Der Lieferumsatz wird für Restaurants immer wichtiger, aber viele Unternehmer wissen nicht genau, welchen Prozentsatz ihres Gesamtumsatzes die Lieferung ausmacht. Dieser Prozentsatz hilft dir zu sehen, wie abhängig du von Lieferplattformen bist und ob deine Lieferstrategie funktioniert. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du das berechnest und was ein gesunder Lieferanteil ist.
Warum dein Lieferanteil wichtig ist
Dein Lieferanteil zeigt deine Abhängigkeit von Plattformen wie Lieferando und Uber Eats. Ein zu hoher Anteil (über 60%) macht dich anfällig für Plattformänderungen. Ein zu niedriger Anteil (unter 15%) bedeutet, dass du Chancen verpasst.
💡 Beispiel:
Restaurant De Smaak hat diese Zahlen für März:
- Gesamtumsatz März: €45.000
- Lieferumsatz März: €18.000
Lieferanteil: (€18.000 / €45.000) × 100 = 40%
Was zählt als Lieferumsatz
Zähle alle Umsätze, die über Lieferplattformen hereinkommen:
- Lieferando-Bestellungen - inklusive Liefergebühren
- Uber Eats-Bestellungen - inklusive Liefergebühren
- Eigener Lieferservice - falls du einen hast
- Abholbestellungen über Plattformen - auch diese zählen mit
⚠️ Achtung:
Zähle den Umsatz, den DU erhältst, nicht was der Kunde bezahlt. Plattformgebühren sind bereits abgezogen.
Gesunde Lieferanteile nach Restauranttyp
Der ideale Prozentsatz hängt von deinem Konzept ab:
- Traditionelles Restaurant: 15-30%
- Casual Dining: 25-45%
- Fast Casual: 30-60%
- Dark Kitchen: 80-100%
- Pizzeria: 40-70%
💡 Beispielberechnung pro Plattform:
Wenn du mehrere Plattformen nutzt:
- Lieferando: €12.000 (27% des Gesamten)
- Uber Eats: €6.000 (13% des Gesamten)
- Eigene Lieferung: €0 (0% des Gesamten)
Gesamter Lieferanteil: 40%
Trends und Jahreszeiten berücksichtigen
Lieferanteile schwanken monatlich. Winter ist normalerweise höher als Sommer. Berechne daher auch deinen Jahresdurchschnitt:
- Erstelle eine Übersicht pro Monat
- Achte auf Saisonspitzen (Dezember, Januar oft hoch)
- Vergleiche mit dem Vorjahr, um Trends zu erkennen
Was du mit diesen Zahlen tun kannst
Wenn du deinen Lieferanteil kennst, kannst du steuern:
- Zu niedrig? Investiere in bessere Fotos, Promotionen, neue Plattformen
- Zu hoch? Konzentriere dich mehr auf Gäste vor Ort, eigenes Marketing
- Eine Plattform dominant? Verteile das Risiko auf mehrere Plattformen
💡 Praktisches Beispiel:
Restaurant mit 65% Lieferumsatz (zu abhängig):
- Starte Happy Hour für Gäste vor Ort
- Investiere in Atmosphäre und Erlebnis im Restaurant
- Mache lokales Marketing für Nachbarn
Ziel: Lieferanteil in 6 Monaten auf 45% senken
Wie berechnest du deinen Lieferanteil? (Schritt für Schritt)
Sammle deine Umsatzzahlen
Notiere deinen Gesamtumsatz des letzten Monats aus deinem Kassensystem. Notiere auch separat alle Umsätze, die über Lieferplattformen hereinkamen (Lieferando, Uber Eats, eigene Lieferung).
Addiere alle Lieferumsätze
Summiere alle Liefereinkünfte: Lieferando + Uber Eats + eigene Lieferung + Abholung über Plattformen. Achtung: Verwende die Beträge, die DU erhalten hast, nicht was Kunden bezahlt haben.
Berechne den Prozentsatz
Teile deinen Gesamtlieferumsatz durch deinen Gesamtumsatz und multipliziere mit 100. Formel: (Lieferumsatz / Gesamtumsatz) × 100 = Lieferanteil.
✨ Pro tip
Überprüfe auch pro Plattform separat: Wenn 80% deines Lieferumsatzes von einer Plattform kommt, bist du besonders anfällig. Verteile auf mindestens 2-3 Kanäle.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Soll ich Liefergebühren in meinen Lieferumsatz einrechnen?
Ja, zähle alles mit, was über Lieferplattformen hereinkommt. Auch Liefergebühren, die du erhältst, sind Teil deines Lieferumsatzes.
Was ist ein gesunder Lieferanteil für mein Restaurant?
Das hängt von deinem Konzept ab. Traditionelle Restaurants: 15-30%, Casual Dining: 25-45%, Fast Casual: 30-60%. Über 60% wirst du zu abhängig von Plattformen.
Wie oft sollte ich meinen Lieferanteil berechnen?
Berechne ihn monatlich, um Trends zu erkennen. Achte besonders auf Schwankungen nach Jahreszeit und vergleiche mit dem gleichen Monat des Vorjahres, um Wachstum zu messen.
Zählt Abholung über Plattformen auch als Lieferumsatz?
Ja, alle Umsätze, die über Lieferplattformen hereinkommen, zählen mit. Auch Click & Collect oder Abholbestellungen über Lieferando sind plattformabhängige Umsätze.
Mein Lieferanteil ist 70%, ist das schlecht?
Das ist hoch und macht dich anfällig für Plattformänderungen bei Gebühren oder Bedingungen. Versuche, mehr Gäste vor Ort zu gewinnen, um das Risiko zu verteilen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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