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📝 Arbeitskosten, GuV & Break-even · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie nutze ich tägliche Arbeitskostendaten, um mein Personal für die nächste Woche anzupassen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Arbeitskosten sind oft deine größte Kostenposition nach Lebensmitteln. Indem du täglich verfolgst, was du für Personal ausgibst, kannst du schnell gegensteuern, wenn du zu viel oder zu wenig Personal eingeplant hast. In diesem Artikel lernst du, wie du tägliche Arbeitskostendaten nutzt, um deine Personalplanung für die nächste Woche zu optimieren.

Was sind tägliche Arbeitskostendaten?

Tägliche Arbeitskostendaten sind die tatsächlichen Lohnkosten pro Tag, einschließlich:

  • Bruttolöhne aller Mitarbeiter
  • Arbeitgeberabgaben (etwa 25% auf den Bruttolohn)
  • Überstunden und Zuschläge
  • Aushilfskräfte und Leiharbeiter

Diese Daten vergleichst du mit deinem Umsatz pro Tag, um zu sehen, ob deine Arbeitskosten im Verhältnis stehen.

Berechne deinen Arbeitskostenprozentsatz pro Tag

Die Formel für den Arbeitskostenprozentsatz lautet:

Arbeitskosten % = (Gesamte Lohnkosten / Umsatz ohne MwSt.) × 100

💡 Beispiel:

Montag in deinem Restaurant:

  • Umsatz: €2.400 inkl. MwSt. = €2.202 ohne MwSt.
  • Lohnkosten: €720 (3 Personen × 8 Stunden × €30/Stunde inkl. Abgaben)

Arbeitskosten: (€720 / €2.202) × 100 = 32,7%

Für Restaurants liegt eine gesunde Arbeitskostenquote zwischen 25-35% des Umsatzes. Über 35% wird es schwierig, noch Gewinn zu machen.

Analysiere Muster pro Wochentag

Jeder Tag hat seinen eigenen Charakter. Erstelle pro Wochentag eine Übersicht:

  • Montag: Oft ruhig, weniger Personal nötig
  • Dienstag-Donnerstag: Stabile Auslastung, Standardbesetzung
  • Freitag-Samstag: Voll, mehr Personal aber auch mehr Umsatz
  • Sonntag: Je nach Konzept (Brunch vs. geschlossen)

💡 Beispiel Wochenanalyse:

Deine Arbeitskosten pro Tag der letzten Woche:

  • Montag: 45% (zu hoch - zu viel Personal für niedrigen Umsatz)
  • Dienstag: 28% (prima)
  • Mittwoch: 31% (gut)
  • Donnerstag: 29% (gut)
  • Freitag: 26% (prima - hoher Umsatz)
  • Samstag: 24% (ausgezeichnet)

Fazit: Montag zu viel Personal eingeplant

Vergleiche mit Umsatzprognose für die nächste Woche

Schau dir deinen erwarteten Umsatz für die nächste Woche an. Beachte:

  • Feiertage oder Veranstaltungen in der Nähe
  • Wetter (Terrasse offen/geschlossen)
  • Schulferien
  • Reservierungen, die bereits eingegangen sind

Berechne, wie viel du maximal für Arbeit pro Tag ausgeben kannst:

Max. Arbeitskosten = Erwarteter Umsatz × Gewünschter Arbeitskostenprozentsatz

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit Umsatz ohne MwSt. Die MwSt. geht an die Steuerbehörde und ist kein echter Umsatz für deine Berechnungen.

Passe deine Personalplanung an

Basierend auf deiner Analyse kannst du konkrete Anpassungen vornehmen:

  • Zu hohe Arbeitskosten: Weniger Stunden einplanen oder günstigere Kräfte
  • Zu niedrige Arbeitskosten: Möglicherweise besserer Service oder längere Öffnungszeiten
  • Wechselnde Muster: Flexible Verträge oder Aushilfskräfte

💡 Praktisches Beispiel:

Anpassung für die nächste Woche:

  • Montag: 1 Person weniger (von 3 auf 2)
  • Ersparnis: 8 Stunden × €30 = €240
  • Neue Arbeitskosten: €480 statt €720

Bei gleichem Umsatz: 21,8% statt 32,7%

Beachte die Servicequalität

Zu wenig Personal kann auch Probleme verursachen:

  • Längere Wartezeiten für Gäste
  • Stress für dein Team
  • Fehler bei Bestellungen
  • Schlechte Bewertungen

Finde das Gleichgewicht zwischen Kosten und Service. Eine Arbeitskostenquote von 28-32% mit zufriedenen Gästen ist besser als 20% mit schlechtem Service.

Nutze digitale Tools für den Überblick

Das manuelle Erfassen von Arbeitskostendaten kostet viel Zeit. Mit einer App wie KitchenNmbrs siehst du direkt:

  • Deinen Arbeitskostenprozentsatz pro Tag
  • Vergleich mit vorherigen Wochen
  • Prognosen für die nächste Woche
  • Welche Tage vom Durchschnitt abweichen

Das hilft dir, schneller gegenzusteuern, ohne viel Rechenarbeit.

Wie passt du deine Personalplanung mit Arbeitskostendaten an?

1

Sammle deine täglichen Daten

Notiere jeden Tag deine gesamten Lohnkosten (einschließlich Arbeitgeberabgaben) und deinen Umsatz ohne MwSt. Berechne deinen Arbeitskostenprozentsatz pro Tag.

2

Analysiere Muster pro Wochentag

Schau dir an, welche Tage strukturell zu hoch oder zu niedrig ausfallen. Achte auf Unterschiede zwischen Montag (oft ruhig) und Wochenende (meist voll).

3

Erstelle eine Umsatzprognose

Schätze deinen erwarteten Umsatz für die nächste Woche. Beachte Feiertage, Wetter und Veranstaltungen. Berechne, wie viel du maximal pro Tag für Personal ausgeben kannst.

4

Passe dein Personal an

Ändere deine Dienstpläne basierend auf deiner Analyse. Plane weniger Stunden an Tagen mit hohen Arbeitskosten, aber beachte die Servicequalität.

✨ Pro tip

Überprüfe jeden Montagmorgen deine Arbeitskostendaten der letzten Woche und passe sofort deine Planung für die kommende Woche an. So vermeidest du, dass ganze Monate zu teuer werden.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine normale Arbeitskostenquote für ein Restaurant?

Für Restaurants liegt eine gesunde Arbeitskostenquote zwischen 25-35% des Umsatzes ohne MwSt. Über 35% wird es schwierig, noch Gewinn zu machen.

Muss ich Arbeitgeberabgaben in meine Arbeitskosten einrechnen?

Ja, immer. Arbeitgeberabgaben sind etwa 25% auf den Bruttolohn und sind echte Kosten für dein Unternehmen. Rechne also mit dem Gesamtbetrag, den du für Personal ausgibst.

Wie oft sollte ich meine Personalplanung anpassen?

Überprüfe deine Arbeitskostendaten mindestens wöchentlich und passe deine Planung für die nächste Woche an, wo nötig. Bei großen Abweichungen kannst du auch zwischendurch gegensteuern.

Was ist, wenn meine Arbeitskosten an einem Tag hoch und am anderen niedrig sind?

Das ist normal. Schau dir den Wochendurchschnitt an. Montag ist oft teuer (niedriger Umsatz), Wochenende oft günstiger (hoher Umsatz). Solange dein Wochendurchschnitt unter 35% liegt, bist du gut dabei.

Kann ich Personal nach Hause schicken, wenn es ruhiger ist als erwartet?

Das hängt von deinen Arbeitsverträgen ab. Mit Aushilfskräften geht das oft, mit festen Verträgen nicht einfach so. Plane daher flexibel mit einer Mischung aus festem und flexiblem Personal.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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