Buy-One-Get-One-Free-Aktionen können Kunden anlocken, aber auch deinen Gewinn aufzehren. Über Plattformen wie Thuisbezorgd oder Uber Eats zahlst du oft 15-30% Provision, wodurch deine Marge noch weiter unter Druck gerät. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt zu berechnen, ob eine solche Aktion noch rentabel ist.
Warum BOGO-Aktionen gefährlich sein können
Buy One Get One Free klingt einfach: Kunde zahlt für 1 Gericht, bekommt 2. Aber über Plattformen wird es komplex, weil du Provision über den gesamten Bestellwert zahlst, während du nur die Hälfte der Gerichte in Rechnung stellst.
⚠️ Achtung:
Plattformen berechnen Provision über das, was der Kunde bestellt, nicht über das, was du in Rechnung stellst. Bei BOGO zahlst du also Provision für 2 Gerichte, bekommst aber nur 1 bezahlt.
Die versteckten Kosten von Plattformaktionen
Bei einer BOGO-Aktion über Plattform hast du es mit folgenden Kosten zu tun:
- Doppelte Lebensmittelkosten: Du machst 2 Gerichte, stellst 1 in Rechnung
- Provision für beide Gerichte: Plattform rechnet durch, als würde der Kunde 2× zahlen
- Verpackungskosten: 2 Behälter, doppelte Verpackung
- Lieferkosten: Oft gleich wie normale Bestellung
? Beispiel:
Pizza Margherita normalerweise €12,00 über Thuisbezorgd:
- Kunde bestellt: 2× Pizza (BOGO)
- Kunde zahlt: €12,00
- Plattformgebühr (25%): €6,00
- Du erhältst: €6,00
- Deine Lebensmittelkosten: 2× €3,50 = €7,00
Verlust: €1,00 pro Bestellung
Break-Even-Berechnung für BOGO-Aktionen
Um zu prüfen, ob eine BOGO-Aktion rentabel ist, berechnest du den Break-Even-Punkt. Dies ist der Mindestpreis, bei dem du keinen Verlust machst.
? Formel:
Break-Even-Preis = (2× Lebensmittelkosten + 2× Verpackung) / (1 - Plattformgebühr%)
Beispiel mit Pizza mit €3,50 Lebensmittelkosten, €0,75 Verpackung, 25% Gebühr:
(2× €3,50 + 2× €0,75) / 0,75 = €11,33
Deine Pizza muss mindestens €11,33 kosten, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Wann BOGO-Aktionen wirklich funktionieren
BOGO-Aktionen können rentabel sein bei:
- Hochmarge-Gerichte: Lebensmittelkosten unter 25%
- Cross-Selling: Kunde bestellt auch Getränke, Beilagen
- Kundenbindung: Neue Kunden, die wiederkommen
- Überkapazität: Ruhige Zeiten, in denen du ohnehin Personal bezahlst
? Intelligente BOGO:
Pasta Carbonara €16,00 (Lebensmittelkosten €4,00, 25% des Verkaufspreises):
- Break-Even-BOGO-Preis: €12,00
- Aktueller Preis: €16,00
- Marge übrig: €4,00 pro Bestellung
Diese Aktion kann rentabel sein.
Alternativen zu BOGO-Aktionen
Statt Buy One Get One Free kannst du erwägen:
- Prozentuale Rabatte: 30% Rabatt ist oft rentabler als BOGO
- Kostenloses Beigerecht: Niedrige Lebensmittelkosten, hohe Wertwahrnehmung
- Mindestbestellwert: Ab €25 kostenloses Dessert
- Kombi-Deals: Hauptgericht + Getränk zum Festpreis
Wie berechnest du die Rentabilität einer BOGO-Aktion?
Berechne deine Gesamtkosten pro Bestellung
Addiere: 2× Lebensmittelkosten + 2× Verpackungskosten + eventuell zusätzliche Arbeitskosten. Dies sind deine tatsächlichen Kosten für die BOGO-Bestellung.
Ziehe die Plattformgebühr vom Verkaufspreis ab
Multipliziere deinen Verkaufspreis mit (1 - Gebühr%). Bei €15 und 25% Gebühr erhältst du €11,25. Dies ist dein Netto-Ertrag.
Vergleiche Kosten mit Ertrag
Wenn dein Netto-Ertrag höher ist als deine Gesamtkosten, ist die Aktion rentabel. Wenn nicht, verlierst du Geld pro Bestellung.
✨ Pro tip
Teste BOGO zuerst bei einem Gericht mit niedrigen Lebensmittelkosten (max. 25%) eine Woche lang. Messe nicht nur direkten Gewinn, sondern auch wie viele neue Kunden du bekommst und ob sie zurückkommen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Berechnet die Plattform Gebühren für beide Gerichte bei BOGO?
Was sind sichere Lebensmittelkosten für BOGO-Aktionen?
Kann ich BOGO-Aktionen auf ruhige Zeiten beschränken?
Gibt es Alternativen, die besser funktionieren als BOGO?
Wie messe ich, ob eine BOGO-Aktion neue Kunden bringt?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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