaufspreises.
💡 Beispiel:
Du verkaufst eine Pasta für €18,50 inkl. MwSt.:
- Verkaufspreis exkl. MwSt.: €16,97
- Zutatenkosten: €5,10
- Marge in Euro: €16,97 - €5,10 = €11,87
- Marge in Prozent: (€11,87 / €16,97) × 100 = 69,9%
Wann Euro wichtiger sind
Euro zählen vor allem, wenn dein Cashflow knapp ist. Ein Gericht mit 80% Marge aber nur €3 Gewinn bringt weniger ein als ein Gericht mit 60% Marge und €8 Gewinn.
💡 Vergleich:
Zwei Gerichte auf deiner Speisekarte:
- Suppe: €8,50 exkl. MwSt., €1,50 Einkauf = €7,00 Marge (82%)
- Steak: €29,36 exkl. MwSt., €10,50 Einkauf = €18,86 Marge (64%)
Die Suppe hat eine höhere Marge in Prozent, aber das Steak bringt €11,86 mehr pro verkauftem Gericht ein.
Wann Prozente wichtiger sind
Prozente sind praktisch, um Gerichte zu vergleichen und zu sehen, ob deine Preise stimmen. Sie geben einen besseren Überblick über deine Effizienz pro Produktkategorie.
- Lebensmittelkosten zwischen Gerichten vergleichen
- Überprüfen, ob Preiserhöhungen nötig sind
- Mit anderen Restaurants vergleichen
- Beurteilen, ob neue Gerichte rentabel genug sind
⚠️ Achtung:
Eine hohe Marge in Prozent bedeutet nicht immer mehr Gewinn. Eine Vorspeise mit 85% Marge kann weniger einbringen als ein Hauptgericht mit 65% Marge.
Beide Zahlen für bessere Entscheidungen nutzen
Die klügsten Restaurantbesitzer schauen auf beide. Euro für Cashflow, Prozente für Effizienz. Zusammen geben sie dir das komplette Bild deiner Rentabilität.
💡 Praktisches Beispiel:
Restaurant mit 100 Couverts pro Tag:
- 50× Steak à €18,86 Marge = €943 Gewinn
- 50× Pasta à €11,87 Marge = €593,50 Gewinn
- Gesamt pro Tag: €1.536,50 Marge
- Pro Monat (26 Tage): €39.949
Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du beide Zahlen automatisch pro Gericht, sodass du schnell entscheiden kannst, welche Gerichte du pushen möchtest.
Wie berechnest du Marge in Euro und Prozent?
Berechne deinen Verkaufspreis exkl. MwSt.
Teile den Preis auf deiner Speisekarte durch 1,09 (bei 9% MwSt.). Beispiel: €18,50 / 1,09 = €16,97 exkl. MwSt.
Addiere alle Zutatenkosten
Berechne, was alle Zutaten für eine Portion kosten. Vergiss nicht: Beilage, Saucen, Öl und alles, was auf den Teller kommt.
Berechne beide Margen
Marge in Euro: Verkaufspreis exkl. MwSt. minus Zutatenkosten. Marge in Prozent: (Marge in Euro / Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100.
✨ Pro tip
Konzentriere dich auf Gerichte mit sowohl einer guten Marge in Prozent (über 65%) als auch einer hohen Marge in Euro (mindestens €8-10). Diese Kombination sorgt für die beste Rentabilität.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Welche Marge ist wichtiger: Euro oder Prozent?
Beide sind wichtig. Euro für deinen Cashflow und täglichen Gewinn, Prozente um Gerichte zu vergleichen und Effizienz zu messen.
Was ist eine gute Marge in Prozent für Restaurants?
Üblich sind 65-72% Marge (also 28-35% Lebensmittelkosten). Aber eine niedrigere Marge mit mehr Euro Gewinn kann besser für deinen Cashflow sein.
Muss ich MwSt. bei der Margeberechnung berücksichtigen?
Nein, rechne immer exkl. MwSt. Die MwSt. gehört dir nicht, sondern dem Finanzamt. Rechne mit €16,97 statt €18,50.
Kann ein Gericht mit niedriger Marge in Prozent trotzdem rentabel sein?
Ja, wenn die Marge in Euro hoch genug ist. Ein Steak mit 60% Marge bringt oft mehr ein als eine Vorspeise mit 80% Marge.
Wie oft sollte ich meine Margen überprüfen?
Überprüfe wöchentlich deine 5 meistverkauften Gerichte. Lieferanten erhöhen regelmäßig Preise, was deine Marge beeinflusst, ohne dass du es merkst.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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