Liefergericht haben eine andere Kostenstruktur als Restaurantessen. Neben Zutaten zahlst du für Verpackung, Plattformgebühren und oft höhere Lieferkosten. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die echten Lebensmittelkosten deiner Lunchpakete berechnest, damit du weißt, ob du damit noch Geld verdienst.
Was macht Liefergericht anders?
Bei Liefergericht kommen zusätzliche Kosten hinzu, die du in einem Restaurant nicht hast. Diese Kosten müssen in deine Lebensmittelkostenberechnung einfließen, sonst verdienst du weniger als du denkst.
- Verpackungskosten: Behälter, Taschen, Besteck, Servietten
- Plattformgebühren: 15-30% deines Bestellwerts gehen an Lieferando oder Uber Eats
- Lieferkosten: wenn du diese selbst trägst
- Längere Haltbarkeit: Essen muss den Transport überstehen
Die vollständige Kostenberechnung
Für ein Liefergericht rechnest du nicht nur Zutaten, sondern auch alle zusätzlichen Kosten, die hinzukommen.
💡 Beispiel:
Lunchpaket Salat mit Hähnchen - Verkaufspreis €12,50 inkl. MwSt.
- Zutaten: €3,20
- Verpackung (Behälter, Dressing, Besteck): €0,60
- Plattformgebühren (20% von €12,50): €2,50
Gesamtkosten: €6,30
Jetzt berechnest du die Lebensmittelkosten:
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €12,50 / 1,09 = €11,47
- Lebensmittelkosten: (€6,30 / €11,47) × 100 = 55%
⚠️ Achtung:
55% Lebensmittelkosten sind hoch für ein Restaurant, aber normal für Lieferung. Die Plattformgebühren machen den Unterschied.
Verpackungskosten pro Mahlzeit
Viele Unternehmer vergessen, Verpackungskosten einzurechnen. Diese können sich auf €0,50-€1,00 pro Bestellung summieren.
💡 Beispiel Verpackungskosten:
- Salatbehälter 750ml: €0,25
- Dressing-Becher: €0,08
- Kunststoff-Besteckset: €0,12
- Papiertüte: €0,15
Gesamte Verpackung: €0,60
Plattformgebühren einrechnen
Lieferando, Uber Eats und andere Plattformen berechnen 15-30% Provision. Das musst du in deine Kostenkalkulation einrechnen, nicht von deinem Gewinn abziehen.
- Lieferando: meist 20-25% + Fixkosten
- Uber Eats: meist 15-30% je nach Vertrag
- Eigene Lieferung: Benzin + Zeit des Lieferfahrers
💡 Beispielberechnung:
Du verkaufst über Lieferando mit 22% Provision
- Bestellwert: €15,00
- Provision: €15,00 × 0,22 = €3,30
- Das muss in deine Kostenberechnung einfließen
Akzeptable Lebensmittelkosten für Lieferung
Bei Liefergericht liegt die akzeptable Lebensmittelkostenquote höher als in Restaurants:
- Restaurant-Lebensmittelkosten: 28-35%
- Lieferungs-Lebensmittelkosten (inkl. Plattform): 45-60%
- Eigene Lieferung: 35-45%
Die höheren Lebensmittelkosten kompensieren niedrigere Personalkosten (keine Bedienung, weniger Abwasch).
KitchenNmbrs für Liefergericht
Mit KitchenNmbrs kannst du alle Kosten pro Gericht festhalten: Zutaten, Verpackung und Plattformgebühren. So siehst du sofort, ob deine Lunchpakete noch rentabel sind, auch nach allen Lieferkosten.
Wie berechnest du die Lebensmittelkosten eines Liefergerichts? (Schritt für Schritt)
Berechne alle Zutatenkosten
Addiere alle Zutaten, die in dein Lunchpaket gehen. Vergiss nicht kleine Dinge wie Dressing, Gewürze und Garnitur. Rechne pro Portion, die du tatsächlich servierst.
Addiere Verpackungskosten
Berechne, was Behälter, Besteck, Servietten und Taschen pro Bestellung kosten. Das kann sich auf €0,50-€1,00 pro Mahlzeit summieren. Auch Aufkleber und Klebeband zählen mit.
Rechne Plattformgebühren ein
Multipliziere deinen Verkaufspreis mit dem Provisionspercentage deiner Lieferplattform. Bei Lieferando sind das meist 20-25%, bei Uber Eats 15-30%.
Berechne die gesamte Lebensmittelkostenquote
Addiere Zutaten + Verpackung + Plattformgebühren. Teile dies durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100 für das Prozentual.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Lebensmittelkosten pro Lieferplattform separat. Lieferando und Uber Eats haben unterschiedliche Provisionen, also unterscheidet sich deine Rentabilität je nach Plattform.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Lieferungs-Lebensmittelkostenberechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer mit dem Preis ohne MwSt. Für Lebensmittel sind das 7% MwSt. Also €12,50 inkl. wird €12,50 / 1,07 = €11,68 ohne MwSt.
Warum sind meine Lebensmittelkosten bei Lieferung so hoch?
Das liegt an den Plattformgebühren (15-30%) und Verpackungskosten, die hinzukommen. Eine Lebensmittelkostenquote von 45-60% ist normal für Liefergericht, höher als die 28-35% in Restaurants.
Muss ich Lieferkosten auch in meine Kostenkalkulation einrechnen?
Wenn du selbst lieferst, ja. Rechne dann Benzin und Zeit des Lieferfahrers mit ein. Wenn die Plattform liefert, sind diese Kosten meist schon in der Provision enthalten.
Wie kann ich meine Lieferungs-Lebensmittelkosten senken?
Schau nach günstigeren Verpackungen, verhandle über Plattformgebühren, oder erhöhe deine Preise. Auch effizientere Rezepte helfen: billigere Zutaten, höhere Mengen.
Sind Lunchpakete mit solch hohen Lebensmittelkosten noch rentabel?
Ja, denn du hast niedrigere Personalkosten. Keine Bedienung, weniger Abwasch, weniger Reinigung. Die höhere Lebensmittelkostenquote wird durch niedrigere Arbeitskosten kompensiert.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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