Ein Catering-Abonnement für Betriebslunches wirkt attraktiv: feste Umsätze, vorhersehbare Mengen, regelmäßiger Kunde. Aber die Margenberechnung ist anders als bei einmaligen Events - du musst Mengenrabatte, Fixkosten und operative Effizienz berücksichtigen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du einen rentablen Preis für wöchentliches Catering berechnest.
Was macht Catering-Abonnements anders?
Bei einem wöchentlichen Catering-Abonnement hast du andere Kostenstrukturen als bei einmaligen Events. Du kannst durch größere Mengen effizienter einkaufen, musst aber auch feste wöchentliche Kosten wie Transport und Personal berücksichtigen.
- Niedrigere Einkaufskosten durch größere Mengen
- Feste Transportkosten pro Lieferung
- Weniger Verkaufszeit pro Euro Umsatz
- Vorhersehbare Planung und weniger Verschwendung
Die Kostenaufbau für Catering-Abonnements
Ein Catering-Abonnement hat vier Hauptkostenpositionen, die du berechnen musst:
💡 Beispiel Kostenaufbau:
Wöchentliche Betriebslunch für 25 Personen:
- Lebensmittelkosten: €6,50 pro Person
- Verpackung: €1,20 pro Person
- Transport: €45 pro Lieferung = €1,80 pro Person
- Arbeit vor Ort: €75 pro Lieferung = €3,00 pro Person
Gesamtkostpreis: €12,50 pro Person
Berechne deine Lebensmittelkosten für Mengen
Bei wöchentlichen Lieferungen kannst du oft günstigere Einkaufspreise aushandeln. Rechne mit deinen tatsächlichen Einkaufspreisen, nicht mit Standard-Restaurantpreisen.
- Sandwich-Lunch: normalerweise €4,50-€6,50 pro Person
- Warmer Lunch: normalerweise €6,00-€9,00 pro Person
- Salatbuffet: normalerweise €5,50-€8,00 pro Person
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit 5-10% extra für Ausfälle oder zusätzliche Personen. Unternehmen schätzen die Anzahl oft falsch ein.
Transport und Logistik weitergeben
Transportkosten sind bei Catering eine separate Kostenposition. Bei wöchentlichen Lieferungen kannst du diese effizient verteilen.
💡 Transportberechnung:
Wöchentliche Fahrt von 20 km (Hin- und Rückfahrt):
- Kraftstoff: €8,00
- Verschleiß Auto: €12,00
- Zeit Fahrer (1,5 Stunden): €25,00
Gesamttransport: €45 pro Lieferung
Gewünschte Marge bestimmen
Bei Catering-Abonnements ist eine niedrigere Marge akzeptabel als bei einmaligen Events, da du weniger Verkaufsaufwand hast und mehr Sicherheit.
- Einmaliges Catering: oft 40-60% Bruttomarge
- Catering-Abonnement: oft 35-50% Bruttomarge
- Große Mengen (50+ Personen): oft 30-40% Bruttomarge
Die Berechnung zum Verkaufspreis
Mit deinem Kostpreis und gewünschter Marge berechnest du den Mindestverkaufspreis pro Person.
Formel:
Verkaufspreis = Kostpreis / (1 - Gewünschte Marge %)
💡 Preisberechnung:
Kostpreis €12,50 pro Person, gewünschte Marge 40%:
€12,50 / (1 - 0,40) = €12,50 / 0,60 = €20,83
Mindestverkaufspreis: €21,00 pro Person (gerundet)
Monatliche vs. pro-Lieferung Abrechnung
Viele Unternehmen wünschen sich einen festen Monatsbetrag. Das gibt dir Cashflow-Vorteil, aber auch Risiko bei wechselnden Mengen.
- Fester Monatsbetrag: basierend auf durchschnittlicher Personenzahl
- Pro Lieferung: flexibler, aber mehr Verwaltung
- Hybrid: fester Betrag + Zuschlag bei mehr als X Personen
⚠️ Achtung:
Treffe klare Absprachen über Mindest- und Höchstmengen. Ohne Grenzen kannst du bei kleinen Lieferungen Verluste machen.
Verfolgung der tatsächlichen Margen
Überprüfe monatlich, ob deine angestrebte Marge mit der Realität übereinstimmt. Catering-Abonnements können schleichend weniger rentabel werden.
- Tatsächliche Lebensmittelkosten vs. berechnete Lebensmittelkosten
- Transportkosten (Kraftstoff steigt regelmäßig)
- Arbeitszeit pro Lieferung
- Verschwendung und Ausfälle
Wie berechnest du die Marge bei einem Catering-Abonnement?
Berechne deine Lebensmittelkosten pro Person
Addiere alle Zutaten für das Menü, das du lieferst. Rechne mit deinen tatsächlichen Einkaufspreisen für die Menge, die du wöchentlich bestellst. Addiere 5-10% für unvorhergesehene zusätzliche Personen.
Berechne Fixkosten pro Person
Addiere Transport, Verpackung und Arbeit vor Ort. Teile dies durch die Anzahl der Personen pro Lieferung. Bei 25 Personen und €120 Fixkosten = €4,80 pro Person.
Bestimme deinen Verkaufspreis
Addiere Lebensmittelkosten und Fixkosten für deinen Gesamtkostpreis. Teile durch (1 - gewünschte Marge) für deinen Mindestverkaufspreis. Bei €12,50 Kostpreis und 40% Marge: €12,50 / 0,60 = €20,83 pro Person.
✨ Pro tip
Fordere bei neuen Catering-Abonnements immer eine Testphase von 4 Wochen an. Dann kannst du deine Berechnungen mit der Realität überprüfen, bevor du einen langfristigen Vertrag unterzeichnest.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Marge ist normal für Catering-Abonnements?
Für Catering-Abonnements ist eine Bruttomarge von 35-50% üblich. Dies ist niedriger als einmaliges Catering, da du weniger Verkaufsaufwand hast und mehr Sicherheit.
Wie gebe ich Transportkosten weiter?
Berechne alle Transportkosten (Kraftstoff, Verschleiß, Arbeit) und teile durch die Anzahl der Personen. Eine Fahrt von €45 bei 25 Personen = €1,80 pro Person Transportkosten.
Muss ich MwSt. in meine Kostpreis-Berechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer ohne MwSt. Catering hat 19% MwSt. Dein Verkaufspreis ohne MwSt. muss deine Kosten decken plus deine gewünschte Marge.
Was ist, wenn das Unternehmen manchmal mehr oder weniger Personen hat?
Vereinbare Mindest- und Höchstmengen. Berechne einen festen Betrag für beispielsweise 20-30 Personen, mit Zuschlag für jede Person darüber.
Wie oft sollte ich meine Preise überprüfen?
Überprüfe monatlich deine tatsächlichen Kosten gegenüber deiner Berechnung. Besonders Transport- und Einkaufspreise können bei Catering-Abonnements schnell ändern.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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