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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie verarbeite ich die Kosten einer Alkoholverkaufslizenz in meiner Kostenkalkulation?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Eine Alkohollizenz kostet Geld, aber viele Gastronomen wissen nicht, wie sie diese Kosten in ihre Preise einkalkulieren sollen. Die Lizenz selbst verdienst du nicht durch ein Getränk zurück, sondern durch alle Alkoholverkäufe während der Laufzeit. In diesem Artikel lernst du, wie du Lizenzkosten korrekt in deine Kostenkalkulation einarbeitest.

Was kostet eine Alkohollizenz?

Die Kosten für eine Alkohollizenz variieren je nach Gemeinde und Lizenztyp. Für ein vollständiges Restaurant zahlst du oft zwischen €500 und €2.000 pro Jahr. Das klingt nach viel, aber verteilt auf alle Getränke, die du verkaufst, fällt es weniger ins Gewicht.

💡 Beispiel:

Restaurant mit 80 Deckungen pro Tag, 6 Tage pro Woche:

  • Alkohollizenz: €1.200 pro Jahr
  • Durchschnittlich 1,5 alkoholische Getränke pro Gast
  • Gesamt pro Jahr: 80 × 6 × 52 × 1,5 = 37.440 Getränke

Kosten pro Getränk: €1.200 ÷ 37.440 = €0,032 (3 Cent)

Wie berechnest du die Kosten pro Getränk?

Die Lizenzkosten verteilst du auf alle alkoholischen Getränke, die du in einem Jahr zu verkaufen erwartest. So erhältst du einen Betrag pro Getränk, den du in deine Kostenkalkulation einbeziehen kannst.

Formel: Lizenzkosten pro Getränk = Jährliche Lizenzkosten ÷ Erwarteter Alkoholverkauf pro Jahr

💡 Beispielberechnung:

Bistro mit Alkohollizenz von €800 pro Jahr:

  • 50 Deckungen pro Tag im Durchschnitt
  • 5 Tage pro Woche geöffnet
  • 1,2 alkoholische Getränke pro Gast

Berechnung: 50 × 5 × 52 × 1,2 = 15.600 Getränke pro Jahr

Lizenzkosten pro Getränk: €800 ÷ 15.600 = €0,051 (5 Cent)

Wo addierst du diese Kosten hinzu?

Die Lizenzkosten addierst du zu deinen anderen Fixkosten hinzu, nicht zu den Zutatenkosten jedes einzelnen Getränks. Es ist ein Overhead, den du auf deinen gesamten Alkoholverkauf verteilst.

  • Addiere die Kosten NICHT zu jeder Flasche Wein, die du einkaufst
  • Rechne ABER mit dem Betrag pro Getränk in deine Gesamtkostenkalkulation ein
  • Verwende es als Teil deiner Overhead-Berechnung
  • Aktualisiere jährlich, wenn sich die Lizenzkosten ändern

⚠️ Achtung:

Rechne nur mit alkoholischen Getränken. Softdrinks, Kaffee und Wasser benötigen keine Alkohollizenz, daher musst du diese Kosten nicht auf sie verteilen.

Auswirkung auf deine Gewinnmarge

Für die meisten Restaurants sind Lizenzkosten ein kleiner Prozentsatz des Gesamtalkoholverkaufs. Bei einem durchschnittlichen Weinpreis von €6,00 pro Glas sind 5 Cent Lizenzkosten weniger als 1% deines Verkaufspreises.

💡 Beispiel Auswirkung:

Glas Wein für €6,00 (inkl. 21% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €4,96
  • Einkaufspreis Wein: €1,20
  • Lizenzkosten: €0,05
  • Gesamtkosten: €1,25

Pour Cost: (€1,25 ÷ €4,96) × 100 = 25,2%

Verwaltung und Buchhaltung

In deiner Buchhaltung ist die Alkohollizenz eine Betriebsausgabe, die du über das ganze Jahr verteilst. Du musst nicht für jedes Getränk nachverfolgten, wie viel Lizenzkosten darin stecken – das machst du nur intern für deine Kostenkalkulation.

  • Buche die Lizenz als Betriebsausgabe in dem Jahr, in dem du sie bezahlst
  • Verwende den Betrag pro Getränk nur intern für die Preisgestaltung
  • Aktualisiere deine Berechnung, wenn du mehr oder weniger Getränke verkaufst als erwartet

Ein System wie KitchenNmbrs kann dir helfen, diese Overhead-Kosten in deine Kostenkalkulationen einzubeziehen, damit du immer weißt, was jedes Getränk dich wirklich kostet.

Wie verarbeitest du Lizenzkosten in deine Kostenkalkulation? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deinen erwarteten Alkoholverkauf pro Jahr

Addiere, wie viele alkoholische Getränke du zu verkaufen erwartest: Anzahl der Deckungen × Tage pro Woche × 52 Wochen × durchschnittliche Anzahl der Getränke pro Gast. Rechne nur mit Bier, Wein und Spirituosen.

2

Teile deine jährlichen Lizenzkosten durch diese Anzahl

Nimm die Gesamtkosten deiner Alkohollizenz für ein Jahr und teile sie durch die Anzahl der Getränke aus Schritt 1. Dies ergibt dir die Lizenzkosten pro Getränk.

3

Addiere diesen Betrag zu deinen anderen Kosten pro Getränk

Addiere die Lizenzkosten pro Getränk zu deinem Einkaufspreis und anderen Overhead-Kosten. Verwende diesen Gesamtbetrag, um deinen Verkaufspreis und die Pour Cost zu berechnen.

✨ Pro tip

Überprüfe jedes Jahr, ob deine Schätzung der Anzahl der Getränke mit deinem tatsächlichen Verkauf übereinstimmt. Wenn du viel mehr Alkohol verkaufst als erwartet, kannst du deine Preise leicht senken, da die Lizenzkosten pro Getränk niedriger ausfallen.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich Lizenzkosten in die Kostenkalkulation jeder Flasche Wein einbeziehen?

Nein, rechne pro Getränk, das du servierst, nicht pro Flasche, die du einkaufst. Eine Flasche Wein ergibt mehrere Gläser, daher verteile die Lizenzkosten auf alle Gläser, die du aus dieser Flasche ausschenkst.

Was ist, wenn ich mehr oder weniger Getränke verkaufe als erwartet?

Aktualisiere deine Berechnung jedes Jahr basierend auf deinem tatsächlichen Verkauf. Wenn du viel mehr verkaufst, werden die Lizenzkosten pro Getränk niedriger. Bei weniger Verkauf werden sie höher.

Gelten Lizenzkosten auch für alkoholfreie Getränke?

Nein, nur für alkoholische Getränke. Softdrinks, Kaffee, Tee und Wasser benötigen keine Alkohollizenz, daher musst du diese Kosten nicht hinzurechnen.

Wie oft muss ich meine Lizenz verlängern?

Dies variiert je nach Gemeinde und Lizenztyp. Einige sind jährlich, andere gelten für mehrere Jahre. Überprüfe bei deiner Gemeinde, was für deine Situation gilt, und rechne mit den jährlichen Kosten.

Sind Lizenzkosten steuerlich absetzbar?

Ja, Alkohollizenzen sind Betriebsausgaben, die du vollständig abziehen kannst. Bewahre alle Rechnungen und Korrespondenz mit der Gemeinde für deine Unterlagen auf.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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