📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich meinen Gewinn bei Geschäftslunches mit Brötchenplatten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Geschäftslunches und Brötchenplatten wirken einfach, aber viele Unternehmer vergessen, alle Kosten einzurechnen. Dadurch verdienen sie weniger als gedacht oder machen sogar Verlust bei jeder Bestellung. In diesem Artikel lernst du, genau zu berechnen, was du pro Geschäftslunch verdienst.

Was gehört zur Kostenkalkulation von Geschäftslunches?

Bei Brötchenplatten denkst du vielleicht nur an Brot und Belag. Aber es kommt viel mehr dazu:

  • Brot und Belag: die Hauptzutaten
  • Garnitur: Salat, Tomate, Gurke, Essiggurke
  • Saucen: Mayonnaise, Senf, Kräuterbutter
  • Verpackung: Schalen, Deckel, Servietten, Besteck
  • Arbeit: Zeit zum Zubereiten und Verpacken
  • Lieferung: Benzin, Zeit, Verschleiß des Autos

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer vergessen Verpackungskosten und Arbeitsstunden. Diese können bis zu 15-20% deines Verkaufspreises ausmachen.

Schritt 1: Berechne deine Zutatenkosten pro Person

Addiere alle Zutaten, die du für eine Person verwendest. Rechne nicht pro Brötchen, sondern pro Person – so bestellen deine Kunden.

💡 Beispiel Geschäftslunch für 1 Person:

  • 2 Brötchen (Stangenbrot): €0,80
  • Schinken (60g): €1,20
  • Käse (40g): €0,90
  • Salat, Tomate, Gurke: €0,35
  • Butter, Mayo, Senf: €0,25
  • Verpackung (Schale + Deckel): €0,45

Gesamte Zutatenkosten: €3,95

Schritt 2: Addiere Arbeitsstunden und Lieferkosten

Geschäftslunches kosten Zeit zum Zubereiten und Liefern. Berechne, wie viel Zeit du pro Person aufwendest:

  • Zubereitung: 3-4 Minuten pro Person
  • Verpacken: 1 Minute pro Person
  • Lieferung: teile die gesamte Lieferzeit durch die Anzahl der Personen

💡 Beispiel Arbeitsstunden Bestellung 20 Personen:

  • Zubereitung: 20 × 4 Min = 80 Minuten
  • Verpacken: 20 × 1 Min = 20 Minuten
  • Lieferung: 40 Minuten (hin und zurück)
  • Gesamt: 140 Minuten = 2,3 Stunden

Pro Person: 2,3 Stunden ÷ 20 = 7 Minuten

Bei €18/Stunde Lohn: 7 Min = €2,10 Arbeitsstunden pro Person

Schritt 3: Berechne deine Gesamtkostenkalkulation und Marge

Addiere alle Kosten zusammen und berechne deinen Lebensmittelkostenanteil:

Gesamtkostenkalkulation = Zutaten + Arbeit + Lieferung + Sonstige Kosten

💡 Vollständige Kostenkalkulationsberechnung:

  • Zutaten: €3,95
  • Arbeitsstunden: €2,10
  • Lieferkosten (Benzin): €0,30
  • Sonstige Kosten (Abschreibung, Strom): €0,15

Gesamtkostenkalkulation: €6,50 pro Person

Verkaufspreis: €12,50 pro Person (inkl. 9% MwSt.)

Verkaufspreis exkl. MwSt.: €12,50 ÷ 1,09 = €11,47

Marge: €11,47 - €6,50 = €4,97 (43% des Verkaufspreises)

Was ist eine gute Marge für Geschäftslunches?

Bei Catering und Geschäftslunches sind die Margen anders als in deinem Restaurant:

  • Gesamtkosten (Lebensmittel + Arbeit): 50-65% des Umsatzes
  • Nur Zutaten: 30-40% des Umsatzes
  • Netto-Marge: 35-50% des Umsatzes

Das ist höher als Restaurant-Essen, weil du keine Bedienung, Spülarbeit und Tischmiete hast. Aber du hast zusätzliche Verpackungs- und Lieferkosten.

⚠️ Achtung:

Mindestbestellmengen sind entscheidend. Unter 10-15 Personen wird die Lieferung pro Person zu teuer. Lege ein Minimum von €125-150 fest.

Häufige Fehler bei der Geschäftslunch-Kalkulation

Diese Fehler machen viele Unternehmer:

  • Arbeitsstunden vergessen: Zubereitung und Lieferung kosten Zeit und damit Geld
  • Verpackung unterschätzen: professionelle Schalen kosten €0,40-0,60 pro Stück
  • Lieferkosten nicht weitergeben: Benzin und Zeit kosten Geld
  • Zu kleine Bestellungen akzeptieren: unter 10 Personen verdienst du oft nichts

Wie behältst du das im Blick ohne Excel-Stress?

Für viele Unternehmer ist es schwierig, alle diese Kosten zu verfolgen und auf verschiedene Bestellmengen umzurechnen. Du brauchst unterschiedliche Preise für 10, 20, 50 Personen.

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir dabei:

  • Alle Zutatenkosten automatisch zu addieren
  • Arbeitsstunden und Verpackungskosten einzubeziehen
  • Verschiedene Bestellmengen durchzurechnen
  • Deine Gewinnmarge pro Bestellung zu sehen

So weißt du sofort, ob eine Bestellung rentabel ist, ohne selbst rechnen zu müssen.

Wie berechnest du Gewinn bei Geschäftslunches? (Schritt für Schritt)

1

Erstelle eine Liste aller Zutaten pro Person

Addiere alle Kosten: Brot, Belag, Garnitur, Saucen und Verpackung. Rechne pro Person, nicht pro Brötchen. Vergesse kleine Dinge wie Butter und Senf nicht – die summieren sich auf.

2

Berechne Arbeitsstunden und Lieferkosten

Messe, wie lange du für Zubereitung, Verpacken und Lieferung brauchst. Teile die Gesamtzeit durch die Anzahl der Personen. Rechne deinen Stundensatz × Zeit pro Person für die Arbeitskosten.

3

Addiere alles zusammen und berechne deine Marge

Gesamtkostenkalkulation = Zutaten + Arbeit + Lieferung. Ziehe das von deinem Verkaufspreis (exkl. MwSt.) ab für deinen Gewinn pro Person. Überprüfe, ob das mindestens 35% Marge ergibt.

✨ Pro tip

Überprüfe deinen Gewinn bei deinen 3 beliebtesten Geschäftslunch-Paketen. Wenn diese stimmen, hast du 80% deines Catering-Umsatzes unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Kostenkalkulationsberechnung für Geschäftslunches einbeziehen?

Nein, rechne immer exkl. MwSt. Dein Verkaufspreis von €12,50 inkl. MwSt. wird €11,47 exkl. MwSt. Darauf rechnest du deine Marge aus. MwSt. ist für das Finanzamt, nicht für deinen Gewinn.

Was ist eine gute Mindestbestellung für Geschäftslunches?

Mindestens 10-15 Personen, also €125-150. Darunter werden deine Lieferkosten und Arbeitsstunden pro Person zu teuer. Bei kleinen Bestellungen verdienst du oft nichts oder machst sogar Verlust.

Wie rechne ich Verpackungskosten in meinen Preis ein?

Gute Cateringschalen kosten €0,40-0,60 pro Stück. Addiere das zu deinen Zutatenkosten pro Person. Vergesse Servietten und Besteck nicht – das sind noch mal €0,10-0,15 pro Person.

Kann ich die gleichen Preise wie in meinem Restaurant verwenden?

Nein, Geschäftslunches haben andere Kosten. Du hast keine Bedienung und Spülarbeit, aber zusätzliche Verpackung und Lieferzeit. Normalerweise kannst du 10-15% mehr als deine Restaurant-Preise verlangen.

Wie oft sollte ich meine Cateringpreise anpassen?

Überprüfe mindestens alle 3 Monate deine Einkaufspreise, besonders bei Fleisch und Käse. Diese schwanken stark. Wenn dein Lieferant 10% teurer wird, musst du auch deine Preise anpassen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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