Die Gewinnschwelle für Catering berechnen ist entscheidend, bevor du startest. Viele angehende Caterer unterschätzen die Fixkosten und berechnen nur Zutaten, wodurch sie bei jedem Auftrag Verlust machen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du deinen Break-Even-Punkt bestimmst und welchen Mindestumsatz du benötigst.
Was ist Break-Even für Catering?
Break-Even ist der Punkt, an dem deine Gesamtkosten gleich deinem Gesamtumsatz sind. Du machst dann keinen Gewinn, aber auch keinen Verlust. Für Catering ist dies komplexer als für ein Restaurant, weil deine Kosten pro Event variieren.
💡 Beispiel:
Du hast €3.000 Fixkosten pro Monat. Deine durchschnittliche Marge pro Event beträgt 40%. Dann benötigst du €7.500 Umsatz pro Monat, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Berechnung: €3.000 / 0,40 = €7.500
Sammle alle deine Kosten
Für eine korrekte Break-Even-Berechnung musst du alle Kosten erfassen. Diese unterteilst du in Fixkosten und variable Kosten.
Fixkosten pro Monat:
- Miete für Küche oder Standort
- Versicherungen (Haftung, Betriebsschaden)
- Telefon, Internet, Software-Abos
- Abschreibung Ausrüstung (Öfen, Kühlschränke, Transport)
- Verwaltungskosten (Buchhalter, Bank)
- Marketing und Website
Variable Kosten pro Event:
- Zutaten (food cost)
- Verpackung und Geschirr
- Transportkosten
- Zusätzliches Personal pro Event
- Reinigungskosten
⚠️ Achtung:
Vergiss keine versteckten Kosten wie Zeit für Einkauf, Vorbereitung und Verwaltung. Rechne hierfür einen Stundensatz ein.
Berechne deine Marge pro Event
Deine Marge ist das, was nach Abzug aller variablen Kosten übrig bleibt. Du verwendest diese Formel:
Marge % = (Verkaufspreis - Variable Kosten) / Verkaufspreis × 100
💡 Beispiel Event für 50 Personen:
- Verkaufspreis: €25 pro Person = €1.250
- Zutaten: €8 pro Person = €400
- Verpackung: €1 pro Person = €50
- Transport: €75
- Zusätzliches Personal: €150
Gesamtvariable Kosten: €675
Marge: €1.250 - €675 = €575 (46%)
Bestimme deinen Break-Even-Umsatz
Mit deinen Fixkosten und durchschnittlicher Marge kannst du berechnen, wie viel Umsatz du mindestens benötigst:
Break-Even-Umsatz = Fixkosten / (Marge % / 100)
💡 Vollständiges Beispiel:
Startup-Cateringunternehmen mit:
- Fixkosten: €2.800 pro Monat
- Durchschnittliche Marge: 42%
Break-Even: €2.800 / 0,42 = €6.667 Umsatz pro Monat
Bei €25 pro Person bedeutet dies: 267 Personen pro Monat bedienen.
Plane dein Wachstum und Puffer
Break-Even ist das Minimum zum Überleben. Für ein gesundes Unternehmen benötigst du mehr:
- Puffer für schlechte Monate (Saison, Wirtschaft)
- Geld für Ausrüstungsersatz
- Wachstumsinvestitionen (Marketing, neue Ausrüstung)
- Dein eigenes Gehalt als Unternehmer
Rechne daher mit Break-Even + 30-50% als gesundes Umsatzziel.
⚠️ Achtung:
In den ersten Monaten wirst du wahrscheinlich unter Break-Even fahren wegen Startkosten und wenigen Kunden. Plane hierfür finanziell ein.
Verfolge deine Zahlen mit einem System
Als angehender Caterer ist es entscheidend, deine Kosten und Margen pro Event zu verfolgen. So siehst du, ob du auf Kurs bist und kannst rechtzeitig anpassen.
Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, Rezeptkosten automatisch zu berechnen und deine Margen pro Event zu verfolgen, ohne dass du selbst mit Excel rechnen musst.
Wie berechnest du Break-Even für Catering? (Schritt für Schritt)
Erstelle eine Liste aller Fixkosten pro Monat
Addiere alle Kosten, die du jeden Monat hast, unabhängig davon, wie viele Events du machst. Denke an Miete, Versicherungen, Telefon, Abschreibung Ausrüstung und Verwaltungskosten.
Berechne deine durchschnittliche Marge pro Event
Nimm 3-5 typische Events und berechne pro Event: Verkaufspreis minus alle variablen Kosten (Zutaten, Verpackung, Transport, zusätzliches Personal). Teile dies durch den Verkaufspreis für deinen Marge-Prozentsatz.
Berechne deinen Break-Even-Umsatz
Teile deine gesamten Fixkosten durch deinen durchschnittlichen Marge-Prozentsatz. Dies gibt dir den Mindestumsatz pro Monat, den du benötigst, um keinen Verlust zu machen.
Übersetze in Anzahl Events oder Personen
Teile deinen Break-Even-Umsatz durch deinen durchschnittlichen Bestellwert. So weißt du, wie viele Events oder Personen du pro Monat bedienen musst, um Break-Even zu erreichen.
Plane einen Puffer für Wachstum und schlechte Zeiten
Addiere 30-50% zu deinem Break-Even für eine gesunde Geschäftstätigkeit. Dies gibt dir Raum für Investitionen, dein eigenes Gehalt und Puffer für ruhige Perioden.
✨ Pro tip
Starte mit 5-10 Test-Events für Freunde und Familie zum Selbstkostenpreis. So lernst du deine tatsächlichen Kosten kennen ohne finanzielles Risiko und kannst eine realistische Break-Even berechnen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine realistische Marge für ein Startup-Cateringunternehmen?
Eine gesunde Marge für Catering liegt zwischen 35-50%. Als Anfänger startest du oft niedriger (25-35%) wegen Lernkosten und weniger Effizienz. Arbeite auf mindestens 40% für ein rentables Unternehmen hin.
Sollte ich meine eigene Arbeit in die Break-Even-Berechnung einrechnen?
Ja, rechne mindestens €15-20 pro Stunde für deine eigene Arbeit ein. Sonst sieht dein Unternehmen profitabel aus, während du tatsächlich unter dem Mindestlohn arbeitest. Addiere dies zu deinen Fixkosten.
Wie oft sollte ich meine Break-Even neu berechnen?
Überprüfe deine Break-Even alle 3 Monate, besonders im ersten Jahr. Lieferantenpreise ändern sich, du wirst effizienter und deine Fixkosten können steigen. Passe deine Tarife rechtzeitig an.
Was wenn ich unter meinem Break-Even liege?
Dann hast du drei Optionen: erhöhe deine Preise, senke deine Kosten oder erhöhe dein Volumen. Oft ist eine Kombination am besten. Analysiere zuerst, wo du das meiste Geld verlierst.
Sollte ich VAT in meine Break-Even-Berechnung einbeziehen?
Rechne immer ohne VAT. Die VAT, die du von Kunden erhältst, gibst du an die Steuerbehörde weiter, also ist es nicht dein Umsatz. Du berechnest deine Break-Even auf Basis von Nettobetragen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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