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📝 Catering, Events & Gruppenarrangements · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge einer Cocktailbar, die ich separat vom Restaurant positioniere?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Eine Cocktailbar neben deinem Restaurant kann eine Goldgrube sein, aber nur wenn du die Zahlen richtig im Griff hast. Viele Unternehmer unterschätzen die Pour Cost von Cocktails und rechnen falsch mit MwSt. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Marge einer separaten Cocktailbar berechnest.

Warum Cocktail-Margen anders sind als Gerichte

Eine Cocktailbar hat eine andere Kostenstruktur als dein Restaurant. Die Pour Cost (Äquivalent der Lebensmittelkosten für Getränke) liegt viel niedriger als bei Essen, aber du hast andere Kostenpositionen.

⚠️ Achtung:

Alkoholische Getränke unterliegen 19% MwSt., nicht 7% wie Essen. Das macht einen großen Unterschied in deiner Margeberechnung.

Wichtigste Unterschiede:

  • Pour Cost Cocktails: 18-25% (viel niedriger als Lebensmittelkosten)
  • MwSt. auf Alkohol: 19% (höher als Essen)
  • Weniger Personal nötig als vollständiger Service
  • Höherer Umsatz pro Quadratmeter möglich

Die Pour-Cost-Formel für Cocktails

Genau wie Lebensmittelkosten bei Essen berechnest du Pour Cost, indem du alle Zutaten eines Cocktails addierst und durch den Verkaufspreis ohne MwSt. teilst.

Formel:
Pour Cost % = (Gesamte Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne 19% MwSt.) × 100

💡 Beispiel: Mojito

Verkaufspreis: €12,00 inkl. 19% MwSt.

  • Weißer Rum (5cl): €1,20
  • Limette (halbe): €0,30
  • Minze: €0,15
  • Zucker: €0,05
  • Sodawasser: €0,10

Verkaufspreis ohne MwSt.: €12,00 / 1,19 = €10,08

Pour Cost: (€1,80 / €10,08) × 100 = 17,9%

Gesamtmarge für deine Cocktailbar berechnen

Deine Pour Cost ist nur ein Teil deiner Gesamtmarge. Für eine vollständige Margeberechnung addierst du alle Kosten.

Kostenpositionen Cocktailbar:

  • Pour Cost: 18-25%
  • Personal (Barkeeper): 25-35%
  • Miete (Anteil des Gesamten): 8-12%
  • Sonstige Kosten (Energie, Versicherung): 5-8%

💡 Beispiel: Monatliche Marge

Cocktailbar-Umsatz: €15.000/Monat

  • Pour Cost (20%): €3.000
  • Personal: €4.500
  • Miete: €1.500
  • Sonstige Kosten: €1.000

Gesamtkosten: €10.000

Nettomarge: €5.000 (33,3%)

Separate Positionierung: Warum es sich lohnt

Indem du deine Cocktailbar separat vom Restaurant positionierst, kannst du unterschiedliche Preisstrategien verfolgen und bessere Margen erzielen.

Vorteile separate Positionierung:

  • Höhere Cocktailpreise rechtfertigen (Bar-Erlebnis vs. Restaurant)
  • Andere Zielgruppe anziehen (auch ohne Essen)
  • Flexible Öffnungszeiten (länger offen als Küche)
  • Cross-Selling-Möglichkeiten (Bar zum Restaurant)

⚠️ Achtung:

Achte darauf, dass deine Barkarte preislich zu deiner Positionierung passt. Ein Cocktail für €8 neben einem Hauptgang für €32 wirkt anders als derselbe Cocktail in einer separaten Cocktailbar.

Saisonale Cocktails und Marge

Saisonale Zutaten können deine Pour Cost erheblich beeinflussen. Plane deine Cocktailkarte daher strategisch.

💡 Beispiel: Saisonale Strategie

Sommer: frische Erdbeeren teuer (€8/kg)

Winter: Zitrusfrüchte günstig (€2/kg)

Passe deine Cocktailkarte pro Saison an, um deine Pour Cost stabil bei 20% zu halten.

Digitale Unterstützung für Cocktail-Margen

Genau wie bei Gerichten kannst du Cocktailrezepte und Margen digital erfassen. Dies verhindert, dass verschiedene Barkeeper unterschiedliche Mengen einschenken.

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dabei, Pour Cost pro Cocktail automatisch zu berechnen und konsistent zu halten, genau wie bei Gerichten in deinem Restaurant.

Wie berechnest du die Marge deiner Cocktailbar? (Schritt für Schritt)

1

Berechne die Pour Cost pro Cocktail

Addiere alle Zutaten (Alkohol, Mixer, Garnitur) und teile durch den Verkaufspreis ohne 19% MwSt. Strebe nach 18-25% Pour Cost.

2

Bestimme deine Personalkosten

Rechne aus, wie viele Stunden Barkeeper du brauchst und was das kostet. Normalerweise 25-35% deines Bar-Umsatzes.

3

Addiere alle Fixkosten

Miete, Energie, Versicherungen und sonstige Kosten. Verteile diese fair zwischen Restaurant und Bar basierend auf Umsatz oder Grundfläche.

4

Berechne deine Nettomarge

Ziehe alle Kosten von deinem Bar-Umsatz ab. Eine gesunde Cocktailbar erreicht 30-40% Nettomarge.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Pour Cost auf deinen 5 meistverkauften Cocktails wöchentlich. Wenn diese stimmen, hast du 80% deiner Marge unter Kontrolle.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine gesunde Pour Cost für Cocktails?

Eine typische Pour Cost liegt zwischen 18-25%. Das ist viel niedriger als Lebensmittelkosten bei Essen, weil Alkohol eine höhere Marge hat.

Muss ich MwSt. in meine Cocktailpreis-Berechnung einbeziehen?

Rechne immer mit dem Preis ohne 19% MwSt. Alkohol unterliegt dem höheren MwSt.-Satz, nicht den 7% für Essen.

Wie verteile ich Fixkosten zwischen Restaurant und Cocktailbar?

Verteile basierend auf Umsatzverhältnis oder Grundfläche. Wenn deine Bar 30% deines Gesamtumsatzes generiert, trägt sie 30% der Fixkosten.

Kann ich höhere Cocktailpreise verlangen, wenn ich eine separate Bar habe?

Ja, durch separate Positionierung kannst du oft 10-20% höhere Preise rechtfertigen als Cocktails beim Dinner.

Wie halte ich verschiedene Barkeeper konsistent?

Arbeite mit festen Rezepten und Messinstrumenten. Digitale Rezepterfassung hilft, die Pour Cost stabil zu halten.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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