📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Auswirkung einer Rabattaktion auf meinen Tagesumsatz und meine Marge?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Eine Rabattaktion kann deinen Umsatz erhöhen, aber gleichzeitig deine Marge senken. Viele Restaurantbesitzer vergessen, diesen zweiten Teil zu berechnen und sind hinterher enttäuscht vom Ergebnis. In diesem Artikel lernst du genau, wie du im Voraus berechnest, was dich eine Rabattaktion kostet und was sie einbringt.

Warum Rabattaktionen oft enttäuschen

Du denkst: 20% Rabatt = mehr Gäste = mehr Umsatz. Aber oft siehst du zwar mehr Gäste, aber weniger Gewinn. Das kommt daher, dass du nicht nur auf den Umsatz schauen darfst, sondern auch auf deine Marge pro Gast.

⚠️ Achtung:

Eine Rabattaktion senkt immer deine Marge pro Gericht. Die Frage ist, ob du das mit mehr Volumen ausgleichst.

Die Formeln, die du brauchst

Für eine gute Berechnung brauchst du drei Formeln:

  • Neuer Verkaufspreis = Normaler Preis × (100% - Rabatt%)
  • Neue Marge pro Gericht = Neuer Verkaufspreis - Zutatenkosten
  • Break-Even-Volumen = Normaler Umsatz / Neuer Verkaufspreis

Mit diesen drei kannst du genau berechnen, was dich eine Aktion kostet und wann sie rentabel wird.

Schritt 1: Berechne deine neue Marge pro Gericht

Beginne mit deinem meistverkauften Gericht. Rechne aus, was dir davon nach dem Rabatt bleibt.

💡 Beispiel:

Pasta Carbonara, normalerweise €18,50 inkl. MwSt.:

  • Normaler Preis exkl. MwSt.: €16,97
  • Zutatenkosten: €5,10
  • Normale Marge: €11,87 pro Gericht

Mit 20% Rabatt:

  • Neuer Preis exkl. MwSt.: €13,58
  • Neue Marge: €8,48 pro Gericht
  • Verlust pro Gericht: €3,39

Schritt 2: Berechne den Break-Even-Punkt

Wie viele zusätzliche Gäste brauchst du, um genauso viel zu verdienen wie normalerweise?

Break-Even-Formel: (Normale Marge / Neue Marge) × Normale Anzahl Gäste

💡 Beispiel:

Normalerweise 80 Gäste pro Tag:

  • Break-Even: (€11,87 / €8,48) × 80 = 112 Gäste
  • Du brauchst 32 zusätzliche Gäste (40% mehr!)
  • Sonst verdienst du weniger als normalerweise

Schritt 3: Berechne die Auswirkung auf deinen Tagesumsatz

Jetzt kannst du verschiedene Szenarien durchrechnen. Was passiert bei 10%, 20% oder 30% mehr Gästen?

💡 Szenario-Berechnung:

Bei 20% mehr Gästen (96 statt 80):

  • Umsatz: 96 × €14,81 = €1.422 (vs €1.480 normalerweise)
  • Gewinn: 96 × €8,48 = €814 (vs €950 normalerweise)
  • Ergebnis: €136 weniger Gewinn trotz mehr Umsatz

Wann Rabattaktionen funktionieren

Rabattaktionen können in bestimmten Situationen sinnvoll sein:

  • Ruhige Zeiten: Fixkosten laufen weiter, jeder zusätzliche Gast hilft
  • Neue Gäste gewinnen: Wenn sie später zum normalen Preis wiederkommen
  • Vorräte aufbrauchen: Besser etwas verdienen als wegwerfen
  • Konkurrenzkampf: Marktanteile behalten kann wichtiger sein

⚠️ Achtung:

Rabattaktionen können süchtig machen. Gäste gewöhnen sich daran und kommen nur noch mit Rabatt.

Alternative Aktionen, die mehr bringen

Statt Rabatt auf den Hauptpreis kannst du auch:

  • Kostenloses Beilagengericht: Kostet dich nur die Zutaten (€2-3)
  • Zweite Person halber Preis: Erhöht deinen Durchschnittsumsatz
  • Happy-Hour-Zeitfenster: Füllt ruhige Zeiten, ohne normale Preise anzutasten
  • Treuekarte: Fördert Wiederbesuche ohne direkte Rabatte

KitchenNmbrs und Rabattaktionen

Mit KitchenNmbrs kannst du schnell verschiedene Rabattszenarios durchrechnen. Du siehst sofort, was jedes Rabatt-Prozent mit deiner Marge macht und wie viele zusätzliche Gäste du für den Break-Even brauchst.

Die App berechnet automatisch deinen neuen Lebensmittelkostenanteil und zeigt den Unterschied zu deiner normalen Marge. So kannst du im Voraus einschätzen, ob eine Aktion sich lohnt.

Wie berechnest du die Auswirkung einer Rabattaktion?

1

Berechne deine aktuelle Marge pro Gericht

Nimm dein meistverkauftes Gericht und rechne aus: Verkaufspreis exkl. MwSt. minus Zutatenkosten. Das ist deine normale Marge pro Gericht, die du als Basis verwendest.

2

Rechne die neue Marge nach Rabatt aus

Senke deinen Verkaufspreis um das Rabatt-Prozent und ziehe wieder die Zutatenkosten ab. Der Unterschied zu Schritt 1 ist, was du pro Gericht verlierst.

3

Bestimme, wie viele zusätzliche Gäste du brauchst

Teile deine normale Marge durch deine neue Marge und multipliziere mit deiner normalen Anzahl Gäste. Das ist dein Break-Even-Punkt, wo du genauso viel verdienst wie normalerweise.

4

Rechne verschiedene Szenarien durch

Berechne, was bei 10%, 20% und 30% mehr Gästen passiert. Vergleiche den Gesamtgewinn mit deinem normalen Tag, um zu sehen, welches Szenario am besten ist.

✨ Pro tip

Teste zuerst eine kleine Rabattaktion von 2-3 Tagen und miss genau, wie viele zusätzliche Gäste du bekommst. Nutze diese Daten, um größere Aktionen besser einzuschätzen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Prozent Rabatt kann ich maximal geben?

Das hängt von deiner Marge ab. Bei 30% Lebensmittelkosten kannst du theoretisch bis zu 70% Rabatt geben, ohne Verlust zu machen, aber dann verdienst du nichts für Arbeit und Overhead. Bleib unter 25% Rabatt.

Muss ich den Rabatt über den Preis inklusive oder exklusive MwSt. berechnen?

Für deine eigenen Berechnungen immer exklusive MwSt. Auf der Speisekarte zeigst du den Rabatt normalerweise inklusive MwSt., weil das für Gäste klarer ist.

Was, wenn ich unterschiedliche Rabatte pro Gericht gebe?

Berechne dann pro Gericht die Auswirkung und addiere die Ergebnisse. Achte darauf, dass Gäste oft das Gericht mit dem höchsten Rabatt wählen, was deine Mischung beeinflussen kann.

Wie lange sollte eine Rabattaktion dauern?

Kurze Aktionen (1-3 Tage) funktionieren oft besser als lange. Bei langen Aktionen gewöhnen sich Gäste an den niedrigen Preis und es wird schwierig, wieder zur Normalpreis zurückzugehen.

Ist es besser, Rabatt auf Getränke statt auf Essen zu geben?

Getränke haben oft einen niedrigeren Kostenanteil (18-25% vs 30-35% für Essen), also kannst du dort leichter Rabatt geben, ohne deine Marge zu ruinieren.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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