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📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie stelle ich fest, ob ich Saisongerichte auch als Catering oder Gruppenmenü anbiete?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Saisongerichte für Catering erfordern einen anderen Ansatz als deine normale Speisekarte. Du musst die Verfügbarkeit von Zutaten, größere Mengen und andere Margen berücksichtigen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du feststellst, ob ein Saisongericht für Gruppenmenüs geeignet ist.

Warum Saisongerichte beim Catering anders sind

Beim Catering bestellst du Tage oder Wochen im Voraus. Saisonprodukte können plötzlich teurer werden oder nicht mehr verfügbar sein. Außerdem bereitest du größere Mengen zu, was andere Einkaufs- und Zubereitungskosten bedeutet.

Die 4 Kriterien für Saisongerichte beim Catering

Ein Saisongericht ist für Catering geeignet, wenn es diese Voraussetzungen erfüllt:

  • Verfügbarkeit: Zutat ist mindestens 3 Monate verfügbar
  • Preisstabilität: Preis schwankt maximal 20% innerhalb der Saison
  • Skalierbarkeit: Du kannst es für 50+ Personen zubereiten
  • Haltbarkeit: Kann 2-3 Stunden warm gehalten werden

💡 Beispiel: Spargel im April

Niederländischer Spargel ist von April bis Juni verfügbar. Im April kostet er €12/kg, im Mai €8/kg, im Juni €6/kg.

  • Verfügbarkeit: ✅ 3 Monate
  • Preisstabilität: ❌ 50% Preisschwankung
  • Skalierbarkeit: ✅ Gut in großen Mengen zuzubereiten
  • Haltbarkeit: ❌ Wird schnell schlapp

Fazit: Nur im Mai für Catering anbieten

Selbstkosten bei größeren Mengen berechnen

Beim Catering bekommst du oft Rabatt bei größeren Abnahmemengen. Rechne nicht mit deinem normalen Einkaufspreis, sondern überprüfe, was dein Lieferant für 10-20 kg der Hauptzutat verlangt.

💡 Beispiel: Kürbissuppe für 100 Personen

Normaler Einkauf: €2,50/kg Kürbis
Mengeneinkauf (30 kg): €2,10/kg Kürbis

  • Selbstkosten pro Person (normaler Preis): €1,80
  • Selbstkosten pro Person (Mengenpreis): €1,62
  • Unterschied: €0,18 pro Person = €18 pro 100 Personen

Saisonkalender für Catering erstellen

Erstelle eine Übersicht pro Monat, welche Saisongerichte du anbieten kannst. Notiere die erwarteten Einkaufspreise und die Verfügbarkeit. Aktualisiere dies jeden Monat basierend auf dem, was du bei deinen Lieferanten siehst.

⚠️ Achtung:

Kommuniziere immer mit deinem Kunden, dass Saisongerichte unter Vorbehalt der Verfügbarkeit sind. Falls die Zutat nicht verfügbar ist, brauchst du eine Alternative.

Marge für Saison-Catering berechnen

Saisongerichte beim Catering können niedrigere Lebensmittelkosten haben (günstigere Zutaten in der Saison), aber auch höhere Risiken. Rechne daher mit einer etwas niedrigeren Marge als gewöhnlich.

  • Normale Catering-Lebensmittelkosten: 25-30%
  • Saison-Catering-Lebensmittelkosten: 30-35% (Puffer für Risiken)
  • Minimale Marge: 65% des Verkaufspreises müssen übrig bleiben

💡 Beispiel: Frühjahrsgericht für 80 Personen

Zutatenkosten pro Person: €4,50
Gewünschte Lebensmittelkosten: 32%

  • Minimaler Verkaufspreis exkl. MwSt.: €4,50 / 0,32 = €14,06
  • Verkaufspreis inkl. 9% MwSt.: €15,33 pro Person
  • Für 80 Personen: €1.226 insgesamt

Mit kleinen Gruppen testen

Bevor du ein Saisongericht auf deine Cateringkarte setzt, teste es zuerst bei einer kleineren Gruppe (10-20 Personen). Überprüfe, ob die Zubereitung skalierbar ist und ob die Qualität gut bleibt.

Wie stellst du fest, ob ein Saisongericht für Catering geeignet ist?

1

Überprüfe Verfügbarkeit und Preisstabilität

Überprüfe, wie lange die Saison dauert und wie der Preis schwankt. Die Zutat muss mindestens 3 Monate verfügbar sein und der Preis darf maximal 20% schwanken.

2

Teste Skalierbarkeit und Haltbarkeit

Bereite das Gericht für 20-30 Personen zu, um zu überprüfen, ob die Zubereitung skalierbar ist. Überprüfe auch, ob es 2-3 Stunden lang warm gehalten werden kann, ohne an Qualität zu verlieren.

3

Berechne Selbstkosten mit Mengenrabatt

Frage deinen Lieferanten nach Preisen für größere Mengen. Berechne die Selbstkosten pro Person und stelle sicher, dass deine Lebensmittelkosten für Saisongerichte zwischen 30-35% bleiben.

4

Erstelle einen Saisonkalender für Catering

Notiere pro Monat, welche Saisongerichte du anbieten kannst, mit erwarteten Preisen und Verfügbarkeit. Aktualisiere dies monatlich basierend auf Marktpreisen.

✨ Pro tip

Überprüfe jeden Monat die Preise deiner Saisonzutaten bei deinem Lieferanten. Mache Fotos der Preislisten, dann kannst du Trends erkennen und besser einschätzen, wann etwas am günstigsten ist.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich Saisongerichte teurer machen als normale Cateringgerichte?

Nicht unbedingt teurer, aber mit höherer Marge. Rechne mit 30-35% Lebensmittelkosten statt 25-30%, um Risiken abzufedern. Wenn das Saisonprodukt günstig ist, kannst du sogar wettbewerbsfähiger preisen.

Was ist, wenn eine Saisonzutat plötzlich nicht mehr verfügbar ist?

Habe immer ein alternatives Gericht bereit, das ähnliche Kosten hat. Kommuniziere beim Angebot, dass Saisongerichte unter Vorbehalt der Verfügbarkeit sind.

Wie viele Saisongerichte kann ich auf meine Cateringkarte setzen?

Beginne mit 2-3 Saisongerichten pro Saison. Zu viele saisonale Optionen machen dein Menü komplex und erhöhen das Risiko von Verfügbarkeitsproblemen.

Kann ich Saisongerichte auch für kleine Gruppen von 10-15 Personen anbieten?

Ja, aber beachte, dass deine Einkaufsvorteile wegfallen. Für kleine Gruppen rechnest du einfach mit deinen normalen Einkaufspreisen, nicht mit Mengenrabatten.

Wie weit im Voraus muss ich Saisongerichte planen?

Plane mindestens 6 Wochen im Voraus. Überprüfe dann 2 Wochen vor dem Event nochmals, ob die Zutat noch verfügbar ist zum erwarteten Preis.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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