Die Foodcost für Café-Gerichte liegt normalerweise zwischen 20% und 35%, je nachdem was du servierst. Viele Café-Besitzer schätzen dies, wodurch sie unbewusst Geld verlieren.
Die Foodcost für Café-Gerichte liegt normalerweise zwischen 20% und 35%, je nachdem was du servierst. Viele Café-Besitzer schätzen dies, wodurch sie unbewusst Geld bei ihren Bitterballen und Tostis verlieren. In diesem Artikel lernst du, welche normalen Foodcost-Prozentsätze für verschiedene Café-Gerichte gelten und wie du dies selbst berechnest.
Was ist eine normale Foodcost für Café-Gerichte?
Cafés servieren oft einfache Gerichte mit unterschiedlichen Margen. Hier sind die üblichen Foodcost-Prozentsätze:
- Frittiertes (Bitterballen, Kroketten): 20-28%
- Tostis und Brote: 25-35%
- Suppen: 15-25%
- Salate: 30-40%
- Warme Snacks (Nachos, Wings): 25-35%
- Appetithäppchen: 20-30%
💡 Beispiel: Tosti Schinken-Käse
Menüpreis: €6,50 (inkl. 9% MwSt.)
- Brot: €0,40
- Schinken: €0,80
- Käse: €0,60
- Butter: €0,15
- Garnitur: €0,25
Ingredienzenkosten: €2,20
Verkaufspreis ohne MwSt.: €6,50 / 1,09 = €5,96
Foodcost: (€2,20 / €5,96) × 100 = 36,9%
Das ist für eine Tosti zu hoch. Viele Cafés halten dies um die 30%.
Warum Cafés oft höhere Foodcost haben
Cafés haben oft etwas höhere Foodcost als Restaurants, weil:
- Kleinere Portionen: Fixkosten (Garnitur, Teller) wiegen schwerer
- Komfort: Kunden zahlen für Bequemlichkeit, nicht nur für Zutaten
- Weniger Volumen: Keine Skaleneffekte beim Einkauf
- Frische Produkte: Brot und Belag haben kurze Haltbarkeit
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit dem Preis ohne MwSt. Viele Café-Besitzer machen den Fehler, mit dem Preis inklusive MwSt. zu rechnen, wodurch ihre Foodcost niedriger aussieht als sie tatsächlich ist.
Wie beeinflusst dein Café-Typ die Foodcost?
Braunes Café (traditionell):
- Fokus auf Frittiertes und einfache warme Snacks
- Foodcost oft 20-30% (niedrigere Ingredienzenkosten)
- Höhere Marge durch Einfachheit
Eatery-Café:
- Umfangreichere Karte mit frischen Zutaten
- Foodcost meist 28-35%
- Salate und frische Gerichte drücken die Marge
Grand Café:
- Hochwertige Zutaten und Präsentation
- Foodcost oft 30-40%
- Kunden zahlen für Ambiente und Qualität
💡 Beispiel: Bitterballen (10 Stück)
Menüpreis: €8,50 (inkl. 9% MwSt.)
- Bitterballen (Einkauf): €1,80
- Frittierfett: €0,20
- Senf: €0,15
- Garnitur: €0,10
Ingredienzenkosten: €2,25
Verkaufspreis ohne MwSt.: €8,50 / 1,09 = €7,80
Foodcost: (€2,25 / €7,80) × 100 = 28,8%
Signale, dass deine Foodcost zu hoch ist
Achte auf diese Signale in deinem Café:
- Voller Laden, wenig Gewinn: Du machst Umsatz, aber behältst wenig
- Foodcost über 40%: Bei den meisten Gerichten verlierst du Geld
- Kein Einblick in Kostpreise: Du schätzt Ingredienzenkosten, anstatt zu rechnen
- Preise lange nicht angepasst: Lieferanten erhöhen regelmäßig, du nicht
Wie verbesserst du deine Foodcost?
Überprüfe deine meistverkauften Gerichte:
Beginne mit deinen Top 5 Gerichten. Diese machen 70% deines Food-Umsatzes aus. Berechne genau, was sie kosten und was sie einbringen.
Wiege deine Portionen ab:
Viele Cafés geben zu großzügige Portionen. 50 Gramm extra Käse pro Tosti kostet dich bei 100 Tostis pro Woche €520 pro Jahr (bei €10/kg Käse).
💡 Beispiel: Auswirkung der Portionsgröße
Du gibst 300g Pommes pro Portion, rechnest aber mit 250g:
- Extra pro Portion: 50g × €2/kg = €0,10
- Bei 200 Portionen/Woche: €0,10 × 200 × 52 = €1.040/Jahr
Nur durch Abwiegen der Portionen sparst du €1.040
Aktualisiere deine Preise regelmäßig:
Lieferanten erhöhen 2-3× pro Jahr ihre Preise. Wenn du dies nicht weitergibst, sinkt deine Marge. Überprüfe alle 6 Monate deine Kostpreise.
Tools zur Verfolgung der Foodcost
Viele Café-Besitzer nutzen Excel, aber das kostet viel Zeit. Eine App wie KitchenNmbrs berechnet automatisch deine Foodcost pro Gericht und warnt dich, wenn deine Marge zu niedrig wird.
Der Vorteil der digitalen Verfolgung:
- Direkter Einblick in die Rentabilität pro Gericht
- Automatische Neuberechnung bei Preisänderungen
- Übersicht über deine komplette Speisekarte
- Einfaches Experimentieren mit neuen Preisen
Wie berechnest du die Foodcost deiner Café-Gerichte?
Sammle alle Zutaten und Preise
Erstelle eine Liste aller Zutaten für ein Gericht. Einschließlich Garnitur, Saucen und alles, was auf den Teller kommt. Suche die aktuellen Einkaufspreise bei deinem Lieferanten auf.
Berechne die Kosten pro Portion
Rechne aus, wie viel jede Zutat pro Portion kostet. Bei Käse von €12/kg und 80g pro Tosti: €12 / 1000g × 80g = €0,96. Addiere alle Ingredienzenkosten.
Berechne deinen Foodcost-Prozentsatz
Teile die Ingredienzenkosten durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Formel: (Ingredienzenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100 = Foodcost %.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat die Foodcost deiner 5 meistverkauften Gerichte. Diese machen 70% deines Food-Umsatzes aus, also liegt dein größtes Potenzial hier.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gesunde Foodcost für ein Café?
Für die meisten Café-Gerichte liegt eine gesunde Foodcost zwischen 25% und 35%. Frittiertes kann niedriger sein (20-28%), Salate oft höher (30-40%).
Muss ich die MwSt. in meine Foodcost-Berechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer mit dem Verkaufspreis ohne MwSt. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 9% MwSt. Teile durch 1,09, um den Preis ohne MwSt. zu erhalten.
Wie oft sollte ich meine Foodcost überprüfen?
Überprüfe deine Foodcost mindestens alle 3 Monate oder nach jeder Lieferantenpreisänderung. Für deine meistverkauften Gerichte ist eine monatliche Überprüfung sinnvoll.
Warum ist meine Foodcost höher als in Restaurants?
Cafés haben oft kleinere Portionen, wodurch Fixkosten (Garnitur, Teller) schwerer wiegen. Auch kaufen Cafés normalerweise in kleineren Mengen ohne Skaleneffekte.
Was ist, wenn meine Foodcost über 40% liegt?
Dann verlierst du wahrscheinlich Geld bei diesem Gericht. Überprüfe deine Portionsgröße, Ingredienzenpreise und erwäge, deinen Menüpreis zu erhöhen oder das Gericht anzupassen.
Wie kann ich meine Foodcost senken, ohne die Qualität zu beeinträchtigen?
Konzentriere dich auf Portionskontrolle (abwiegen), überprüfe Lieferantenpreise und vergleiche Alternativen, und aktualisiere deinen Menüpreis regelmäßig. Kleine Anpassungen haben große Auswirkungen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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