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📝 Bar, Getränke & Cocktails · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge auf Getränke, die ich bei einem Takeaway-Essen verkaufe?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Die Marge auf Getränke bei Takeaway-Mahlzeiten zu berechnen kann schwierig sein, da es unterschiedliche Mehrwertsteuersätze und zusätzliche Kosten gibt. Viele Unternehmer vergessen, dass alkoholische Getränke 21% MwSt. haben statt 9%, was deine Margenberechnung erheblich beeinflusst. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächliche Marge auf Getränke bei Abholung und Lieferung berechnest.

Warum die Getränkemarge bei Takeaway anders ist

Bei Takeaway-Mahlzeiten hast du andere Kostenstrukturen als in deinem Restaurant. Du brauchst weniger Personal, aber dafür zusätzliche Verpackungskosten. Und Getränke haben andere Mehrwertsteuersätze als Essen.

⚠️ Achtung:

Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., Essen zum Mitnehmen hat 9% MwSt. Das macht deine Margenberechnung komplexer.

Die Formel für Getränkemarge

Für Getränke verwendest du Pour Cost statt Food Cost. Die Formel ist dieselbe:

Pour Cost % = (Einkaufskosten Getränk / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

Aber Achtung: Bei alkoholischen Getränken rechnest du ohne 21% MwSt., nicht 9%.

💡 Beispiel:

Du verkaufst eine Flasche Wein für €18,00 bei einem Takeaway-Essen:

  • Verkaufspreis: €18,00 inkl. 21% MwSt.
  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €18,00 / 1,21 = €14,88
  • Einkaufspreis Wein: €4,50

Pour Cost: (€4,50 / €14,88) × 100 = 30,2%

Zusätzliche Kosten bei Takeaway berücksichtigen

Bei Takeaway-Mahlzeiten hast du zusätzliche Kosten, die deine Marge beeinflussen. Rechne diese in deine Gesamtkostenkalkulation ein:

  • Verpackungskosten: Tüten, Aufkleber, eventuell Kühlakkus
  • Plattformgebühren: wenn du über Lieferando oder Uber Eats verkaufst (15-30%)
  • Lieferkosten: Eigenlieferung oder externe Dienste
  • Zusätzliche Bearbeitungszeit: Einpacken, Etikettieren, Vorbereitung

💡 Beispiel Gesamtmarge:

Takeaway-Bestellung mit Hauptgericht + Wein:

  • Hauptgericht: €22,00 (€20,18 ohne 9% MwSt.)
  • Wein: €18,00 (€14,88 ohne 21% MwSt.)
  • Gesamt ohne MwSt.: €35,06
  • Plattformgebühr (20%): €7,01
  • Netto-Umsatz: €28,05

Dein tatsächlicher Verkaufspreis für die Margenberechnung ist €28,05, nicht €35,06.

Übliche Pour-Cost-Prozentsätze

Für Getränke bei Takeaway sind dies übliche Margen:

  • Wein: 25-35% Pour Cost
  • Bier: 20-30% Pour Cost
  • Softdrinks: 15-25% Pour Cost
  • Cocktails zum Mitnehmen: 20-30% Pour Cost

Durch Plattformgebühren und Verpackungskosten darf dein Pour Cost etwas höher sein als in deinem Restaurant.

💡 Beispielberechnung mit Plattformgebühr:

Flasche Wein über Lieferando:

  • Menüpreis: €18,00 inkl. MwSt.
  • Plattformgebühr (20%): €3,60
  • Dein Netto-Erlös: €14,40
  • Ohne MwSt.: €14,40 / 1,21 = €11,90
  • Einkaufspreis: €4,50

Tatsächlicher Pour Cost: (€4,50 / €11,90) × 100 = 37,8%

Getränkemarge digital nachverfolgen

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du für jedes Getränk die exakte Pour Cost berechnen, einschließlich der korrekten Mehrwertsteuersätze. Die App berücksichtigt automatisch 21% MwSt. auf alkoholische Getränke und 9% auf alkoholfreie Getränke.

So siehst du sofort, welche Getränke bei Takeaway rentabel sind und welche du anpassen oder aus deinem Liefermenü entfernen solltest.

Wie berechnest du die Getränkemarge bei Takeaway? (Schritt für Schritt)

1

Bestimme deinen Netto-Verkaufspreis

Ziehe Plattformgebühren von deinem Menüpreis ab und rechne auf ohne MwSt. um. Für alkoholische Getränke: teile durch 1,21 (21% MwSt.). Für Softdrinks: teile durch 1,09 (9% MwSt.).

2

Addiere alle Kosten

Rechne den Einkaufspreis des Getränks plus Verpackungskosten (Tüten, Aufkleber) und eventuell zusätzliche Bearbeitungszeit. Das ist deine Gesamtkostenkalkulation pro Einheit.

3

Berechne deinen Pour-Cost-Prozentsatz

Teile deine Gesamtkosten durch deinen Netto-Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Ein Pour Cost zwischen 25-35% ist üblich für Getränke bei Takeaway.

✨ Pro tip

Überprüfe deinen Pour Cost auf deine 3 meistverkauften Getränke bei Takeaway. Wenn diese unter 35% liegen, hast du deine größten Marge-Lecks gestopft.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist die MwSt. auf Wein anders als auf Essen?

Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., Essen zum Mitnehmen hat 9% MwSt. Das ist deutsche Gesetzgebung und gilt auch für Lieferung und Takeaway.

Darf mein Pour Cost höher sein als in meinem Restaurant?

Ja, durch Plattformgebühren und Verpackungskosten darf dein Pour Cost 5-10 Prozentpunkte höher sein als beim Verzehr vor Ort. Rechne mit 25-35% statt 20-25%.

Muss ich Plattformgebühren in meine Margenberechnung einbeziehen?

Absolut. Plattformgebühren von 15-30% haben großen Einfluss auf deine tatsächliche Marge. Rechne immer mit deinem Netto-Erlös nach Abzug aller Gebühren.

Wie berechne ich die Marge auf Cocktails zum Mitnehmen?

Addiere alle Zutaten (Alkohol, Mixer, Garnish) plus Verpackung. Rechne mit 21% MwSt. auf den alkoholischen Teil und 9% auf Mixer. Ein Pour Cost von 20-30% ist realistisch.

Kann ich dieselben Preise wie in meinem Restaurant berechnen?

Durch Plattformgebühren und zusätzliche Kosten ist es sinnvoll, Takeaway etwas teurer zu machen. Viele Betriebe rechnen 10-15% Aufschlag, um dieselbe Marge zu halten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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