📝 Grundwissen und Formeln · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie stelle ich sicher, dass meine Preise zu meinem...

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 06 Apr 2026

Direkte Antwort
Dein Menüpreis bestimmt nicht nur deinen Umsatz, sondern auch, ob du Gewinn machst. Viele Restaurantbetreiber raten beim Preisen, wodurch sie Geld verlieren, ohne es zu wissen. In diesem Artikel lernst du, wie du Preise festlegst, die zu deinem Konzept passen und für gesunde Margen sorgen.

Dein Menüpreis bestimmt nicht nur deinen Umsatz, sondern auch, ob du Gewinn machst. Viele Restaurantbetreiber raten beim Preisen, wodurch sie Geld verlieren, ohne es zu wissen. In diesem Artikel lernst du, wie du Preise festlegst, die zu deinem Konzept passen und für gesunde Margen sorgen.

Beginne mit deinem gewünschten Lebensmittelkostenanteil

Bevor du einen Preis auf deine Speisekarte setzt, musst du wissen, wie viel Prozent dieses Preises für Zutaten ausgegeben werden darf. Das nennen wir Lebensmittelkosten.

? Beispiel Lebensmittelkosten pro Konzept:

  • Fine Dining: 28-32%
  • Casual Dining: 28-35%
  • Bistro/Brasserie: 25-32%
  • Pizzeria: 20-28%
  • Gasthof: 25-35%

Wähle einen Prozentsatz, der zu deinem Konzept passt. Fine Dining kann höhere Lebensmittelkosten haben, weil Gäste mehr für das Erlebnis bezahlen. Eine Pizzeria muss sparsamer sein, weil der Wettbewerb groß ist.

Berechne deinen Mindestverkaufspreis

Wenn du weißt, was deine Zutaten kosten und welchen Lebensmittelkostenanteil du möchtest, kannst du berechnen, was du mindestens verlangen musst.

Formel: Mindestpreis ohne MwSt. = Zutatenkosten ÷ (Lebensmittelkostenanteil % ÷ 100)

? Beispielberechnung:

Zutaten Pasta Carbonara: €7,50

Gewünschter Lebensmittelkostenanteil: 30%

  • Mindestpreis ohne MwSt.: €7,50 ÷ 0,30 = €25,00
  • Preis mit 19% MwSt.: €25,00 × 1,19 = €29,75

Speisekartpreis mindestens: €29,75

⚠️ Achtung:

Rechne immer zuerst ohne MwSt. und addiere dann die MwSt. hinzu. Sonst bekommst du einen zu niedrigen Preis.

Überprüfe, ob dein Preis zu deinem Konzept passt

Du hast jetzt den Mindestpreis, um deine gewünschte Marge zu erreichen. Aber passt dieser Preis zu dem, was Gäste von deinem Lokal erwarten?

  • Zu hoch für dein Konzept? Suche nach günstigeren Zutaten oder kleineren Portionen
  • Zu niedrig für dein Konzept? Du kannst mehr verlangen, was deine Marge verbessert
  • Genau richtig? Perfekt, du bist auf der richtigen Linie

? Beispiel Konzeptprüfung:

Dein berechneter Preis: €29,75 für Pasta Carbonara

  • Casual Bistro: Perfekt, passt in den €27-32 Bereich
  • Gasthof: Etwas hoch, vielleicht €26,50
  • Fine Dining: Zu niedrig, du kannst €34-37 verlangen

Beachte psychologische Preise

Gäste reagieren unterschiedlich auf verschiedene Preise. Ein paar Euro Unterschied kann deinen Verkauf beeinflussen.

  • €29,75 → €29,95: Wirkt günstiger, verkauft sich besser
  • €29,75 → €30,50: Runderer Preis, höhere Marge
  • €29,75 → €32,95: Premium-Ausstrahlung

Wähle, was zu deinem Konzept und deiner Zielgruppe passt. Preisbewusste Gäste reagieren gut auf €X,95 Preise. Luxuriösere Lokale können rundere Preise verwenden.

Teste und passe an, wo nötig

Preise sind keine feste Größe. Überprüfe regelmäßig, ob deine Preise noch stimmen.

⚠️ Achtung:

Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Preise. Wenn du deine Preise nicht anpasst, verschwindet deine Marge langsam.

Überprüfe monatlich deine meistverkauften Gerichte. Sind die Zutatenprise gestiegen? Passe dann deinen Menüpreis an oder suche Alternativen.

Wie legst du den richtigen Preis fest? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deine genauen Zutatenkosten

Addiere alle Zutaten, die auf den Teller kommen: Hauptprodukt, Beilage, Saucen, Öl, Butter. Vergiss auch kleine Dinge nicht wie Gewürze und Dekoration.

2

Wähle deinen gewünschten Lebensmittelkostenanteil

Bestimme, welcher Prozentsatz deines Verkaufspreises für Zutaten ausgegeben werden darf. Das hängt von deinem Konzept ab: Fine Dining 28-32%, Casual Dining 28-35%, Pizzeria 20-28%.

3

Berechne deinen Mindestverkaufspreis

Teile deine Zutatenkosten durch deinen gewünschten Lebensmittelkostenanteil. Zum Beispiel: €8 Zutaten bei 30% Lebensmittelkosten = €8 ÷ 0,30 = €26,67 ohne MwSt.

4

Überprüfe, ob der Preis zu deinem Konzept passt

Vergleiche deinen berechneten Preis mit dem, was Gäste von deinem Lokal erwarten. Zu hoch? Suche nach günstigeren Zutaten. Zu niedrig? Du kannst mehr verlangen.

5

Runde auf einen psychologisch guten Preis

Mache aus €26,67 zum Beispiel €26,95 (wirkt günstiger) oder €27,50 (runderer Preis). Wähle, was zu deiner Zielgruppe und deinem Konzept passt.

✨ Pro tip

Überprüfe deine 5 meistverkauften Gerichte jeden Monat auf Lebensmittelkosten. Wenn diese stimmen, hast du 80% deiner Rentabilität unter Kontrolle.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Kostenkalkulation einbeziehen?
Nein, rechne immer zuerst ohne MwSt. und addiere dann 19% MwSt. hinzu. Sonst bekommst du einen zu niedrigen Verkaufspreis und verdienst weniger als gedacht.
Was ist, wenn mein berechneter Preis zu hoch für mein Konzept ist?
Dann hast du drei Optionen: Suche nach günstigeren Zutaten, mache die Portionen kleiner, oder akzeptiere einen höheren Lebensmittelkostenanteil und eine niedrigere Marge bei diesem Gericht.
Wie oft sollte ich meine Preise überprüfen?
Überprüfe monatlich deine meistverkauften Gerichte. Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Preise, also musst du nachbessern, um deine Marge zu halten.
Kann ich unterschiedliche Lebensmittelkostenanteile pro Gericht verwenden?
Ja, das ist sogar klug. Beliebte Gerichte können einen niedrigeren Lebensmittelkostenanteil haben, während Spezialitäten einen höheren Anteil haben dürfen, weil Gäste mehr bezahlen.
Was ist, wenn mein Konkurrent günstiger ist?
Überprüfe zuerst, ob dein Lebensmittelkostenanteil stimmt und ob du effizient einkaufst. Beteilige dich nicht blind an einem Preiskrieg, denn dann verliert jeder Geld.
Woher weiß ich, ob mein Lebensmittelkostenanteil realistisch ist?
Vergleiche mit Branchendurchschnitten: Fine Dining 28-32%, Casual Dining 28-35%, Bistro 25-32%. Wenn du deutlich darüber liegst, verlierst du wahrscheinlich Geld.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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