Digitale Speisekarten per QR-Code ändern nichts an deiner Margenberechnung. Die Marge bleibt gleich, aber du bekommst neue Möglichkeiten, um Preise dynamisch anzupassen. Viele Unternehmer denken, dass eine QR-Speisekarte automatisch mehr Gewinn bringt, aber es geht immer noch um die Grundlagen: Kostpreis versus Verkaufspreis.
Margenberechnung bleibt gleich
Ob dein Menü auf Papier oder auf einem Bildschirm steht, die Margenberechnung ändert sich nicht. Du hast immer noch die gleichen Zutaten, den gleichen Kostpreis und den gleichen Verkaufspreis.
💡 Beispiel:
Deine Pasta Carbonara auf der Papierspeisekarte:
- Zutatenkosten: €6,80
- Verkaufspreis: €18,50 inkl. MwSt. (€16,97 exkl.)
- Marge: €16,97 - €6,80 = €10,17
- Marge %: (€10,17 / €16,97) × 100 = 59,9%
Die gleiche Pasta auf der QR-Speisekarte hat genau die gleiche Marge.
Vorteile digitaler Preisanpassungen
Der große Unterschied liegt in der Flexibilität. Mit einer QR-Speisekarte kannst du Preise anpassen, ohne neue Karten zu drucken. Das eröffnet neue Möglichkeiten:
- Dynamische Preise: Teurer während der Stoßzeiten, günstiger zu ruhigen Zeiten
- Schnelle Anpassungen: Lieferant erhöht den Preis? Passe sofort an
- A/B-Tests: Teste verschiedene Preise und schau, was funktioniert
- Saisonmenüs: Andere Preise für Sommer-/Wintermenü
⚠️ Achtung:
Gäste bemerken es, wenn du ständig Preise anpasst. Mache das nicht öfter als 1-2x pro Monat, sonst verlierst du Vertrauen.
Marge mit digitalen Daten optimieren
QR-Speisekarten geben dir oft zusätzliche Daten darüber, was Gäste bestellen. Diese Informationen kannst du nutzen, um deine Marge zu optimieren:
- Beliebtheit pro Gericht: Welche Gerichte werden am häufigsten bestellt?
- Zeitgebundene Muster: Was bestellen Gäste mittags vs. abends?
- Kombinationen: Welche Gerichte werden zusammen bestellt?
💡 Beispiel Datenanalyse:
Du siehst, dass dein Steak (Marge 65%) hauptsächlich nach 19:00 Uhr bestellt wird, während deine Pasta (Marge 45%) beim Mittagessen beliebt ist.
- Strategie: Bewirbe Steak mehr während des Abendessens
- Mittagessen: Konzentriere dich auf Volumen mit Pasta
- Ergebnis: Höhere durchschnittliche Marge pro Zeitslot
Kostpreisberechnung für QR-Speisekarte
Die Grundlagen bleiben gleich wie bei jedem anderen Menü. Für jedes Gericht berechnest du:
- Zutatenkosten: Alle Zutaten pro Portion
- Verkaufspreis exkl. MwSt.: Preis auf QR-Speisekarte / 1,09
- Marge in Euro: Verkaufspreis exkl. MwSt. - Zutatenkosten
- Marge Prozentsatz: (Marge / Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100
💡 Formel:
Marge % = ((Verkaufspreis exkl. MwSt. - Zutatenkosten) / Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100
Oder kürzer: Marge % = (1 - (Zutatenkosten / Verkaufspreis exkl. MwSt.)) × 100
Praktische Tipps für QR-Speisekarten-Marge
Mit einem digitalen Menü kannst du intelligenter auf Rentabilität hinarbeiten:
- Rentable Gerichte hervorheben: Stelle Gerichte mit hoher Marge oben hin
- Visuelle Aufmerksamkeit: Verwende Fotos bei Gerichten mit guter Marge
- Bündelung: Kombiniere Gerichte mit niedriger Marge mit Beilagen mit hoher Marge
- Menü-Engineering: Entferne Gerichte mit niedriger Marge UND niedriger Beliebtheit
⚠️ Achtung:
Eine QR-Speisekarte ist ein Werkzeug, kein Wundermittel. Deine Marge verbessert sich nur, wenn du die Daten nutzt, um bessere Entscheidungen über Preise und Menüzusammensetzung zu treffen.
Wie berechnest du die Marge auf einer QR-Speisekarte? (Schritt für Schritt)
Berechne Kostpreis pro Gericht
Addiere alle Zutatenkosten pro Portion. Vergiss nicht Garnituren, Saucen, Öl oder Butter. Das ist dein Kostpreis pro Gericht, egal ob es auf Papier oder digital steht.
Bestimme Verkaufspreis exkl. MwSt.
Nimm den Preis deiner QR-Speisekarte und teile durch 1,09 für Essen (9% MwSt.). Bei €20,00 inkl. MwSt. wird das €18,35 exkl. MwSt. Das ist dein tatsächlicher Verkaufspreis für die Berechnung.
Berechne Marge in Euro und Prozentsatz
Ziehe Kostpreis vom Verkaufspreis exkl. MwSt. ab für die Marge in Euro. Teile dann durch Verkaufspreis exkl. MwSt. und multipliziere mit 100 für deinen Marge-Prozentsatz. Strebe mindestens 60% Marge an.
✨ Pro tip
Überprüfe, welche Gerichte am häufigsten angesehen, aber nicht bestellt werden, über deine QR-Menü-Analytik. Diese haben oft einen zu hohen Preis für den wahrgenommenen Wert - perfekte Kandidaten für Preisanpassungen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Hat eine QR-Speisekarte eine andere Marge als eine Papierspeisekarte?
Nein, die Margenberechnung ist identisch. Du hast die gleichen Zutaten und die gleichen Preise. Der Vorteil liegt in der Flexibilität, Preise schneller anzupassen.
Kann ich mit einer QR-Speisekarte höhere Preise verlangen?
Nicht automatisch. Gäste vergleichen immer noch Preise mit anderen Restaurants. Du kannst aber dynamische Preise nutzen: etwas teurer während der Stoßzeiten, aber das sollte subtil sein.
Wie oft darf ich Preise auf einer QR-Speisekarte anpassen?
Maximal 1-2 mal pro Monat für reguläre Gerichte. Gäste müssen deinen Preisen vertrauen können. Saisonmenüs dürfen öfter ihren Preis wechseln.
Muss ich MwSt. für digitale Menüs anders berechnen?
Nein, MwSt. bleibt 9% für Essen in Restaurants und 21% für alkoholische Getränke. Das ändert sich nicht durch das Medium, auf dem dein Menü steht.
Bringt eine QR-Speisekarte automatisch mehr Gewinn?
Nur wenn du die zusätzlichen Möglichkeiten nutzt: bessere Datenanalyse, Menü-Optimierung und intelligente Preisanpassungen. Das Menü selbst erhöht deine Marge nicht.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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