Deine Lagerkosten können eine versteckte Kostenposition sein, die deinen Gewinn aufzehrt. Viele Restaurantbesitzer wissen nicht, wie viel Geld in ihrer Kühlanlage und Speisekammer liegt, und ob das normal ist. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du deine Lagerkosten als Prozentsatz deines Jahresumsatzes berechnest, damit du weißt, ob du zu viel lagern.
Was sind Lagerkosten genau?
Lagerkosten sind der Gesamtbetrag, den du in Zutaten investiert hast, die noch nicht verkauft wurden. Das sind alle Produkte in deiner Kühlanlage, dem Gefrierschrank, der Speisekammer und der Bar, die verarbeitet werden sollen.
? Beispiel Bistro-Lager:
Ein Bistro mit €400.000 Jahresumsatz hat:
- Fleisch und Fisch in der Kühlanlage: €2.800
- Gemüse und Milchprodukte: €1.200
- Trockenlager (Pasta, Reis, Gewürze): €800
- Getränke (Wein, Bier, Softdrinks): €1.500
- Sonstige Produkte: €700
Gesamtlagerwert: €7.000
Die Berechnung: Lager als Prozentsatz des Umsatzes
Um zu wissen, ob dein Lager normal ist, berechnest du es als Prozentsatz deines Jahresumsatzes. Die Formel ist einfach:
Lagerkosten % = (Aktueller Lagerwert / Jahresumsatz) × 100
? Berechnungsbeispiel:
Bistro aus dem vorherigen Beispiel:
- Lagerwert: €7.000
- Jahresumsatz: €400.000
- Berechnung: (€7.000 / €400.000) × 100 = 1,75%
Das liegt im normalen Bereich von 1-3% für Restaurants.
Was ist ein normaler Lagerwert?
Der ideale Lagerwert hängt von deiner Art von Betrieb und deiner Bestellhäufigkeit ab. Hier sind gängige Prozentsätze:
- Restaurants und Bistros: 1,5-3% des Jahresumsatzes
- Fast Casual und Lieferservice: 1-2% des Jahresumsatzes
- Fine Dining: 2-4% des Jahresumsatzes (mehr frische Produkte)
- Cafés mit Küche: 1-2,5% des Jahresumsatzes
⚠️ Achtung:
Wenn du über 4% kommst, lagern du wahrscheinlich zu viel. Das kostet dich Geld durch Verderb und gebundenes Kapital.
Warum zu viel Lager gefährlich ist
Ein zu hoher Lagerwert hat drei Nachteile, die deinen Gewinn beeinträchtigen:
- Gebundenes Geld: Jeden Euro in Lager kannst du nicht in Marketing oder Renovierung investieren
- Verderb und Verschwendung: Mehr Lager bedeutet mehr Risiko für Abfallverluste
- Cashflow-Probleme: Du hast weniger Geld für tägliche Ausgaben verfügbar
? Auswirkungsberechnung:
Restaurant mit €500.000 Jahresumsatz:
- Normales Lager (2,5%): €12.500
- Zu hohes Lager (5%): €25.000
- Differenz: €12.500 gebundenes Kapital
Das Geld kannst du besser für Wachstum oder als Puffer nutzen.
Wie oft solltest du das überprüfen?
Überprüfe deinen Lagerwert mindestens einmal pro Monat, idealerweise alle zwei Wochen. So erkennst du Trends und kannst gegensteuern, bevor es aus dem Ruder läuft.
Viele Unternehmer nutzen ein System wie KitchenNmbrs, um ihre Zutaten und Preise zu verfolgen, damit sie schnell sehen können, wie viel Geld im Lager steckt, ohne alles manuell zu zählen.
Wie berechnest du Lagerkosten als Prozentsatz? (Schritt für Schritt)
Addiere deinen gesamten Lagerwert
Gehe durch alle Lagerplätze: Kühlanlage, Gefrierschrank, Trockenlager, Bar. Addiere alle Produkte zum Einkaufspreis. Vergiss nicht Gewürze, Öl, Reinigungsmittel und andere kleine Dinge.
Bestimme deinen Jahresumsatz
Nutze deinen Umsatz der letzten 12 Monate. Wenn du saisonal tätig bist, nimm ein volles Jahr, um ein ehrliches Bild zu bekommen.
Berechne den Prozentsatz
Teile deinen Lagerwert durch deinen Jahresumsatz und multipliziere mit 100. Das Ergebnis gibt dir den Prozentsatz. Vergleiche dies mit den Benchmarks für deine Art von Betrieb.
✨ Pro tip
Überprüfe deinen Lagerwert immer zur gleichen Zeit in der Woche, zum Beispiel Montagmorgen vor der neuen Lieferung. So bekommst du konsistente Zahlen, die du gut vergleichen kannst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich MwSt. in die Berechnung einbeziehen?
Was ist, wenn mein Prozentsatz höher ist als der Benchmark?
Wie oft sollte ich mein Lager zählen?
Zählt das Weinlager auch mit?
Ist 1% Lagerkosten zu niedrig?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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