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📝 Grundwissen und Formeln · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie bestimme ich den Preis für einen neuen Cocktail?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Der Preis eines Cocktails bestimmt direkt deine Rentabilität. Viele Barmanager schätzen den Preis, wodurch sie Geld verlieren, ohne es zu wissen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du einen rentablen Cocktailpreis berechnest.

Sammle alle Zutaten und Kosten

Beginne damit, alle Zutaten aufzuschreiben, die in deinen Cocktail gehen. Denke nicht nur an die Hauptspirituose, sondern auch an Mixer, Garnituren und Eis. Jeder Tropfen zählt zu deinen Kosten.

💡 Beispiel: Mojito

Zutaten pro Cocktail:

  • Weißer Rum (6 cl): €1,20
  • Limette (1/2 Stück): €0,25
  • Minze (10 Blätter): €0,15
  • Zuckersirup (2 cl): €0,08
  • Sodawasser (8 cl): €0,12
  • Eis: €0,05

Gesamte Zutatenkosten: €1,85

Berechne deine gewünschte Gewinnmarge

Viele Bars handhaben eine niedrigere Lebensmittelkostenquote für Getränke als für Essen. Eine übliche Marge für Cocktails liegt zwischen 15% und 25%. Das bedeutet, dass 15-25% deines Verkaufspreises in Zutaten fließt.

Formel Mindestverkaufspreis:

Verkaufspreis exkl. MwSt. = Zutatenkosten / (Gewünschte Marge % / 100)

💡 Beispiel: Mojito Preisberechnung

Zutatenkosten: €1,85
Gewünschte Marge: 20%

Mindestpreis exkl. MwSt.: €1,85 / 0,20 = €9,25

Preis inkl. 19% MwSt.: €9,25 × 1,19 = €11,01

Überprüfe gegen Marktpreise

Dein berechneter Preis muss damit übereinstimmen, was Gäste zu zahlen bereit sind. Überprüfe, was vergleichbare Cocktails in deiner Gegend kosten. Wenn dein Preis viel höher liegt, musst du nach günstigeren Zutaten suchen oder einen anderen Cocktail wählen.

  • Casual Bars: €8-12 pro Cocktail
  • Cocktailbars: €12-18 pro Cocktail
  • Hotels/Fine Dining: €15-25 pro Cocktail

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit dem Preis exkl. MwSt. für deine Marge. Getränke haben 19% MwSt., nicht 7% wie Essen.

Teste und passe an, wenn nötig

Starte mit deinem berechneten Preis und beobachte, wie Gäste reagieren. Wenn der Cocktail gut verkauft wird, stimmt dein Preis. Verkauft er sich schlecht, kann es am Preis oder am Geschmack liegen.

Behalte auch deine Einkaufspreise im Auge. Getränkelieferanten ändern regelmäßig ihre Preise, besonders bei Premium-Marken.

💡 Beispiel: Auswirkung einer Preisänderung

Dein Rum steigt von €20 auf €24 pro Flasche (+20%)

Alte Kosten Mojito: €1,85
Neue Kosten: €2,09

Neuer Mindestpreis: €2,09 / 0,20 = €12,47 inkl. MwSt.

Organisiere deine Rezepte und Preise

Halte alle deine Cocktailrezepte mit den genauen Mengen und Kosten fest. Dies verhindert, dass verschiedene Barkeeper unterschiedliche Portionen ausschenken. Konsistenz ist entscheidend für deine Gewinnmarge.

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du alle deine Cocktailrezepte erfassen und die Kosten automatisch berechnen, wenn Lieferanten ihre Preise ändern.

Wie berechnest du einen Cocktailpreis? (Schritt für Schritt)

1

Liste alle Zutaten mit Kosten auf

Schreibe jede Zutat mit der genauen Menge pro Cocktail auf. Berechne die Kosten pro Zutat, indem du den Einkaufspreis durch die Anzahl der Portionen teilst, die du aus einer Flasche/Verpackung erhältst.

2

Bestimme deine gewünschte Gewinnmarge

Wähle eine Marge zwischen 15-25% für Cocktails. Premium-Cocktails können höher sein (20-25%), Standard-Cocktails niedriger (15-20%). Dieser Prozentsatz bestimmt, wie viel deines Verkaufspreises in Zutaten fließt.

3

Berechne den Mindestverkaufspreis

Teile deine gesamten Zutatenkosten durch deine gewünschte Marge. Multipliziere dann mit 1,19 für die 19% MwSt. auf Getränke. Dies gibt dir den Mindestpreis, um rentabel zu sein.

4

Überprüfe gegen Marktpreise

Vergleiche deinen berechneten Preis mit dem, was vergleichbare Bars verlangen. Wenn du viel teurer bist, erwäge günstigere Zutaten oder einen anderen Cocktail für deine Karte.

5

Überwache und passe an

Halte Verkaufszahlen fest und überprüfe regelmäßig, ob deine Einkaufspreise noch stimmen. Passe deinen Menüpreis an, wenn Lieferanten ihre Preise erhöhen, um deine Marge zu halten.

✨ Pro tip

Überprüfe deine 5 meistverkauften Cocktails jeden Monat auf Rentabilität. Wenn diese gut laufen, hast du 80% deines Getränkegewinns unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine normale Gewinnmarge für Cocktails?

Eine übliche Marge liegt zwischen 15-25%. Premium-Cocktailbars können 20-25% handhaben, während Casual Bars oft um 15-20% liegen.

Muss ich MwSt. in meine Berechnung einbeziehen?

Rechne immer exkl. MwSt. für deine Marge. Getränke haben 19% MwSt. Addiere diese erst am Ende für deinen endgültigen Menüpreis.

Wie berechne ich die Kosten einer halben Limette?

Teile den Einkaufspreis durch die Anzahl der Limetten pro Kilo, dann durch 2. Bei €3 pro Kilo (ca. 8 Stück) kostet eine halbe Limette €0,19.

Was ist, wenn mein berechneter Preis für meine Gegend zu hoch ist?

Suche nach günstigeren Alternativen für teure Zutaten oder wähle einen anderen Cocktail. Erzwinge keinen Preis, den Gäste nicht zahlen wollen.

Wie oft sollte ich meine Cocktailpreise anpassen?

Überprüfe mindestens vierteljährlich, ob deine Einkaufspreise noch stimmen. Getränkelieferanten ändern regelmäßig ihre Preise, besonders bei Premium-Marken.

Muss ich die Kosten für Eis einbeziehen?

Ja, jede Zutat zählt. Eis kostet etwa €0,05 pro Cocktail, wenn du es selbst herstellst, mehr wenn du es einkaufst.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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