F&B-Umsatz pro Hotelgast ist eine entscheidende KPI für Hotels mit Restaurant- und Bareinrichtungen. Viele Hoteliers wissen, wie viel sie mit Zimmern verdienen, aber haben keinen Überblick darüber, wie viel jeder Gast zum F&B-Umsatz beiträgt. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du das berechnest und warum es für deine Rentabilität so wichtig ist.
Was ist F&B-Umsatz pro Hotelgast?
F&B-Umsatz pro Hotelgast (Food & Beverage Revenue Per Available Room - RevPAR F&B) zeigt, wie viel jeder Hotelgast durchschnittlich während seines Aufenthalts für Essen und Getränke ausgibt. Es gibt dir Einblick, wie gut deine F&B-Einrichtungen funktionieren und wo du zusätzliche Umsätze generieren kannst.
Die Grundformel
Die Berechnung ist einfach, aber wirkungsvoll:
F&B-Umsatz pro Gast pro Tag = Gesamter F&B-Umsatz / (Anzahl belegter Zimmer × Durchschnittliche Aufenthaltsdauer)
💡 Beispiel:
Hotel mit 50 Zimmern, Auslastungsgrad 70% im Januar:
- Belegte Zimmernächte: 50 × 0,70 × 31 = 1.085
- F&B-Umsatz Januar: €32.550
- Durchschnittliche Aufenthaltsdauer: 2,1 Nächte
F&B pro Gast pro Tag: €32.550 / (1.085 / 2,1) = €63,00
Verschiedene Berechnungsmethoden
Du kannst den F&B-Umsatz auf verschiedene Weise berechnen, je nachdem, was du messen möchtest:
- Pro belegtem Zimmer: Gesamter F&B-Umsatz / Anzahl belegter Zimmernächte
- Pro einzelnem Gast: Gesamter F&B-Umsatz / Gesamtzahl der Gäste
- Pro verfügbarem Zimmer: Gesamter F&B-Umsatz / Gesamtzahl der Zimmer (auch leere)
Die erste Methode ist am häufigsten, da du damit siehst, was zahlende Gäste wirklich ausgeben.
Benchmarks und Zielwerte
F&B-Umsatz variiert stark je nach Hoteltyp und Lage:
- Stadthotels: €35-65 pro Gast pro Tag
- Resorthotels: €55-95 pro Gast pro Tag
- Geschäftshotels: €25-45 pro Gast pro Tag
- Budget-Hotels: €15-30 pro Gast pro Tag
⚠️ Achtung:
Diese Zahlen sind Richtlinien. Hotels in touristischen Gebieten oder mit Sternerestaurants können viel höher liegen, während Hotels ohne eigenes Restaurant logischerweise niedriger ausfallen.
Faktoren, die den F&B-Umsatz beeinflussen
Verschiedene Elemente bestimmen, wie viel deine Gäste für F&B ausgeben:
- Aufenthaltsdauer: Längere Aufenthalte = mehr F&B-Gelegenheiten
- Jahreszeit: Ferienzeiten oft höhere Ausgaben
- Gasttyp: Geschäftsgäste vs. Familien vs. Touristen
- Einrichtungen: Zimmerservice, Minibar, Restaurant, Bar
- Lage: Zentrum vs. Außengebiet (Alternativen)
F&B-Umsatz optimieren
Du kannst verschiedene Strategien einsetzen, um die F&B-Ausgaben pro Gast zu erhöhen:
💡 Beispielstrategien:
- Frühstücksarrangements bei der Buchung anbieten
- Happy Hour für Hotelgäste (19:00-20:00)
- Zimmerservice-Menü in jedem Zimmer
- Minibar mit lokalen Spezialitäten
- Dinner-Arrangements mit Zimmerpaketen koppeln
Überwachung und Berichterstattung
Verfolge deinen F&B-Umsatz pro Gast monatlich, um Trends zu erkennen. Vergleiche mit dem gleichen Monat des Vorjahres und achte auf Saisonnmuster. Teile die Daten nach Gasttyp auf, wenn du das in deinem System unterscheiden kannst.
Ein System wie KitchenNmbrs kann dir helfen, deine F&B-Kosten und Margen pro Gericht zu verfolgen, damit du nicht nur Umsatz, sondern auch Rentabilität pro Gast berechnen kannst.
Wie berechnest du F&B-Umsatz pro Hotelgast? (Schritt für Schritt)
Sammle deine F&B-Umsatzdaten
Hole aus deinem Kassensystem den Gesamt-F&B-Umsatz für den Zeitraum, den du messen möchtest. Addiere alle Restaurant-, Bar-, Zimmerservice- und Minibar-Umsätze zusammen. Rechne mit Beträgen ohne MwSt. für ein klares Bild.
Bestimme die Anzahl der belegten Zimmernächte
Zähle die Gesamtzahl der Zimmernächte, die im gleichen Zeitraum verkauft wurden. Das findest du in deinem Hotelmanagementsystem. Multipliziere Anzahl der Zimmer × Auslastungsgrad × Anzahl der Tage im Zeitraum.
Berechne die durchschnittliche Aufenthaltsdauer
Teile die Gesamtzahl der Zimmernächte durch die Anzahl der einzelnen Buchungen. Wenn Gäste durchschnittlich 2,5 Nächte bleiben, verwendest du diese Zahl, um von 'pro Zimmernacht' zu 'pro Gast' zu wechseln.
Wende die Formel an
F&B-Umsatz pro Gast pro Tag = Gesamter F&B-Umsatz / (Belegte Zimmernächte / Durchschnittliche Aufenthaltsdauer). Dies gibt dir den Betrag, den jeder Hotelgast durchschnittlich pro Tag für F&B ausgibt.
✨ Pro tip
Verfolge nicht nur den Gesamt-F&B-Umsatz, sondern teile ihn nach Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Bar auf. So siehst du, welche F&B-Gelegenheiten am meisten bringen und wo du optimieren kannst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich MwSt. in die F&B-Umsatzberechnung einbeziehen?
Rechne vorzugsweise ohne MwSt., um ein klares Bild deiner tatsächlichen Einnahmen zu bekommen. F&B hat 19% MwSt., also teile deinen Umsatz durch 1,19, um den Betrag ohne MwSt. zu erhalten.
Wie ist es mit Gästen, die nicht im Hotel essen?
Externe Gäste (Nicht-Hotelgäste), die in deinem Restaurant essen, zählen nicht für diese Berechnung. Konzentriere dich nur auf F&B-Umsatz, der von deinen eigenen Hotelgästen generiert wird.
Was ist, wenn mein Hotel kein eigenes Restaurant hat?
Dann berechnest du nur Minibar, Zimmerservice und eventuell eine Hotelbar. Hotels ohne F&B-Einrichtungen haben logischerweise einen niedrigeren F&B-Umsatz pro Gast, oft unter €10 pro Tag.
Wie oft sollte ich diese Berechnung durchführen?
Monatlich ist ideal, um Trends zu erkennen. Vergleiche immer mit dem gleichen Monat des Vorjahres wegen Saisoneffekten. Wöchentliche Überwachung kann in Stoßzeiten nützlich sein.
Was ist ein guter F&B-Umsatz pro Gast für meinen Hoteltyp?
Stadthotels erreichen oft €35-65 pro Gast pro Tag, Resorts €55-95, Geschäftshotels €25-45. Es hängt von deinen Einrichtungen, deiner Lage und deinem Gasttyp ab.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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