📝 Grundwissen und Formeln · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich, was passiert, wenn ich meine...

📝 Von Jeffrey Smit · aktualisiert 07 Apr 2026

Direkte Antwort
Kleinere Portionen können deinen Gewinn deutlich erhöhen, aber dann musst du wissen, wie viel du sparst. Ein Gramm weniger Fleisch pro Teller scheint nichts zu sein, aber kann dir tausende Euro pro Jahr sparen.

Kleinere Portionen können deinen Gewinn deutlich erhöhen, aber dann musst du wissen, wie viel du sparst. Ein Gramm weniger Fleisch pro Teller scheint nichts zu sein, aber kann dir tausende Euro pro Jahr sparen. So berechnest du genau, welchen Effekt Portionsanpassungen haben.

Warum Portionsgröße so wichtig ist

Viele Küchen geben zu großzügige Portionen, ohne es zu bemerken. Dein Chef legt 250 Gramm Rindersteak auf den Teller, während du mit 200 Gramm kalkulierst. Das sind 50 Gramm extra pro Teller - und das summiert sich.

? Beispiel:

Du verkaufst 80 Rindersteaks pro Woche:

  • Geplant: 200 Gramm pro Stück
  • Tatsächlich: 250 Gramm pro Stück
  • Unterschied: 50 Gramm extra pro Stück
  • Rindersteak kostet: €24/kg

Zusatzkosten: 50g × €0,024 × 80 Stück = €96 pro Woche = €4.992 pro Jahr

Die Formel für Portions-Impact

Für jede Anpassung der Portionsgröße verwendest du diese Formel:

Impact pro Jahr = Unterschied in Gramm × Preis pro Gramm × Portionen pro Woche × 52

Wobei Preis pro Gramm = Kilopreis / 1000

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit deinem tatsächlichen Einkaufspreis, nicht mit dem Preis nach Schnittabfall. Wenn du ganze Forelle für €18/kg kaufst, aber nach dem Filetieren €32/kg zahlst, verwende dann €32.

Schritt für Schritt berechnen

Nimm dein meistverkauftes Gericht und leg los:

  • Wiege eine Woche lang, wie viel dein Chef tatsächlich aufschöpft
  • Vergleiche mit dem, was du dachtest, dass es war
  • Berechne den Unterschied in Euro
  • Multipliziere mit der Anzahl der Portionen pro Jahr

? Beispiel Pasta:

Du überlegst, Pasta von 120g auf 100g zu reduzieren:

  • Unterschied: 20 Gramm weniger
  • Pasta kostet: €3/kg = €0,003 pro Gramm
  • Verkauf: 150 Portionen/Woche

Einsparung: 20g × €0,003 × 150 × 52 = €468 pro Jahr

Auswirkung auf Food-Cost-Prozentsatz

Kleinere Portionen senken deinen Food-Cost-Prozentsatz automatisch. Wenn deine Ingredienzikosten sinken, aber dein Verkaufspreis gleich bleibt, wird deine Marge besser.

Neuer Food-Cost % = (Neue Ingredienzikosten / Verkaufspreis ohne VAT) × 100

? Food-Cost-Beispiel:

Rindersteak von €32 (inkl. 9% VAT) = €29,36 ohne VAT:

  • War: 250g à €24/kg = €6,00 Ingredienzen → 20,4% Food-Cost
  • Wird: 200g à €24/kg = €4,80 Ingredienzen → 16,3% Food-Cost

Verbesserung: 4,1 Prozentpunkte niedrigere Food-Cost

Worauf du achten musst

Nicht alle Anpassungen sind sinnvoll. Beachte diese Punkte:

  • Gastzufriedenheit: Zu kleine Portionen führen zu Beschwerden
  • Konkurrenz: Überprüfe, was andere für denselben Preis geben
  • Beilagen: Kleinere Hauptportion, mehr Gemüse kann cleverer sein
  • Teure Ingredienzen zuerst: Beginne mit Fleisch und Fisch, nicht mit Reis und Pasta

⚠️ Achtung:

Teste neue Portionsgrößen erst eine Woche lang. Beobachte, ob dein Umsatz durch unzufriedene Gäste sinkt. Manchmal ist ein 5%-iger Umsatzrückgang teurer als die Ingredienzieneinsparung.

Hilfsmittel zur Kontrolle

Um das strukturell anzugehen, brauchst du ein System:

  • Waage in der Küche zur Kontrolle
  • Klare Portionsgrößen in Rezepten
  • Regelmäßige Kontrolle durch Chef oder Inhaber
  • Dokumentation von Abweichungen

Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, Standard-Portionsgrößen festzulegen und die Auswirkung auf deine Food-Cost direkt zu sehen. So weißt du genau, was jede Anpassung bringt.

Wie berechnest du Portions-Impact? (Schritt für Schritt)

1

Wiege deine aktuellen Portionen eine Woche lang

Wiege eine Woche lang, was dein Chef tatsächlich von deinen 3 meistverkauften Gerichten aufschöpft. Notiere den Unterschied zu dem, was du dachtest, dass es war. Das gibt dir die tatsächliche Portionsgröße.

2

Berechne den Kostenunterschied pro Portion

Ziehe die neue Portionsgröße von der alten ab. Multipliziere den Unterschied in Grammen mit deinem Einkaufspreis pro Gramm. Das gibt dir die Einsparung oder zusätzlichen Kosten pro Teller.

3

Berechne, was das pro Jahr kostet oder spart

Multipliziere den Unterschied pro Portion mit der Anzahl der Portionen pro Woche und mit 52. Das gibt dir die Gesamtauswirkung auf Jahresbasis. Addiere alle Gerichte zusammen für den Gesamteffekt.

✨ Pro tip

Überprüfe zuerst deine 3 meistverkauften Gerichte. Wenn die bei der Portionsgröße stimmen, hast du 80% deines Problems gelöst. Beginne dort, nicht bei Gerichten, die du nur 2x pro Woche verkaufst.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel kann ich sparen, wenn ich Portionen um 10% verkleinere?
Das hängt von deinen Ingredienzikosten und der Anzahl der Portionen ab. Bei einem Gericht mit €8 an Ingredienzen und 100 Portionen/Woche sparst du €0,80 × 100 × 52 = €4.160 pro Jahr. Überprüfe es pro Gericht.
Merken Gäste es, wenn ich Portionen verkleinere?
Bei 5-10% Unterschied merkt fast niemand etwas. Bei 15% oder mehr schon. Teste es erst eine Woche und achte auf Reaktionen. Manchmal kannst du mit schönerer Anrichtung denselben Effekt erreichen.
Bei welchen Ingredienzen hat Portionsanpassung die meiste Auswirkung?
Beginne mit den teuersten Ingredienzen: Fleisch, Fisch, Käse. 20 Gramm weniger Rindersteak spart mehr als 20 Gramm weniger Reis. Konzentriere dich auf Gerichte, die du oft verkaufst.
Wie stelle ich sicher, dass mein Chef konsistent die gleichen Portionen gibt?
Verwende eine Waage, schreibe Portionsgrößen in Rezepten auf und kontrolliere regelmäßig. Erkläre, warum es wichtig ist - nicht um zu kontrollieren, sondern um konsistent zu bleiben für deine Gäste.
Ist es besser, den Preis zu erhöhen, statt Portionen zu verkleinern?
Das hängt von deiner Konkurrenz und deinen Kunden ab. Preiserhöhung ist ehrlicher, aber Gäste merken es schneller. Manchmal ist eine Kombination clever: etwas kleinere Portion und etwas höherer Preis.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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