Frühstücks- und Mittagsangebote wirken attraktiv, bringen aber oft zu wenig ein. Viele Cafés und Restaurants rechnen nur mit den Zutaten, vergessen aber Fixkosten und Arbeit. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du berechnest, ob deine Angebote wirklich rentabel sind.
Was kostet ein Angebot wirklich?
Bei Angeboten denken Unternehmer oft nur an die Lebensmittelkosten. Aber es kommt mehr dazu:
- Zutatenkosten - was du für das Gericht einkaufst
- Arbeitskosten - Zeit deines Personals
- Fixkosten - Miete, Energie, Abschreibung
- Gewinnmarge - was übrig bleiben muss
Ein Angebot, das nur die Zutaten deckt, kostet dich Geld.
💡 Beispiel:
Frühstücksangebot für €7,50 (inkl. 9% MwSt.):
- Brötchen, Belag, Kaffee: €2,10
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €6,88
- Lebensmittelkosten: 30,5%
Sieht gut aus, aber ist noch Platz für Arbeit und Gewinn?
Berechne deine Gesamtkosten pro Gast
Für eine realistische Berechnung addierst du alle Kosten:
Schritt 1: Lebensmittelkosten berechnen
Addiere alle Zutaten, einschließlich Garnitur und Getränke.
Schritt 2: Arbeitskosten schätzen
Wie viele Minuten kostet es, das Angebot zuzubereiten? Rechne mit €25-30 pro Stunde Gesamtarbeitskosten (Lohn + Arbeitgeberabgaben).
Schritt 3: Fixkosten verteilen
Üblich: 15-25% deines Umsatzes gehen für Miete, Energie und andere Fixkosten.
💡 Beispielberechnung:
Mittagsangebot €9,50 (€8,72 ohne MwSt.):
- Zutaten: €2,80
- Arbeit (8 Min × €0,45/Min): €3,60
- Fixkosten (20% von €8,72): €1,74
- Gesamtkosten: €8,14
Gewinn: €8,72 - €8,14 = €0,58 (6,7%)
Mindestverkaufspreis berechnen
Möchtest du eine gesunde Gewinnmarge von 15-20%? Dann berechnest du den Mindestpreis so:
Formel:
Mindestpreis = Gesamtkosten / (1 - gewünschte Gewinnmarge)
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer vergessen Arbeitskosten. Ein Angebot, das 5 Minuten extra Arbeit kostet, muss €2-3 mehr einbringen, um rentabel zu sein.
Alternative Optionen für bessere Margen
Wenn dein Angebot zu wenig einbringt, hast du diese Optionen:
- Preis erhöhen - teste, ob Gäste bereit sind, €1-2 mehr zu zahlen
- Zutaten anpassen - günstigere Alternativen ohne Qualitätsverlust
- Portionsgröße reduzieren - kleinere Brötchen oder weniger Belag
- Mit rentablen Artikeln kombinieren - stimuliere Zusatzbestellungen von Getränken
💡 Beispiel Optimierung:
Frühstücksangebot von €7,50 auf €8,50:
- Zusätzlicher Umsatz: €1,00
- Bei 50 Angeboten pro Woche: €2.600 zusätzlich pro Jahr
- Kosten bleiben gleich
Oft akzeptieren Gäste eine kleine Erhöhung ohne Probleme.
Überwache deine Ergebnisse
Halte wöchentlich fest:
- Anzahl verkaufter Angebote
- Durchschnittliche Zusatzbestellung pro Angebots-Gast
- Gesamtmarge auf Angebot + Zusatzbestellung
- Vergleich mit normaler Speisekarte
Eine App wie KitchenNmbrs hilft, diese Zahlen automatisch zu verfolgen, damit du schnell siehst, ob deine Angebote rentabel bleiben.
Wie berechnest du die Rentabilität deiner Angebote?
Berechne alle Zutatenkosten
Addiere alle Zutaten, die in dein Angebot gehören. Vergiss nicht Getränke, Garnitur und Saucen. Das sind deine direkten Lebensmittelkosten.
Berechne Arbeitskosten aus
Messe, wie viele Minuten es kostet, das Angebot zuzubereiten. Multipliziere mit €0,45 pro Minute (€27/Stunde Gesamtarbeitskosten). Das ergibt deine Arbeitskosten pro Angebot.
Addiere Fixkosten hinzu
Nimm 20% deines Verkaufspreises (ohne MwSt.) für Fixkosten wie Miete und Energie. Addiere alle Kosten und ziehe sie von deinem Verkaufspreis ab, um deinen tatsächlichen Gewinn zu erhalten.
✨ Pro tip
Überprüfe nicht nur das Angebot selbst, sondern auch, was Gäste zusätzlich bestellen. Ein Angebot mit 5% Gewinn kann immer noch interessant sein, wenn Gäste durchschnittlich €8 an Getränken mit 60% Marge zusätzlich bestellen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich Arbeitskosten in meine Angebots-Berechnung einbeziehen?
Ja, unbedingt. Ein Angebot, das 5 Minuten extra Arbeit kostet, muss €2-3 mehr einbringen, um deine Arbeitskosten zu decken. Sonst arbeitest du umsonst.
Was ist eine gesunde Gewinnmarge bei Frühstücks- und Mittagsangeboten?
Mindestens 15-20% Gewinnmarge nach allen Kosten. Angebote mit weniger als 10% Gewinn kosten dich am Ende Geld durch die zusätzliche Verwaltung und Marketing.
Wie oft sollte ich meine Angebots-Preise überprüfen?
Überprüfe monatlich, ob deine Angebote noch rentabel sind. Zutatenprise ändern sich regelmäßig, und deine Arbeitskosten können durch Tariferhöhungen steigen.
Was ist, wenn Gäste bei einer Preiserhöhung weggehen?
Teste kleine Erhöhungen von €0,50-1,00. Oft akzeptieren Gäste dies ohne Probleme. Besser 40 rentable Angebote als 50 verlustbringende.
Kann ich Angebote nutzen, um neue Gäste anzulocken?
Ja, aber stelle sicher, dass du bei Zusatzbestellungen Gewinn machst. Ein verlustbringendes Angebot ist nur sinnvoll, wenn Gäste durchschnittlich €5+ zusätzlich mit 60% Marge bestellen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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