Plattformpreise müssen höher sein als in deinem Restaurant - das ist keine Gier, sondern Mathematik. Lieferplattformen berechnen 15-30% Provision, plus zusätzliche Verpackungskosten. Ohne Preiserhöhung verdienst du weniger oder machst Verlust bei jeder Bestellung.
Warum Plattformpreise immer höher sein müssen
Viele Restaurantbesitzer denken: "Ich setze die gleichen Preise auf Lieferando wie im Restaurant." Das ist ein teurer Fehler. Deine zusätzlichen Kosten sind:
- Plattformgebühr: 15-30% deines Bestellwerts
- Verpackungskosten: €0,50-€2,00 pro Bestellung
- Keine Trinkgelder: Personal verdient weniger
- Zahlungsgebühren: zusätzliche Transaktionskosten
⚠️ Achtung:
Wenn du die gleichen Preise verwendest, verdienst du 20-35% weniger pro Gericht. Bei einer Marge von 30% bleibt dir fast nichts übrig.
Berechne deinen Break-Even-Plattformpreis
Dein Break-Even-Preis ist das Minimum, um genauso viel zu verdienen wie im Restaurant. Die Formel:
Plattformpreis = (Restaurantpreis + Verpackungskosten) / (1 - Plattformgebühr%)
💡 Beispiel:
Pasta Carbonara im Restaurant: €16,50
- Plattformgebühr: 25%
- Verpackungskosten: €0,80
Break-Even-Plattformpreis: (€16,50 + €0,80) / (1 - 0,25) = €23,07
Du musst mindestens €23,07 verlangen, um gleich viel zu verdienen.
Unterschiedliche Gebühren pro Plattform
Nicht jede Plattform berechnet das Gleiche. Übliche Gebühren:
- Lieferando: 13-35% (abhängig vom Vertrag)
- Uber Eats: 15-30%
- Deliveroo: 20-35%
- Eigene Lieferung über Plattform: 10-15%
Je niedriger die Gebühr, desto weniger musst du aufschlagen. Aber vergiss Verpackungskosten nicht - die fallen immer an.
💡 Beispiel Gebührenunterschied:
Pizza Margherita Restaurantpreis: €12,00
- Bei 15% Gebühr: €14,82 Plattformpreis
- Bei 30% Gebühr: €18,29 Plattformpreis
Unterschied: €3,47 pro Pizza
Verpackungskosten nicht vergessen
Verpackung wirkt klein, summiert sich aber schnell. Durchschnittliche Kosten pro Bestellung:
- Essensboxen: €0,15-€0,40 pro Stück
- Saucenbehälter: €0,05-€0,10 pro Stück
- Besteck und Servietten: €0,10-€0,20
- Tüten und Aufkleber: €0,05-€0,15
Bei einer durchschnittlichen Bestellung kommst du auf €0,50-€2,00 Verpackungskosten. Das musst du weitergeben.
⚠️ Achtung:
Verpackungskosten sind oft höher als gedacht. Zähle einen Monat auf, was du ausgibst, und teile durch die Anzahl der Bestellungen.
Psychologie höherer Plattformpreise
Kunden akzeptieren höhere Preise auf Plattformen. Sie wissen, dass Lieferung extra kostet. Untersuchungen zeigen:
- 85% erwartet höhere Preise auf Lieferplattformen
- Durchschnittlich 15-25% Aufschlag wird als normal empfunden
- Zu niedrige Preise können sogar Misstrauen wecken
Hab also keine Angst, deine Preise anzupassen. Es ist logisch und erwartet.
💡 Beispiel Preiswahrnehmung:
Burger im Restaurant: €14,50
- Plattformpreis: €18,50
- Kunde denkt: "Logisch, Lieferung kostet extra"
27% Aufschlag wird als normal empfunden.
Unterschiedliche Strategien für verschiedene Gerichte
Nicht jedes Gericht braucht den gleichen Aufschlag. Denk strategisch:
- Beliebte Gerichte: Niedrigerer Aufschlag (Volumen kompensiert)
- Premium-Gerichte: Höherer Aufschlag (Kunde erwartet das)
- Beilagen und Getränke: Höherer Aufschlag (einfache Marge)
So optimierst du deinen durchschnittlichen Bestellwert und deine Marge gleichzeitig.
Wie berechnest du die richtigen Plattformpreise?
Sammle deine Kosten
Notiere deinen Restaurantpreis pro Gericht, die Plattformgebühr (check deinen Vertrag) und addiere deine Verpackungskosten einer durchschnittlichen Bestellung. Teile Verpackungskosten durch die Anzahl der Gerichte pro Bestellung.
Berechne Break-Even-Preis
Verwende die Formel: (Restaurantpreis + Verpackungskosten pro Gericht) / (1 - Plattformgebühr%). Das ist dein Minimum, um genauso viel zu verdienen wie im Restaurant.
Teste und optimiere
Starte mit Break-Even-Preisen und überwache deine Bestellungen. Erhöhe beliebte Gerichte schrittweise um €0,50-€1,00, um deine Marge zu verbessern. Achte auf Bestellhäufigkeit.
✨ Pro tip
Berechne deine Plattformpreise mit einer App wie KitchenNmbrs, die automatisch Gebühren und Verpackungskosten berücksichtigt. So siehst du sofort, ob jedes Gericht profitabel bleibt.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel Prozent Aufschlag ist normal für Lieferplattformen?
Durchschnittlich 15-30% Aufschlag wird von Kunden als normal empfunden. Das kompensiert Plattformgebühren und Verpackungskosten, ohne abschreckend zu wirken.
Sollte ich unterschiedliche Preise pro Plattform verwenden?
Ja, das kann sinnvoll sein. Plattformen mit niedrigerer Gebühr können niedrigere Preise bekommen. Achte aber darauf, dass Kunden das vergleichen können.
Was ist, wenn mein Konkurrenz auf der Plattform günstiger ist?
Überprüfe, ob er wirklich profitabel ist. Viele Restaurants verlieren Geld auf Plattformen durch zu niedrige Preise. Konzentriere dich auf deine eigenen Zahlen, nicht auf den Konkurrenten.
Kann ich Verpackungskosten separat berechnen?
Technisch ja, aber Kunden finden das unangenehm. Besser ist es, Verpackungskosten in deine Gerichtpreise einzurechnen für Transparenz.
Wie oft sollte ich meine Plattformpreise anpassen?
Überprüfe monatlich deine Zahlen. Wenn sich Plattformgebühren ändern oder Verpackungskosten steigen, passe sofort an. Deine Marge ist zu wichtig, um sie zu verlieren.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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