Die Rentabilität deines Catering-Unternehmens berechnest du, indem du alle Einnahmen minus alle Kosten über ein ganzes Jahr nimmst. Viele Catering-Unternehmer schätzen dies, aber durch Jahreszeiten, variable Kosten pro Event und verschiedene Arten von Aufträgen ist eine genaue Berechnung entscheidend. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du den Gesamtjahresgewinn deines Catering-Unternehmens berechnest.
Sammle alle Jahreseinnahmen nach Catering-Typ
Beginne damit, alle Einnahmen aus verschiedenen Catering-Segmenten zu addieren. Dies gibt dir ein vollständiges Bild deines Umsatzes.
💡 Beispiel Jahreseinnahmen:
- Firmen-Catering (Mittagessen): €180.000
- Hochzeiten und Feiern: €220.000
- Geschäftliche Events: €95.000
- Kleine Zusammenkünfte: €45.000
Gesamter Jahresumsatz: €540.000
Beachte, dass du alle Einnahmen inkl. VAT addierst, denn deine Kosten rechnest du auch inkl. VAT. Vergiss keine kleinen Aufträge oder einmalige Events.
Berechne deine gesamten Lebensmittelkosten über das Jahr
Lebensmittelkosten sind bei Catering oft höher als in Restaurants wegen Buffets und großzügigen Portionen. Addiere alle Zutatenkosten des ganzen Jahres.
- Alle Einkäufe bei Lieferanten
- Zusätzliche Zutaten für Last-Minute-Änderungen
- Verpackungsmaterial (Schalen, Behälter, Servietten)
- Dekoration und Garnierung
💡 Beispiel Lebensmittelkostenberechnung:
Bei €540.000 Umsatz und 35% Lebensmittelkosten:
Gesamte Lebensmittelkosten: €540.000 × 0,35 = €189.000
⚠️ Beachte:
Übliche Lebensmittelkosten für Catering liegen zwischen 30-40%. Höher als in Restaurants wegen Buffet-Aufbau und großzügigeren Portionen pro Person.
Addiere alle Personalkosten
Personalkosten sind bei Catering komplex, weil du variable Besetzung pro Event hast. Rechne alle Kosten ein:
- Feste Mitarbeiter (Köche, Planung)
- Flexible Bedienung pro Event
- Fahrtkosten und Fahrtzeit Personal
- Sozialabgaben und Versicherungen
- Dein eigenes Gehalt als Unternehmer
💡 Beispiel Personalkosten:
- Feste Mitarbeiter: €85.000
- Flexibles Personal: €95.000
- Sozialabgaben (30%): €54.000
- Eigenes Gehalt: €45.000
Gesamte Personalkosten: €279.000
Berechne alle sonstigen Betriebskosten
Catering hat spezifische Kosten, die Restaurants nicht haben. Vergiss keine Kostenposition:
- Miete Küche/Betriebsgebäude
- Transport und Kraftstoff
- Material (Schalen, Chafing Dishes, Tische)
- Versicherungen und Genehmigungen
- Marketing und Kundenakquisition
- Telefon, Internet, Verwaltung
- Buchhalter und Buchhaltung
💡 Beispiel sonstige Kosten:
- Miete und Energie: €24.000
- Transport und Kraftstoff: €18.000
- Material und Abschreibung: €12.000
- Versicherungen: €8.000
- Sonstiges (Marketing, Verwaltung): €15.000
Gesamte sonstige Kosten: €77.000
Berechne deinen Netto-Jahresgewinn
Jetzt kannst du die Gesamtrentabilität mit der Formel berechnen: Gewinn = Umsatz - Lebensmittelkosten - Personalkosten - Sonstige Kosten
💡 Vollständige Jahresgewinnberechnung:
- Jahresumsatz: €540.000
- Lebensmittelkosten: €189.000
- Personalkosten: €279.000
- Sonstige Kosten: €77.000
Gesamtkosten: €545.000
Netto-Jahresgewinn: €540.000 - €545.000 = -€5.000
⚠️ Beachte:
Ein negatives Ergebnis bedeutet Verlust. Überprüfe, ob du alle Einnahmen berücksichtigt hast und ob deine Kosten realistisch sind. Viele Caterer vergessen Fahrtzeit und kleine Materialkosten.
Analysiere deine Gewinnmarge pro Event-Typ
Für ein vollständiges Bild teilst du den Gewinn pro Catering-Segment auf. So siehst du, welche Event-Typen am meisten einbringen.
- Berechne Umsatz pro Segment
- Teile Kosten basierend auf Zeit/Personal auf
- Vergleiche Gewinnmarge pro Typ
- Konzentriere dich mehr auf rentable Segmente
Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, pro Event die Kostenkalkulation zu verfolgen, damit du am Ende des Jahres genau weißt, welche Aufträge am meisten einbringen.
Wie berechnest du die Jahresrentabilität von Catering? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Jahreseinnahmen
Addiere alle Umsätze aus Firmen-Catering, Hochzeiten, Events und kleinen Aufträgen. Nutze deine Buchhaltung oder Kassenübersichten, um nichts zu vergessen.
Berechne gesamte Lebensmittelkosten
Addiere alle Zutatenkosten, Verpackung und Dekoration. Übliche Lebensmittelkosten für Catering sind 30-40% des Umsatzes.
Berechne Personalkosten
Addiere feste und flexible Mitarbeiter, Sozialabgaben, Fahrtkosten und dein eigenes Gehalt. Dies ist oft die größte Kostenposition.
Addiere sonstige Betriebskosten
Miete, Transport, Material, Versicherungen und Verwaltungskosten. Vergiss keine Abschreibungen auf Geräte und Autos.
Ziehe alle Kosten vom Umsatz ab
Jahresgewinn = Umsatz - Lebensmittelkosten - Personalkosten - Sonstige Kosten. Ein gesundes Catering-Unternehmen behält 8-15% Netto-Gewinn.
✨ Pro tip
Halte pro Event fest, was es kostet und einbringt. Nach einem Jahr siehst du genau, welche Arten von Aufträgen am rentabelsten sind und kannst dein Marketing darauf ausrichten.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gesunde Gewinnmarge für ein Catering-Unternehmen?
Eine gesunde Netto-Gewinnmarge für Catering liegt zwischen 8-15% des Umsatzes. Unter 5% ist riskant, über 20% ist außergewöhnlich gut.
Muss ich VAT in meine Gewinnberechnung einbeziehen?
Rechne konsequent mit oder ohne VAT. Normalerweise ist es am einfachsten, alle Beträge inkl. VAT zu nehmen, wie sie in deiner Buchhaltung stehen.
Wie teile ich Kosten auf verschiedene Event-Typen auf?
Verteile basierend auf Zeit und Personal pro Event-Typ. Hochzeiten erfordern mehr Personal als Mittags-Catering, bekommen also einen höheren Kostenanteil.
Was ist, wenn mein Catering-Unternehmen Verlust macht?
Überprüfe zuerst, ob alle Einnahmen berücksichtigt wurden. Dann schaust du, wo du sparen kannst: niedrigere Lebensmittelkosten, effizienteres Personal oder höhere Preise.
Wie oft sollte ich meinen Jahresgewinn berechnen?
Erstelle jedes Quartal eine Zwischenbilanz. So kannst du gegensteuern, wenn du siehst, dass Kosten zu hoch ausfallen oder bestimmte Events zu wenig einbringen.
Welche Kosten vergessen Caterer oft?
Fahrtzeit Personal, kleine Materialkosten, Abschreibung auf Geräte und das eigene Gehalt als Unternehmer werden oft in der Berechnung vergessen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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