Verpackungskosten können deine Gewinnmarge bei Lieferung und Abholung erheblich beeinträchtigen. Viele Unternehmer vergessen diese Kosten in ihrer Kostenkalkulation zu berücksichtigen, wodurch sie unbewusst Geld verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du genau berechnest, was Verpackungsmaterial pro Mahlzeit kostet.
Warum Verpackungskosten einrechnen?
Bei Lieferung und Abholung ersetzt du Bedienung durch Verpackung. Wo du normalerweise €3-5 für Servicepersonal sparst, kommen Verpackungskosten hinzu. Der Unterschied? Verpackungskosten sind variabel und direkt an jede Bestellung gekoppelt.
⚠️ Achtung:
Verpackungskosten sind Teil deiner Lebensmittelkosten. Rechne sie ein, wenn du deinen Mindestverkaufspreis für Lieferung bestimmst.
Welche Verpackungskosten gibt es?
Verpackungskosten bestehen aus mehr als nur dem Behälter. Addiere diese Positionen:
- Primärverpackung: Behälter, Schachtel, Folie
- Deckel oder Verschluss
- Träger: Tasche, Beutel, Griff
- Besteck und Servietten
- Extras: Saucenbehälter, Aufkleber, Etiketten
- Isolierung: Wärmehaltmaterial für warme Gerichte
💡 Beispiel Pasta Carbonara Lieferung:
Verpackungskosten pro Portion:
- Aluminiumbehälter 750ml: €0,18
- Kartondeckel: €0,08
- Kunststoffgabel: €0,03
- Serviette: €0,02
- Papiertüte: €0,12
- Aufkleber mit Logo: €0,04
Gesamte Verpackungskosten: €0,47
Kosten pro Verpackungselement
Berechne Verpackungskosten immer pro Stück, nicht pro Karton. Die meisten Lieferanten verkaufen in Mengen von 100, 500 oder 1000 Stück. Teile den Gesamtpreis durch die Anzahl der Stücke.
Formel: Kosten pro Stück = (Einkaufspreis pro Verpackung / Anzahl der Stücke in der Verpackung)
💡 Beispielberechnung:
Du kaufst 500 Aluminiumbehälter für €90,00:
- Kosten pro Behälter: €90,00 / 500 = €0,18
- Bei 200 Pasta-Portionen pro Woche: €0,18 × 200 = €36,00/Woche
- Auf Jahresbasis: €36,00 × 52 = €1.872,00
Nur dieser eine Behälter kostet dich fast €1.900 pro Jahr.
Verpackungskosten in deiner Gesamtkostenkalkulation
Addiere Verpackungskosten zu deinen Zutatenkosten für die echten Kosten deines Gerichts. Dies wird deine neue Grundlage für die Lebensmittelkostenberechnung.
Formel: Gesamtkosten = Zutatenkosten + Verpackungskosten
💡 Beispiel Gesamtkostenkalkulation:
Pasta Carbonara zur Lieferung:
- Zutatenkosten: €5,10
- Verpackungskosten: €0,47
- Gesamtkosten: €5,57
Bei Verkaufspreis €16,50 (exkl. 19% MwSt = €13,87):
Lebensmittelkosten: (€5,57 / €13,87) × 100 = 40,2%
Unterschiedliche Verpackungen pro Gericht
Nicht jedes Gericht hat die gleichen Verpackungskosten. Suppe braucht andere Verpackung als Salat. Mache pro Gericht eine separate Berechnung.
- Warme Gerichte: isolierende Verpackung, höhere Kosten
- Saucen und Dressings: separate Behälter, zusätzliche Kosten
- Zerbrechliche Artikel: zusätzlicher Schutz, teurere Verpackung
- Große Portionen: größere Behälter, höhere Kosten
Saisonale und Lieferantenschwankungen
Verpackungspreise schwanken durch Rohstoffpreise und Nachfrage. Aktualisiere deine Kostenkalkulationen mindestens vierteljährlich oder bei neuem Lieferanten.
⚠️ Achtung:
Nachhaltige Verpackungen kosten oft 20-40% mehr als Standard-Kunststoff. Rechne dies in deine Preisgestaltung ein oder es frisst deine Gewinnmarge auf.
KitchenNmbrs und Verpackungskosten
In KitchenNmbrs kannst du Verpackungsmaterial als Zutat zu deinen Rezepten hinzufügen. Die App berechnet automatisch die Gesamtkosten inklusive Verpackung und zeigt dir die echten Lebensmittelkosten für Liefergerichte.
Wie berechnest du Verpackungskosten pro Mahlzeit?
Inventarisiere alle Verpackungselemente
Erstelle eine Liste von allem, was zu einer Bestellung gehört: Behälter, Deckel, Besteck, Serviette, Tasche, Aufkleber. Vergiss keine Saucenbehälter oder zusätzlichen Schutz für zerbrechliche Artikel.
Berechne Kosten pro Element
Teile den Einkaufspreis durch die Anzahl der Stücke in der Verpackung. Eine Schachtel mit 500 Behältern für €90 kostet €0,18 pro Behälter. Addiere alle Elemente für die Gesamtverpackungskosten.
Addiere zu Zutatenkosten
Verpackungskosten sind Teil deiner Gesamtkostenkalkulation. Addiere sie zu deinen Zutatenkosten und berechne deine Lebensmittelkosten basierend auf dieser kombinierten Kostenkalkulation.
Aktualisiere deine Preise regelmäßig
Verpackungspreise ändern sich durch Rohstoffkosten und Jahreszeiten. Überprüfe mindestens vierteljährlich, ob deine Kostenkalkulation noch stimmt, und passe deine Verkaufspreise bei Bedarf an.
✨ Pro tip
Rechne Verpackungskosten ein, wenn du deine Mindestbestellmenge festlegst. Wenn Verpackung €0,50 kostet, sollte deine Bestellung mindestens €15-20 sein, um bei 30% Lebensmittelkosten rentabel zu bleiben.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt auf Verpackungsmaterial zahlen?
Ja, Verpackungsmaterial unterliegt 19% MwSt beim Einkauf. Die Verpackung selbst verkaufst du nicht separat, daher beeinflusst dies deine MwSt-Erklärung nicht direkt.
Wie viel Prozent meines Umsatzes geht für Verpackung drauf?
Bei reinen Lieferkonzepten liegt dies zwischen 2-5% des Umsatzes. Bei Restaurants, die auch Lieferung anbieten, normalerweise 1-3%, da Lieferung nur einen Teil des Gesamtumsatzes ausmacht.
Kann ich Verpackungskosten an Kunden weitergeben?
Rechtlich darfst du Verpackungskosten separat berechnen, aber es ist üblicher, sie in deinen Menüpreis einzurechnen. Kunden erwarten oft keine zusätzlichen Kosten über dem Menüpreis.
Sind nachhaltige Verpackungen teurer?
Ja, biologisch abbaubare und recycelbare Verpackungen kosten normalerweise 20-40% mehr. Rechne dies in deine Kostenkalkulation ein oder es frisst deine Gewinnmarge auf.
Wie oft sollte ich Verpackungspreise aktualisieren?
Überprüfe mindestens vierteljährlich oder bei großen Bestellungen. Verpackungspreise schwanken durch Rohstoffkosten, besonders bei Karton- und Kunststoffmaterialien.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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