Mocktails kosten oft mehr als du denkst. Frische Säfte, Premium-Sirupe und Garnituren summieren sich schnell auf. Wie bei normalen Cocktails musst du alle Zutaten in deine Kostenkalkulation einbeziehen, um profitabel zu bleiben.
Sammle alle Zutaten und Preise
Notiere jede Zutat, die in deinen Mocktail geht, einschließlich Garnituren und Dekoration. Vergiss nicht die kleinen Dinge: Eiswürfel, Strohhalme, Schirmchen oder frische Kräuter.
💡 Beispiel Virgin Mojito:
- Frische Limette (½ Stück): €0,25
- Frische Minze (10 Blätter): €0,30
- Rohrzucker (1 TL): €0,05
- Sodawasser (200ml): €0,15
- Eiswürfel: €0,10
- Garnish (Minzzweig + Limettenscheibe): €0,15
Gesamte Zutatenkosten: €1,00
Berechne die Menge pro Zutat
Messe genau ab, wie viel von jeder Zutat du verwendest. Bei frischen Produkten wie Zitrusfrüchten berechnest du auch Schnittabfall ein. Von einer ganzen Limette verwendest du beispielsweise nur etwa 60-70% wegen Schale und Kernen.
⚠️ Achtung:
Frische Säfte sind teurer als du denkst. Für 30ml frischen Orangensaft brauchst du oft eine ganze Orange, die €0,40 kostet.
Addiere alle Kosten und berechne deine Marge
Verwende die gleiche Formel wie bei normalen Getränken. Für Mocktails gilt 9% MwSt., da es sich um alkoholfreie Getränke in deinem Restaurant handelt.
Formel:
Kostenquote % = (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100
💡 Beispielberechnung:
Virgin Mojito für €8,50 inkl. 9% MwSt.
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €8,50 / 1,09 = €7,80
- Zutatenkosten: €1,00
- Kostenquote: (€1,00 / €7,80) × 100 = 12,8%
Das ist eine gesunde Marge für einen Premium-Mocktail.
Übliche Kostenquoten für Mocktails
Bei alkoholfreien Cocktails liegt eine gesunde Kostenquote zwischen 15-25%. Das ist etwas höher als bei alkoholischen Getränken, weil du oft teurere frische Zutaten verwendest.
- Einfache Mocktails (Sodawasser + Sirup): 10-15%
- Premium-Mocktails (frische Säfte, Kräuter): 15-25%
- Komplexe Kreationen (mehrere frische Zutaten): 20-30%
Häufige Fehler bei Mocktails
Viele Barmanager unterschätzen die Kosten für frische Zutaten. Ein Teelöffel frischer Ingwer kostet vielleicht nur €0,15, aber wenn du 50 pro Woche verwendest, gibst du €390 pro Jahr nur für diese eine Zutat aus.
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit 9% MwSt. für Mocktails, nicht mit 21% wie bei alkoholischen Getränken. Das macht deine Kostenkalkulation genauer.
Digitale Kostenkalkulation
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du alle Zutaten deiner Mocktails erfassen und die Kostenquote automatisch berechnen. So siehst du sofort, welche alkoholfreien Cocktails am profitabelsten sind.
Wie berechnest du die Kostenquote eines Mocktails? (Schritt für Schritt)
Liste alle Zutaten auf
Notiere jede Zutat einschließlich Garnituren, Eiswürfel und Dekoration. Suche die Einkaufspreise bei deinem Lieferanten und berücksichtige Schnittabfall bei frischen Produkten.
Messe die genauen Mengen ab
Bestimme genau, wie viel ml, Gramm oder Stück du von jeder Zutat verwendest. Stelle einen Mocktail her und wiege/messe alles ab für die genaueste Kostenkalkulation.
Berechne die Gesamtkostenquote
Addiere alle Zutatenkosten und teile durch deinen Verkaufspreis ohne 9% MwSt. Multipliziere mit 100 für die Kostenquote in Prozent.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Kostenquote bei deinen 3 beliebtesten Mocktails. Wenn diese stimmen, hast du den größten Teil deines alkoholfreien Umsatzes unter Kontrolle.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Soll ich 9% oder 21% MwSt. bei Mocktails rechnen?
Für alkoholfreie Getränke in deinem Restaurant gilt 9% MwSt., genau wie für Essen. Rechne also immer mit 9% MwSt. bei Mocktails.
Was ist eine gesunde Kostenquote für Premium-Mocktails?
Bei Mocktails mit frischen Zutaten ist eine Kostenquote von 15-25% normal. Das ist höher als bei normalen Getränken, weil frische Säfte und Kräuter teurer sind.
Wie berücksichtige ich Schnittabfall bei frischen Zitrusfrüchten?
Von einer ganzen Limette verwendest du etwa 60-70% wegen Schale und Kernen. Wenn eine Limette €0,50 kostet und du die Hälfte verwendest, rechne €0,50 / 0,65 / 2 = €0,38 pro halbe Limette.
Soll ich Eiswürfel in meine Kostenquote einbeziehen?
Ja, auch Eis kostet Geld. Rechne etwa €0,08-0,12 pro Portion Eis, abhängig von der Menge und deinen Energiekosten für die Eismaschine.
Sind Mocktails profitabler als alkoholische Cocktails?
Nicht unbedingt. Alkohol hat oft eine niedrigere Kostenquote (18-25%), aber Mocktails kannst du zu einem guten Preis verkaufen ohne Verbrauchssteuer. Es hängt von deinen Zutaten und deiner Preisgestaltung ab.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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