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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Provision eines Geschäfts oder Marktstands ein, wenn ich dort meine Produkte verkaufe?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Die Provision von Geschäften und Marktständen kann deine Gewinnmarge erheblich schmälern, wenn du sie nicht richtig durchrechnest. Viele Produzenten vergessen diese Kosten in ihren Verkaufspreis einzubeziehen, wodurch sie unbewusst Geld verlieren. In diesem Artikel lernst du, wie du die Provision korrekt in deine Kostenkalkulation einarbeitest.

Was ist Provision und wie funktioniert sie?

Provision ist ein Prozentsatz deines Verkaufspreises, der an das Geschäft oder die Marktorganisation geht. Es ist eine Verkaufskosten, genau wie Zutaten und Arbeit Teil deiner Gesamtkosten sind.

  • Geschäfte berechnen oft 30-50% Provision
  • Marktstände berechnen normalerweise 10-25%
  • Provision wird über den Verbraucherpreis berechnet
  • Du erhältst den Verbraucherpreis minus Provision

💡 Beispiel Geschäftsprovision:

Du lieferst einen Kuchen an ein Feinkostgeschäft:

  • Verbraucherpreis: €15,00
  • Provision Geschäft: 40%
  • Provision in Euro: €15,00 × 0,40 = €6,00

Du erhältst: €15,00 - €6,00 = €9,00

Wie berechnest du deinen Mindestverkaufspreis?

Du musst von dem ausgehen, was du wirklich erhältst, nicht vom Verbraucherpreis. Das machst du, indem du deine Kostenkalkulation durch deinen Netto-Empfangsprozentsatz teilst.

Formel:
Mindest-Verbraucherpreis = Kostenkalkulation ÷ (100% - Provision%)

💡 Beispielberechnung:

Du machst Quiche mit diesen Kosten:

  • Zutaten: €4,50
  • Arbeit: €2,00
  • Sonstige Kosten: €1,50
  • Gesamtkostenkalkulation: €8,00
  • Gewünschte Marge: 25% = €2,00

Kostenkalkulation + Marge: €10,00

Bei 40% Provision: €10,00 ÷ 0,60 = €16,67

Mindest-Verbraucherpreis: €16,67

Verschiedene Provisionsstrukturen

Nicht jedes Geschäft oder jeder Markt funktioniert gleich. Stelle sicher, dass du genau weißt, was du zahlst:

  • Feste Provision: Fester Prozentsatz auf alle Verkäufe
  • Standgebühr + Provision: Fester Betrag pro Tag/Monat plus Prozentsatz
  • Mindestumsatz: Du zahlst mindestens X Euro, auch bei niedrigem Umsatz
  • Inklusive/exklusive MwSt.: Provision über Preis mit oder ohne MwSt.

⚠️ Achtung:

Überprüfe immer, ob die Provision über den Preis inklusive oder exklusive MwSt. berechnet wird. Das macht einen Unterschied für deine Berechnung. Bei Lebensmitteln beträgt die MwSt. normalerweise 19%.

Provision vs. Direktverkauf vergleichen

Es ist sinnvoll, durchzurechnen, was dich die Provision kostet im Vergleich zum Direktverkauf. Manchmal ist es vorteilhafter, selbst zu verkaufen, auch wenn du weniger verkaufst.

💡 Beispielvergleich:

Szenario 1 - Über Geschäft:

  • 50 Produkte × €9,00 netto = €450
  • Zeit: 4 Stunden (Lieferung, Verwaltung)

Szenario 2 - Eigenverkauf:

  • 30 Produkte × €15,00 = €450
  • Zeit: 8 Stunden (Marktstand)

Gleicher Umsatz, aber Szenario 1 kostet weniger Zeit

Verwaltung und MwSt. bei Provisionsverkauf

Der Provisionsverkauf hat Auswirkungen auf deine Verwaltung und MwSt.-Erklärung:

  • Du rechnest normalerweise mit dem Geschäft ab, nicht mit dem Endkunden
  • MwSt. wird über deinen Verkaufspreis an das Geschäft berechnet
  • Bewahre alle Abrechnungen von Geschäften und Märkten auf
  • Verfolge, wie viel du pro Produkt wirklich erhältst

⚠️ Achtung:

Bei Konsignationsverkauf (Geschäft zahlt erst nach Verkauf) läufst du Risiko durch Verderb und Diebstahl. Rechne dies als zusätzliche Kostenposition von 5-10% ein.

KitchenNmbrs für Provisionsverkauf

Mit KitchenNmbrs kannst du verschiedene Verkaufskanäle nebeneinander darstellen. Du siehst sofort, was jeder Kanal dir netto bringt und kannst deine Preise entsprechend anpassen. So verhinderst du, dass die Provision deinen Gewinn aufzehrt.

Wie rechnest du die Provision in deinen Verkaufspreis ein?

1

Berechne deine Gesamtkostenkalkulation inklusive gewünschter Marge

Addiere alle Kosten: Zutaten, Arbeit, sonstige Kosten und deine gewünschte Gewinnmarge. Das ist der Betrag, den du mindestens pro Produkt erhalten musst.

2

Überprüfe den Provisionsprozentsatz und eventuelle Fixkosten

Frage genau nach, was du zahlst: nur Provision oder auch Standgebühr, Mindestumsatz oder andere Kosten. Überprüfe auch, ob die Provision inklusive oder exklusive MwSt. berechnet wird.

3

Berechne deinen Mindest-Verbraucherpreis

Teile deine Kostenkalkulation + Marge durch (100% - Provision%). Zum Beispiel: €10 Kostenkalkulation bei 40% Provision = €10 ÷ 0,60 = €16,67 Verbraucherpreis.

✨ Pro tip

Erstelle eine einfache Tabelle mit allen Verkaufskanälen nebeneinander: Provision, Fixkosten, durchschnittlicher Verkauf pro Monat. So siehst du sofort, welcher Kanal dir pro investierte Zeit am meisten bringt.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich verschiedene Preise für verschiedene Verkaufskanäle festlegen?

Ja, das ist normal. Dein Preis in einem Geschäft darf höher sein als beim Direktverkauf, weil das Geschäft Service und Reichweite bietet. Achte darauf, dass deine Preise für den Verbraucher logisch bleiben.

Was ist, wenn das Geschäft meinen Preis zu hoch findet?

Dann hast du drei Optionen: deine Marge senken, deine Kosten senken oder einen anderen Verkaufspartner suchen. Verkaufe niemals unter deiner Kostenkalkulation, denn dann verlierst du Geld bei jedem Produkt.

Wie oft muss ich meine Preise bei wechselnden Provisionen anpassen?

Überprüfe mindestens jedes Quartal, ob deine Preise noch stimmen. Wenn Lieferantenpreise steigen oder Provisionen sich ändern, passe sofort an. Sonst frisst die Inflation deine Marge auf.

Ist es normal, dass Geschäfte 40-50% Provision verlangen?

Für spezialisierte Geschäfte ja. Sie bieten Fachwissen, Kundenerreichung und Service. Supermärkte verlangen oft mehr (50-60%), haben aber auch viel mehr Umsatz. Vergleiche immer deine Netto-Einnahmen.

Muss ich MwSt. über den gesamten Verbraucherpreis oder meine Einnahmen zahlen?

Du zahlst MwSt. über deinen Verkaufspreis an das Geschäft (also deine Einnahmen). Das Geschäft zahlt MwSt. über die Marge, die es macht. So wird MwSt. nicht doppelt erhoben.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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