BETA APP IN ENTWICKLUNG HACCP und mehr sind in deinem Dashboard verfügbar — derzeit in der Betaphase, kleine Fehler sind möglich. Die neue App mit vollständiger Integration folgt bald.
📝 Bar, Getränke & Cocktails · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie stelle ich eine Getränkekarte basierend auf Marge und Beliebtheit zusammen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 17 Mar 2026

Eine Getränkekarte basierend auf Marge und Beliebtheit zusammenzustellen hilft dir, die richtige Balance zwischen dem zu finden, was Gäste wollen und was dir Gewinn bringt. Viele Gastronomiebetreiber wählen Getränke rein nach Geschmack oder weil der Lieferant ein gutes Angebot macht, vergessen aber, auf die tatsächliche Rentabilität zu schauen. In diesem Artikel lernst du, wie du systematisch eine Getränkekarte zusammenstellst, die sowohl bei Gästen beliebt als auch rentabel für dein Geschäft ist.

Die Grundlagen: Pour Cost pro Getränk berechnen

Genau wie Foodcost beim Essen berechnest du bei Getränken die Pour Cost. Dies ist der Prozentsatz deines Verkaufspreises, der in den Einkauf des Getränks fließt.

💡 Beispiel Pour Cost Berechnung:

Eine Flasche Wein kostet dich €8,50 im Einkauf und du verkaufst das Glas (0,15L) für €6,50:

  • Verkaufspreis exkl. 21% MwSt.: €6,50 / 1,21 = €5,37
  • Kosten pro Glas: €8,50 / 5 Gläser = €1,70
  • Pour Cost: (€1,70 / €5,37) × 100 = 31,7%

Das ist eine gesunde Pour Cost für Wein.

Übliche Pour Cost Prozentsätze pro Getränkeart

Verschiedene Getränkearten haben unterschiedliche übliche Margen. Hier sind die Benchmarks:

  • Bier: 20-28% Pour Cost
  • Wein pro Glas: 25-35% Pour Cost
  • Spirituosen/Schnaps: 18-25% Pour Cost
  • Cocktails: 20-30% Pour Cost (alle Zutaten mitgerechnet)
  • Softdrinks: 15-25% Pour Cost
  • Kaffee: 10-20% Pour Cost

⚠️ Achtung:

Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., nicht 9%. Rechne immer exkl. MwSt. für deine Pour Cost Berechnung.

Beliebtheit messen: Die 80/20 Regel

In den meisten Bars gilt die 80/20 Regel: 20% deiner Getränke sorgen für 80% deines Umsatzes. Diese beliebten Getränke verdienen extra Aufmerksamkeit in deiner Zusammenstellung.

Messe Beliebtheit anhand von:

  • Anzahl verkauft pro Woche - absolute Zahlen
  • Prozentsatz des Gesamtgetränkeumsatzes - relative Beliebtheit
  • Saisonale Trends - Rosé im Sommer, warme Getränke im Winter
  • Tageszeit - Kaffee tagsüber, Cocktails abends

Die vier Quadranten: Stars, Puzzles, Plowhorses und Dogs

Genau wie bei Menu Engineering für Essen teilst du Getränke in vier Kategorien ein:

💡 Beispiel Getränkeeinteilung:

  • Stars: Beliebt + Rentabel (Heineken, Hauswein)
  • Plowhorses: Beliebt + Nicht rentabel (Premium Biere, teure Weine)
  • Puzzles: Nicht beliebt + Rentabel (spezielle Cocktails)
  • Dogs: Nicht beliebt + Nicht rentabel (langsam rotierenden Spirituosen)

Stars sind deine Goldgrube - bewirb diese Getränke aktiv. Plowhorses musst du überdenken: Kannst du den Preis erhöhen oder günstiger einkaufen? Puzzles haben Potenzial, wenn du sie besser bewirbst. Dogs kannst du besser von deiner Karte nehmen.

Praktische Tipps zur Zusammenstellung

Beginne mit einer begrenzten Karte und baue langsam aus. Zu viel Auswahl lähmt Gäste und erhöht deine Lagerkosten.

  • Bier: 1-2 Fassbiere, 3-4 Flaschen maximal
  • Wein: 2-3 Weiße, 2-3 Rote, 1-2 Rosé, 1 Sekt
  • Spirituosen: Basiskollektion (Gin, Wodka, Whisky, Rum) + 1-2 Premium
  • Cocktails: 6-8 Klassiker, die dein Team gut zubereiten kann

⚠️ Achtung:

Eine umfangreiche Karte wirkt beeindruckend, erhöht aber deine Einkaufs- und Verschwendungskosten. Halte es übersichtlich.

Jahreszeiten und Trends berücksichtigen

Passe deine Karte pro Jahreszeit an, aber halte deine Basis fest. Gäste wollen vertraute Wahlmöglichkeiten, aber auch etwas Neues zum Ausprobieren.

Sommeranpassungen können sein:

  • Mehr Rosé und Weißwein
  • Frische Cocktails mit Obst
  • Spezialbiere (Weizenbier, Radler)
  • Kalte Kaffee-Spezialitäten

Winteranpassungen:

  • Mehr Rotwein und Port
  • Warme Cocktails (Glühwein, Hot Toddy)
  • Dunkle Biere
  • Kaffee mit Likör

Lieferanten und Einkauf optimieren

Deine Getränkekarte bestimmt auch, welche Lieferanten du brauchst. Versuche, die Anzahl der Lieferanten begrenzt zu halten, um bessere Einkaufsbedingungen zu erhalten.

💡 Beispiel Lieferantenstrategie:

Statt 5 verschiedener Lieferanten:

  • 1 Hauptlieferant für Bier + Basiswein (80% Volumen)
  • 1 Weinspezialist für Premium Weine (15% Volumen)
  • 1 Spirituosen-Lieferant für Cocktail-Zutaten (5% Volumen)

Das gibt dir mehr Verhandlungsmacht und Übersicht.

Wie stellst du eine rentable Getränkekarte zusammen? (Schritt für Schritt)

1

Analysiere deine aktuellen Verkäufe

Schau dir deine Verkaufszahlen der letzten 3 Monate an. Welche Getränke verkaufst du am meisten? Berechne pro Getränk die Pour Cost und teile sie in vier Quadranten ein: beliebt/nicht beliebt und rentabel/nicht rentabel.

2

Bestimme dein Basis-Sortiment

Starte mit deinen 'Stars' - beliebte und rentable Getränke. Füge dort die absoluten Basics hinzu, die jeder Gast erwartet (Pils, Hauswein, Kaffee). Halte es begrenzt: lieber 20 Getränke, die gut laufen, als 50, die stillstehen.

3

Optimiere Preise und Einkauf

Für deine 'Plowhorses' (beliebt aber nicht rentabel): erhöhe den Preis oder suche günstigere Alternativen. Für deine 'Puzzles' (rentabel aber nicht beliebt): bewirb diese Getränke aktiver oder ersetze sie durch Alternativen.

✨ Pro tip

Überprüfe wöchentlich, welche Getränke du am wenigsten verkaufst und wie lange sie bereits im Lager stehen. Alles, das länger als 3 Monate stillsteht, kostet dich Geld und sollte von der Karte.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

KitchenNmbrs kostenlos testen →

War dieser Artikel hilfreich?

Artikel teilen

WhatsApp LinkedIn

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine gute Pour Cost für Cocktails?

Eine gesunde Pour Cost für Cocktails liegt zwischen 20-30%. Rechne alle Zutaten mit: Spirituosen, Mixer, Garnish und Eis. Komplexe Cocktails mit Premium-Zutaten dürfen gegen 30% gehen, einfache Cocktails hältst du unter 25%.

Wie oft sollte ich meine Getränkekarte anpassen?

Schau dir deine Verkaufszahlen monatlich an, aber passe deine Karte maximal pro Jahreszeit an (4x pro Jahr). Zu häufige Wechsel verwirren Gäste und erhöhen dein Lagerrisiko. Du kannst aber Preise häufiger anpassen, wenn Lieferanten ihre Preise ändern.

Sollte ich MwSt. in meine Pour Cost Berechnung einbeziehen?

Nein, berechne Pour Cost immer exkl. MwSt. Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., also ein Bier von €3,00 inkl. MwSt. ist €2,48 exkl. MwSt. Nicht-alkoholische Getränke in deinem Restaurant haben 9% MwSt.

Wie viele verschiedene Weine sollte ich anbieten?

Für eine durchschnittliche Bar oder ein Restaurant sind 6-10 Weine ausreichend: 2-3 Weiße, 2-3 Rote, 1-2 Rosé und 1 Sekt. Mehr Auswahl erhöht deine Lagerkosten und Verschwendungsrisiko, besonders wenn du kein Weinfachgeschäft bist.

Was ist, wenn ein beliebtes Getränk nicht rentabel ist?

Versuche zuerst, den Einkaufspreis zu senken, indem du andere Lieferanten anschaust oder mehr Volumen abnimmst. Wenn das nicht funktioniert, erhöhe den Verkaufspreis schrittweise. Eine Steigerung von €0,50 auf einmal fällt Gästen weniger auf als ein großer Sprung.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

Berechnen Sie Ihre Cocktailkosten bis auf den ml

Getränkemargen scheinen hoch, aber Schwund und Free Pours fressen sie auf. KitchenNmbrs berechnet den exakten Selbstkostenpreis jedes Cocktails und Getränks. Kostenlos testen.

Kostenlose Testversion starten →
Haftungsausschluss & Nutzungsbedingungen

Inhaltsverzeichnis

💬 in 𝕏
Chef Digit
KitchenNmbrs assistent