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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Kostpreis pro Person bei einem Cateringauftrag?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Der Kostpreis pro Person beim Catering bestimmt, ob dein Auftrag rentabel wird. Viele Caterer rechnen nur mit Zutaten und vergessen Zusatzkosten wie Personal, Transport und Material. Dieser Artikel zeigt dir Schritt für Schritt, wie du einen vollständigen Kostpreis berechnest, der alle Kosten deckt.

Was gehört alles in den Kostpreis pro Person?

Beim Catering gibt es mehr Kosten als nur Zutaten. Ein vollständiger Kostpreis besteht aus:

  • Zutatenkosten: alle Lebensmittel und Getränke
  • Personal vor Ort: Köche, Bedienung, Spüldienst
  • Transport: Benzin, Verschleiß des Transporters
  • Material: Teller, Gläser, Besteck (falls nicht vorhanden)
  • Overhead: Anteil der Fixkosten (Küchenmietе, Versicherung)

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit 10-15% mehr Gästen als angegeben. Die Erfahrung zeigt, dass oft mehr Menschen kommen als angemeldet.

Zutatenkosten berechnen (Basis Foodcost)

Starten Sie mit deinem Menü pro Person. Addiere alle Zutaten:

  • Hauptgang (Fleisch, Fisch, vegetarisch)
  • Beilagen (Gemüse, Kartoffeln, Reis)
  • Saucen und Garnitur
  • Brot und Butter
  • Dessert (falls Teil des Menüs)
  • Getränke (falls inklusive)

💡 Beispiel Buffet für 50 Personen:

Menü: Schweinebraten, Hähnchen, Gemüse, Kartoffeln, Salat, Brot

  • Schweinebraten: 5 kg × €18 = €90
  • Hähnchenbrust: 4 kg × €12 = €48
  • Gemüse: €35
  • Kartoffeln: €15
  • Salat: €25
  • Brot und Butter: €20

Gesamtzutaten: €233 ÷ 50 = €4,66 pro Person

Personal und Arbeitskosten

Berechne, wie viel Personal du brauchst und wie lange sie arbeiten:

  • Vorbereitung: wie viele Stunden in deiner Küche?
  • Transport und Aufbau: Fahrtzeit + Einrichtung
  • Service: wie lange dauert die Veranstaltung?
  • Abbau und Reinigung: Aufräumen und Rückfahrt

Rechne mit €15-25 pro Stunde je nach Funktion (Koch vs. Bedienung).

💡 Beispiel Arbeitskosten:

Veranstaltung von 4 Stunden für 50 Personen, 3 Personen Personal:

  • Vorbereitung: 3 Pers × 2 Std × €20 = €120
  • Service: 3 Pers × 4 Std × €20 = €240
  • Abbau: 3 Pers × 1 Std × €20 = €60

Gesamtarbeit: €420 ÷ 50 = €8,40 pro Person

Transport- und Materialkosten

Oft vergessen, aber definitiv Kosten:

  • Benzin: Hin- und Rückfahrt
  • Fahrzeugverschleiß: rechne €0,30 pro Kilometer
  • Materialmiete/Kauf: zusätzliche Teller, Wärmebehälter
  • Verpackung: Folie, Behälter für Transport

💡 Beispiel Transport und Material:

  • 80 km Fahrt × €0,30 = €24
  • Zusätzliche Wärmebehälter mieten: €35
  • Verpackungsmaterial: €15

Gesamt: €74 ÷ 50 = €1,48 pro Person

Overhead und Gewinnmarge

Vergiss nicht deine Fixkosten und Gewinn:

  • Overhead: Anteil der Miete, Versicherung, Gas/Wasser/Strom (oft 15-20% der direkten Kosten)
  • Gewinnmarge: 20-30% auf den Gesamtkostpreis ist üblich
  • Risikozuschlag: für Ausfälle, zusätzliche Gäste, Unvorhergesehenes

⚠️ Achtung:

Ohne Gewinnmarge arbeitest du umsonst. Catering erfordert viel Vorbereitung und Risiko - rechne dafür eine Vergütung ein.

Gesamtkostpreis zusammenstellen

Jetzt addierst du alles für den endgültigen Kostpreis:

💡 Beispiel Gesamtkostpreis:

  • Zutaten: €4,66 pro Person
  • Arbeit: €8,40 pro Person
  • Transport/Material: €1,48 pro Person
  • Overhead (18%): €2,58 pro Person

Kostpreis: €17,12 pro Person

Verkaufspreis (25% Gewinnmarge): €21,40 pro Person

Cateringkosten digital verwalten

Bei vielen verschiedenen Aufträgen wird manuelles Rechnen schwierig. Ein System wie KitchenNmbrs hilft dabei:

  • Standard-Cateringmenüs mit Kostpreis festzulegen
  • Automatisch mit verschiedenen Gastzahlen zu rechnen
  • Arbeitskosten pro Event zu verfolgen
  • Rentabilität pro Auftrag zu analysieren

So siehst du direkt, welche Events am meisten einbringen und wo du schärfer kalkulieren kannst.

Wie berechnest du den Kostpreis pro Person? (Schritt für Schritt)

1

Berechne Zutatenkosten pro Person

Erstelle eine Liste aller Zutaten für dein Cateringmenü. Addiere die gesamten Einkaufskosten und teile durch die Anzahl der Gäste. Vergiss keine Garnitur, Saucen, Brot und Getränke.

2

Berechne Arbeitskosten

Addiere alle Stunden: Vorbereitung, Transport, Service und Abbau. Multipliziere mit Anzahl der Personen und Stundensatz. Teile durch Anzahl der Gäste für Kosten pro Person.

3

Addiere Transport- und Materialkosten

Berechne Benzin (€0,30/km), Materialmiete und Verpackung. Teile diese Kosten durch Anzahl der Gäste, um Kosten pro Person zu erhalten.

4

Berechne Overhead und Gewinnmarge

Addiere 15-20% Overhead für Fixkosten. Addiere 20-30% Gewinnmarge zum Gesamtkostpreis für deinen endgültigen Verkaufspreis pro Person.

✨ Pro tip

Erstelle für deine 3 beliebtesten Cateringmenüs eine Standard-Kostprisberechnung. Dann musst du nur noch die Gastzahl eingeben und hast direkt dein Angebot bereit.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Gewinnmarge-Prozentsatz ist beim Catering normal?

Eine Gewinnmarge von 20-30% auf den Gesamtkostpreis ist üblich. Catering hat mehr Risiken als Restaurantservice, daher ist eine etwas höhere Marge gerechtfertigt.

Muss ich MwSt. in meine Kostprisberechnung einbeziehen?

Nein, berechne deinen Kostpreis immer ohne MwSt. Die MwSt. (9% auf Lebensmittel) addierst du erst bei deiner endgültigen Rechnung an den Kunden.

Wie rechne ich mit unsicheren Gastzahlen?

Rechne immer mit 10-15% mehr Gästen als angegeben. Treffe Absprachen über Zusatzzahlungen, wenn die Anzahl deutlich höher ausfällt als erwartet.

Was ist, wenn der Kunde den Preis zu hoch findet?

Erkläre, was alles im Preis enthalten ist: Qualität der Zutaten, professioneller Service, Transport. Du kannst eventuell ein einfacheres Menü vorschlagen, um Kosten zu senken.

Wie oft sollte ich meine Cateringpreise anpassen?

Überprüfe mindestens alle 3-6 Monate deine Zutatenpreise und Arbeitskosten. Bei starken Preiserhöhungen deiner Lieferanten passt du sofort an, um Verluste zu vermeiden.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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