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📝 Catering, Events & Gruppenarrangements · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Gewinnschwelle eines Cateringunternehmens als Startup?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Die Gewinnschwelle für Catering berechnen ist entscheidend, bevor du startest. Viele angehende Caterer unterschätzen die Fixkosten und berechnen nur Zutaten, wodurch sie bei jedem Auftrag Verlust machen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du deinen Break-Even-Punkt bestimmst und welchen Mindestumsatz du benötigst.

Was ist Break-Even für Catering?

Break-Even ist der Punkt, an dem deine Gesamtkosten gleich deinem Gesamtumsatz sind. Du machst dann keinen Gewinn, aber auch keinen Verlust. Für Catering ist dies komplexer als für ein Restaurant, weil deine Kosten pro Event variieren.

💡 Beispiel:

Du hast €3.000 Fixkosten pro Monat. Deine durchschnittliche Marge pro Event beträgt 40%. Dann benötigst du €7.500 Umsatz pro Monat, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Berechnung: €3.000 / 0,40 = €7.500

Sammle alle deine Kosten

Für eine korrekte Break-Even-Berechnung musst du alle Kosten erfassen. Diese unterteilst du in Fixkosten und variable Kosten.

Fixkosten pro Monat:

  • Miete für Küche oder Standort
  • Versicherungen (Haftung, Betriebsschaden)
  • Telefon, Internet, Software-Abos
  • Abschreibung Ausrüstung (Öfen, Kühlschränke, Transport)
  • Verwaltungskosten (Buchhalter, Bank)
  • Marketing und Website

Variable Kosten pro Event:

  • Zutaten (food cost)
  • Verpackung und Geschirr
  • Transportkosten
  • Zusätzliches Personal pro Event
  • Reinigungskosten

⚠️ Achtung:

Vergiss keine versteckten Kosten wie Zeit für Einkauf, Vorbereitung und Verwaltung. Rechne hierfür einen Stundensatz ein.

Berechne deine Marge pro Event

Deine Marge ist das, was nach Abzug aller variablen Kosten übrig bleibt. Du verwendest diese Formel:

Marge % = (Verkaufspreis - Variable Kosten) / Verkaufspreis × 100

💡 Beispiel Event für 50 Personen:

  • Verkaufspreis: €25 pro Person = €1.250
  • Zutaten: €8 pro Person = €400
  • Verpackung: €1 pro Person = €50
  • Transport: €75
  • Zusätzliches Personal: €150

Gesamtvariable Kosten: €675

Marge: €1.250 - €675 = €575 (46%)

Bestimme deinen Break-Even-Umsatz

Mit deinen Fixkosten und durchschnittlicher Marge kannst du berechnen, wie viel Umsatz du mindestens benötigst:

Break-Even-Umsatz = Fixkosten / (Marge % / 100)

💡 Vollständiges Beispiel:

Startup-Cateringunternehmen mit:

  • Fixkosten: €2.800 pro Monat
  • Durchschnittliche Marge: 42%

Break-Even: €2.800 / 0,42 = €6.667 Umsatz pro Monat

Bei €25 pro Person bedeutet dies: 267 Personen pro Monat bedienen.

Plane dein Wachstum und Puffer

Break-Even ist das Minimum zum Überleben. Für ein gesundes Unternehmen benötigst du mehr:

  • Puffer für schlechte Monate (Saison, Wirtschaft)
  • Geld für Ausrüstungsersatz
  • Wachstumsinvestitionen (Marketing, neue Ausrüstung)
  • Dein eigenes Gehalt als Unternehmer

Rechne daher mit Break-Even + 30-50% als gesundes Umsatzziel.

⚠️ Achtung:

In den ersten Monaten wirst du wahrscheinlich unter Break-Even fahren wegen Startkosten und wenigen Kunden. Plane hierfür finanziell ein.

Verfolge deine Zahlen mit einem System

Als angehender Caterer ist es entscheidend, deine Kosten und Margen pro Event zu verfolgen. So siehst du, ob du auf Kurs bist und kannst rechtzeitig anpassen.

Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, Rezeptkosten automatisch zu berechnen und deine Margen pro Event zu verfolgen, ohne dass du selbst mit Excel rechnen musst.

Wie berechnest du Break-Even für Catering? (Schritt für Schritt)

1

Erstelle eine Liste aller Fixkosten pro Monat

Addiere alle Kosten, die du jeden Monat hast, unabhängig davon, wie viele Events du machst. Denke an Miete, Versicherungen, Telefon, Abschreibung Ausrüstung und Verwaltungskosten.

2

Berechne deine durchschnittliche Marge pro Event

Nimm 3-5 typische Events und berechne pro Event: Verkaufspreis minus alle variablen Kosten (Zutaten, Verpackung, Transport, zusätzliches Personal). Teile dies durch den Verkaufspreis für deinen Marge-Prozentsatz.

3

Berechne deinen Break-Even-Umsatz

Teile deine gesamten Fixkosten durch deinen durchschnittlichen Marge-Prozentsatz. Dies gibt dir den Mindestumsatz pro Monat, den du benötigst, um keinen Verlust zu machen.

4

Übersetze in Anzahl Events oder Personen

Teile deinen Break-Even-Umsatz durch deinen durchschnittlichen Bestellwert. So weißt du, wie viele Events oder Personen du pro Monat bedienen musst, um Break-Even zu erreichen.

5

Plane einen Puffer für Wachstum und schlechte Zeiten

Addiere 30-50% zu deinem Break-Even für eine gesunde Geschäftstätigkeit. Dies gibt dir Raum für Investitionen, dein eigenes Gehalt und Puffer für ruhige Perioden.

✨ Pro tip

Starte mit 5-10 Test-Events für Freunde und Familie zum Selbstkostenpreis. So lernst du deine tatsächlichen Kosten kennen ohne finanzielles Risiko und kannst eine realistische Break-Even berechnen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine realistische Marge für ein Startup-Cateringunternehmen?

Eine gesunde Marge für Catering liegt zwischen 35-50%. Als Anfänger startest du oft niedriger (25-35%) wegen Lernkosten und weniger Effizienz. Arbeite auf mindestens 40% für ein rentables Unternehmen hin.

Sollte ich meine eigene Arbeit in die Break-Even-Berechnung einrechnen?

Ja, rechne mindestens €15-20 pro Stunde für deine eigene Arbeit ein. Sonst sieht dein Unternehmen profitabel aus, während du tatsächlich unter dem Mindestlohn arbeitest. Addiere dies zu deinen Fixkosten.

Wie oft sollte ich meine Break-Even neu berechnen?

Überprüfe deine Break-Even alle 3 Monate, besonders im ersten Jahr. Lieferantenpreise ändern sich, du wirst effizienter und deine Fixkosten können steigen. Passe deine Tarife rechtzeitig an.

Was wenn ich unter meinem Break-Even liege?

Dann hast du drei Optionen: erhöhe deine Preise, senke deine Kosten oder erhöhe dein Volumen. Oft ist eine Kombination am besten. Analysiere zuerst, wo du das meiste Geld verlierst.

Sollte ich VAT in meine Break-Even-Berechnung einbeziehen?

Rechne immer ohne VAT. Die VAT, die du von Kunden erhältst, gibst du an die Steuerbehörde weiter, also ist es nicht dein Umsatz. Du berechnest deine Break-Even auf Basis von Nettobetragen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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