Die Marge bei Catering hängt stark von deiner Getränkeformel ab. Bei Open Bar trinkt dein Gast unbegrenzt für einen Festbetrag, bei gemessenen Getränken zahlst du pro Konsum. Der Unterschied in der Rentabilität kann bis zu 15-20 Prozentpunkte betragen, je nach deiner Zielgruppe und Getränkepreisen.
Open Bar vs. gemessene Getränke: die Grundlagen
Bei Open-Bar-Catering zahlt der Kunde einen Festbetrag pro Person und Gäste können unbegrenzt trinken. Bei gemessenen Getränken rechnet der Kunde pro Konsum ab - jede Bestellung wird separat notiert.
💡 Beispiel Open Bar:
Hochzeit 80 Personen, 5 Stunden Open Bar à €25 pro Person:
- Getränkeumsatz: 80 × €25 = €2.000
- Tatsächlicher Konsum: 240 Getränke à €2,50 Einkauf = €600
- Marge: €1.400 (70%)
Aber wenn sie mehr trinken, wird deine Marge niedriger...
Marge bei Open Bar berechnen
Deine Marge hängt davon ab, wie viel tatsächlich getrunken wird im Vergleich zu dem, was du eingeplant hast. Die Formel:
Marge Open Bar = (Festbetrag pro Person - Tatsächliche Getränkekosten pro Person) / Festbetrag × 100
⚠️ Achtung:
Bei Open Bar läufst du immer Gefahr, dass Gäste mehr trinken als erwartet. Eine Gruppe 30-jähriger Männer trinkt anders als eine gemischte Gruppe von 50+.
Marge bei gemessenen Getränken berechnen
Bei gemessenen Getränken ist deine Marge vorhersehbarer, weil jeder Konsum separat berechnet wird:
Marge pro Getränk = (Verkaufspreis ohne MwSt. - Einkaufspreis) / Verkaufspreis ohne MwSt. × 100
💡 Beispiel gemessene Getränke:
Gleiche Hochzeit, aber dann gemessen:
- 240 Getränke à €6,05 inkl. 21% MwSt. = €5,00 ohne MwSt.
- Einkaufspreis: €2,50 pro Getränk
- Marge pro Getränk: (€5,00 - €2,50) / €5,00 × 100 = 50%
- Gesamtumsatz: €1.452 (240 × €6,05)
- Gesamtmarge: €600 (240 × €2,50)
Margenprozentsatz: 41,3%
Welche Formel bringt mehr ein?
Das hängt vom Trinkverhalten deiner Gäste und davon ab, wie scharf du deinen Open-Bar-Preis setzt:
- Open Bar: Höhere Marge, wenn Gäste weniger trinken als erwartet
- Gemessene Getränke: Stabile Marge, aber oft niedrigerer Gesamtbetrag
- Risiko Open Bar: Marge kann auf 20% sinken bei vielen Trinkern
- Vorteil gemessen: Immer die gleiche Marge pro Getränk
💡 Break-Even-Berechnung Open Bar:
Wenn du €25 pro Person verlangst und dein Einkaufspreis €2,50 beträgt:
- Break-Even: €25 / €2,50 = 10 Getränke pro Person
- Mehr als 10 Getränke = Verlust
- Weniger als 10 Getränke = Gewinn
Berechne immer, wie viele Getränke du 'kostenlos' geben kannst
Praktische Tipps für bessere Margen
Unabhängig davon, welche Formel du wählst, beeinflussen diese Faktoren deine Marge:
- Wähle dein Sortiment klug: Günstige Weine und Biere haben bessere Margen
- Premium-Optionen separat: Whisky und Champagner immer separat berechnen
- Zeitlimit Open Bar: Nach 4-5 Stunden zu gemessenen Getränken wechseln
- Alkoholfreie Getränke einbeziehen: Auch Softdrinks und Kaffee kosten Geld
Verwaltung und Kontrolle
Bei beiden Formeln musst du überwachen, was tatsächlich konsumiert wird. Dies hilft dir, zukünftige Preise besser einzuschätzen und deine Margen zu optimieren.
⚠️ Achtung MwSt.:
Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., nicht 9%. Rechne immer mit Preisen ohne MwSt. für deine Margeberechnung.
Wie berechnest du die Marge bei Catering-Getränken?
Bestimme deine Formel und lege deine Preise fest
Wähle zwischen Open Bar (Festbetrag pro Person) oder gemessenen Getränken (pro Konsum). Bei Open Bar: Berechne, wie viele Getränke jemand durchschnittlich trinkt und lege deinen Preis darauf fest. Bei gemessen: Bestimme deinen Verkaufspreis pro Getränk.
Berechne deine Einkaufskosten pro Getränk
Addiere alle Kosten: das Getränk selbst, eventuelles Zubehör (Zitrone, Oliven), Eis und Geschirr. Vergiss nicht die MwSt.: Rechne immer mit Preisen ohne MwSt. für deine Margeberechnung.
Überwache und passe basierend auf tatsächlichem Konsum an
Halte fest, wie viel tatsächlich pro Event getrunken wird. Bei Open Bar: Passe deinen Preis an, wenn Gäste strukturell mehr oder weniger trinken. Bei gemessenen Getränken: Überprüfe, ob deine Margen deinen Zielen entsprechen.
✨ Pro tip
Kombiniere beide Formeln: Starte mit Open Bar für die ersten 3-4 Stunden, wechsle dann zu gemessenen Getränken. So profitierst du vom höheren Umsatz der Open Bar, begrenzt aber das Risiko von späten 'Vieltrinkern'.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Formel ist rentabler: Open Bar oder gemessene Getränke?
Open Bar kann rentabler sein, wenn Gäste weniger trinken als erwartet, aber das Risiko ist größer. Gemessene Getränke bieten eine stabile, aber oft niedrigere Marge. Bei geschäftlichen Events ist gemessen oft sicherer, bei Feiern kann Open Bar mehr einbringen.
Wie verhindere ich, dass meine Open-Bar-Marge zusammenbricht?
Setze ein Zeitlimit (zum Beispiel 4 Stunden), schließe Premium-Getränke aus und berechne vorher den Break-Even-Punkt. Wenn du €25 pro Person verlangst bei €2,50 Einkaufspreis, liegt dein Limit bei 10 Getränken pro Person.
Muss ich MwSt. in meine Margeberechnung einbeziehen?
Rechne immer mit Preisen ohne MwSt. für deine Marge. Alkoholische Getränke haben 21% MwSt., also ein Getränk von €6,05 inkl. MwSt. ist €5,00 ohne MwSt. Darauf berechnest du deine Marge.
Was ist eine realistische Marge bei Catering-Getränken?
Bei gemessenen Getränken sind 45-55% üblich. Bei Open Bar kann dies von 20% (viele Trinker) bis 70% (wenige Trinker) variieren. Rechne bei Open Bar immer mit Worst-Case-Szenarien.
Wie überwache ich, was tatsächlich getrunken wird?
Zähle leere Flaschen und registriere alle ausgegebenen Getränke. Bei Open Bar ist dies entscheidend, um zukünftige Preise anzupassen. Bei gemessenen Getränken hilft es, deine Margen zu kontrollieren und Einkaufspreise zu optimieren.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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