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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge auf ein Gericht, wenn ich Verpackung, Lieferung und Plattformgebühren zusammenzähle?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 17 Mar 2026

Bei Lieferung verlierst du 15-30% an Plattformgebühren, plus Verpackungskosten. Viele Unternehmer vergessen diese Kosten in ihrer Marge einzurechnen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die echte Marge auf Liefergerichte berechnest.

Alle Kosten eines Liefergerichts

Ein Liefergericht hat andere Kosten als ein Restaurantgericht. Du hast mit folgendem zu rechnen:

  • Zutatenkosten (food cost)
  • Verpackungskosten (Behälter, Tüten, Besteck)
  • Plattformgebühren (Lieferando, Uber Eats)
  • Lieferkosten (wenn du selbst lieferst)

💡 Beispiel:

Pasta Carbonara über Lieferando für €16,50:

  • Zutaten: €4,20
  • Verpackung: €0,85
  • Plattformgebühr (25%): €4,13
  • Lieferung: €2,50

Gesamtkosten: €11,68 auf €16,50 = Marge von €4,82 (29%)

Plattformgebühren korrekt berechnen

Plattformgebühren sind ein Prozentsatz deines Verkaufspreises. Dies variiert je nach Plattform und Vertrag:

  • Lieferando: 15-30% (durchschnittlich 25%)
  • Uber Eats: 15-30% (durchschnittlich 25%)
  • Deliveroo: 20-35% (durchschnittlich 28%)

⚠️ Achtung:

Plattformgebühren werden auf den gesamten Bestellwert berechnet, einschließlich Lieferkosten. Das macht sie noch teurer, als sie aussehen.

Verpackungskosten nicht vergessen

Verpackung kostet mehr als du denkst. Zähle alles auf, was du verwendest:

  • Hauptbehälter (€0,25-0,50)
  • Saucenbehälter (€0,10-0,15 pro Stück)
  • Besteck (€0,15)
  • Serviette (€0,05)
  • Tasche/Tüte (€0,20)
  • Aufkleber/Klebeband (€0,05)

💡 Beispiel Verpackungskosten:

Pastagericht komplett verpackt:

  • Pastabehälter: €0,35
  • Saucenbehälter: €0,12
  • Parmesanbehälter: €0,10
  • Besteck + Serviette: €0,20
  • Tasche: €0,20

Gesamt: €0,97 pro Bestellung

Die Formel für die Liefermarge

Für eine korrekte Margeberechnung verwendest du diese Formel:

Marge % = ((Verkaufspreis - Zutaten - Verpackung - Plattformgebühr - Lieferung) / Verkaufspreis) × 100

💡 Vollständige Berechnung:

Burger-Menü €18,50 über Uber Eats:

  • Verkaufspreis: €18,50
  • Zutaten: €5,40
  • Verpackung: €1,10
  • Plattformgebühr (27%): €4,99
  • Lieferung: €2,75

Marge: €18,50 - €5,40 - €1,10 - €4,99 - €2,75 = €4,26

Marge %: (€4,26 / €18,50) × 100 = 23%

Wann ist Lieferung rentabel

Eine gesunde Marge für Lieferung liegt zwischen 20-30%. Unter 15% machst du Verlust. Über 35% bist du wahrscheinlich zu teuer für den Markt.

⚠️ Achtung:

Viele Restaurants haben eine niedrigere Marge bei Lieferung als im Restaurant. Das ist normal wegen der Zusatzkosten. Kompensiere das durch Volumen und Effizienz.

Tipps für bessere Margen

  • Erhöhe deine Preise: Lieferkunden akzeptieren oft 10-20% höhere Preise
  • Mindestbestellwert: Verteile Fixkosten auf mehr Artikel
  • Effiziente Verpackung: Suche nach günstigeren Alternativen ohne Qualitätsverlust
  • Verhandle Plattformgebühren: Bei Volumen kannst du niedrigere Prozentsätze erreichen

Wie berechnest du die Marge auf ein Liefergericht? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kosten pro Gericht

Zähle auf: Zutatenkosten, Verpackungskosten (Behälter, Besteck, Tasche), und berechne den Plattformgebührenprozentsatz über deinen Verkaufspreis. Vergesse nicht die Lieferkosten, wenn du selbst lieferst.

2

Berechne die Plattformgebühr

Multipliziere deinen Verkaufspreis mit dem Plattformgebührenprozentsatz. Bei €18,50 und 25% Gebühr: €18,50 × 0,25 = €4,63. Dies wird direkt von deinem Umsatz abgezogen.

3

Ziehe alle Kosten vom Verkaufspreis ab

Formel: Verkaufspreis - Zutaten - Verpackung - Plattformgebühr - Lieferung = Marge in Euro. Teile dies durch den Verkaufspreis und × 100 für den Margenprozentsatz.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Marge auf deinen 5 meistverkauften Liefergerichten. Wenn diese unter 20% liegen, erhöhe deine Preise um €2-3 pro Gericht. Lieferkunden sind normalerweise weniger preissensibel als Restaurantgäste.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Margeberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne MwSt. Lieferessen hat 19% MwSt. Wenn dein Menüpreis €18,50 ist, rechne mit €18,50 / 1,19 = €15,55 ohne MwSt.

Sind Plattformgebühren von der MwSt. abzugsfähig?

Ja, Plattformgebühren sind Betriebskosten und abzugsfähig. Du zahlst aber MwSt. auf deinen gesamten Verkaufspreis, auch auf den Teil, der zur Plattform geht.

Was ist eine realistische Marge für Lieferung?

20-30% ist gesund für Lieferung. Unter 15% machst du Verlust. Über 35% wirst du oft zu teuer für den Markt. Das ist niedriger als Restaurantmargen wegen der Zusatzkosten.

Kann ich unterschiedliche Preise pro Plattform berechnen?

Ja, das ist erlaubt. Viele Restaurants berechnen 10-20% mehr für Lieferung als für Abholung, um die Zusatzkosten zu decken. Lieferkunden akzeptieren das normalerweise.

Wie berechne ich Verpackungskosten pro Gericht?

Zähle alle Verpackung auf: Hauptbehälter (€0,30), Saucenbehälter (€0,12), Besteck (€0,15), Tasche (€0,20), etc. Durchschnittlich €0,80-1,20 pro Bestellung je nach Gericht.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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