Lieferplattformen verlangen 15-30% Provision, was deine Marge erheblich drücken kann. Viele Restaurantbesitzer erhöhen ihre Preise willkürlich, aber das kann Kunden abschrecken. In diesem Artikel lernst du, genau zu berechnen, welchen Preis du brauchst, um die gleiche Marge wie in deinem Restaurant zu halten.
Warum du deine Preise für Lieferplattformen anpassen musst
In deinem Restaurant verdienst du beispielsweise €8 Marge auf einem Gericht für €24. Auf einer Lieferplattform zahlst du 20% Provision, also behältst du von den €24 nur €19,20. Deine Marge wird dann €3,20 statt €8 - mehr als die Hälfte weniger.
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer vergessen, dass sie auch Verpackungskosten bei der Lieferung haben. Berücksichtige diese immer in deiner Berechnung.
Die Formel für die Preisgestaltung auf Plattformen
Um die gleiche Marge zu behalten, verwendest du diese Formel:
Neuer Preis = (Kostpreis + Gewünschte Marge) / (1 - Plattformgebühr%)
? Beispiel:
Deine Pasta Carbonara im Restaurant:
- Kostpreis (Zutaten + Verpackung): €8,50
- Restaurantpreis: €24,00
- Marge im Restaurant: €15,50
- Plattformgebühr: 20%
Neuer Preis: (€8,50 + €15,50) / (1 - 0,20) = €30,00
Verpackungskosten berücksichtigen
Vergiss nicht, deine Verpackungskosten einzurechnen. Diese Kosten hast du nicht in deinem Restaurant, aber bei der Lieferung.
? Beispiel Verpackungskosten:
- Behälter: €0,35
- Deckel: €0,15
- Tasche: €0,08
- Besteck: €0,12
- Serviette: €0,05
Gesamte Verpackung: €0,75 pro Gericht
Unterschiedliche Provisionsanteile pro Plattform
Jede Plattform hat unterschiedliche Gebühren. Hier sind die üblichen Prozentsätze:
- Thuisbezorgd: 13-20% (abhängig vom Vertrag)
- Uber Eats: 15-25% (plus zusätzliche Gebühren)
- Deliveroo: 20-30% (einschließlich Marketinggebühren)
- Eigene Lieferung: 0% Plattform, aber eigene Kosten
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren können sich ändern. Überprüfe regelmäßig deine Verträge und passe deine Preise an.
Wenn Preiserhöhungen zu hoch werden
Manchmal wird die erforderliche Preiserhöhung so hoch, dass Kunden abspringen. Dann hast du drei Optionen:
- Niedrigere Marge akzeptieren: Lieferung als Marketinginstrument betrachten
- Kostpreis senken: Günstigere Zutaten oder kleinere Portionen
- Plattform verlassen: Fokus auf eigene Lieferung oder Abholung
? Beispielberechnung:
Wenn deine Plattformgebühr 30% beträgt:
- Restaurantgericht: €20 (€6 Kostpreis, €14 Marge)
- Erforderlicher Plattformpreis: €20 / 0,70 = €28,57
- Preiserhöhung: 43%
Das kann für Kunden zu viel sein - erwäge dann andere Optionen.
Verwandte Artikel
Wie berechnest du deinen Plattformpreis? (Schritt für Schritt)
Berechne deine Gesamtkostpreis
Addiere alle Zutatenkosten plus Verpackungskosten (Behälter, Deckel, Besteck). Das ist dein tatsächlicher Kostpreis für die Lieferung.
Bestimme deine gewünschte Marge
Schau dir deine Marge im Restaurant an. Möchtest du die gleiche Marge behalten, oder akzeptierst du eine niedrigere Marge für die Lieferung?
Wende die Formel an
Verwende die Formel: (Kostpreis + Gewünschte Marge) / (1 - Plattformgebühr%). Das Ergebnis ist dein Mindestverkaufspreis auf der Plattform.
✨ Pro tip
Überprüfe deine 5 meistverkauften Gerichte auf Plattformen und berechne, ob du noch Marge machst. Oft verschwinden hier die größten Beträge, ohne dass du es merkst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
Selbst berechnen?
Unser kostenloser Wareneinsatz-Rechner macht es in Sekunden.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Sollte ich unterschiedliche Preise pro Plattform haben?
Kann ich MwSt. in diese Berechnung einbeziehen?
Was ist, wenn mein neuer Preis zu hoch wirkt?
Wie oft sollte ich meine Plattformpreise anpassen?
Gibt es noch andere Kosten außer Plattformgebühr?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Mehr in dieser Kategorie
Verwandte Fragen
Mehr Themen entdecken
Food-Cost-Kontrolle für Lieferung und Dark Kitchens
Bei Lieferung sind die Margen dünner denn je. KitchenNmbrs berechnet Ihren tatsächlichen Food Cost inklusive Verpackung, damit Sie wissen, ob jede Bestellung profitabel ist. 14 Tage kostenlos testen.
Kostenlose Testversion starten →