BETA APP IN ENTWICKLUNG HACCP und mehr sind in deinem Dashboard verfügbar — derzeit in der Betaphase, kleine Fehler sind möglich. Die neue App mit vollständiger Integration folgt bald.
📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie erkenne ich, welche Liefergerichte nach allen Zusatzkosten strukturell verlustbringend sind?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Liefergerichte wirken profitabel, aber nach Plattformgebühren, Verpackung und Lieferkosten verdampft dein Gewinn oft unsichtbar. Viele Dark Kitchens denken, dass sie 30% Lebensmittelkosten haben, aber rechnen nicht mit allen versteckten Kosten. In diesem Artikel lernst du genau, welche Gerichte deinen Gewinn aufzehren und wie du das erkennst.

Die versteckten Kosten der Lieferung

Bei der Lieferung hast du mit Kosten zu tun, die du in einem normalen Restaurant nicht hast. Diese stapeln sich auf und können deine Marge komplett aufzehren:

  • Plattformgebühren: 15-30% deines Bestellwerts
  • Verpackungskosten: €0,50-€2,50 pro Bestellung
  • Zahlungsabwicklung: 2-4% des Bestellwerts
  • Marketinggebühren: zusätzliche Promotionen und Sichtbarkeit

⚠️ Achtung:

Plattformgebühren werden auf den gesamten Bestellwert inklusive MwSt. berechnet. Das macht sie teurer als sie aussehen.

Die echte Kostenkalkulation für Lieferung

Für jedes Liefergericht musst du diese Formel verwenden:

Gesamtkosten = Zutaten + (Verpackung pro Portion) + (Plattformgebühr × Verkaufspreis inkl. MwSt.) + Zahlungsabwicklung

💡 Beispiel: Pasta Carbonara

Verkaufspreis: €16,50 inkl. MwSt.

  • Zutaten: €4,20
  • Verpackung (Behälter + Deckel + Tasche): €0,75
  • Plattformgebühr (25%): €4,13
  • Zahlungsabwicklung (3%): €0,50

Gesamtkosten: €9,58 auf €15,14 exkl. MwSt. = 63% Kostenquote!

Signale für verlustbringende Gerichte

Achte auf diese roten Flaggen bei deinen Liefergerichten:

  • Niedrige Bestellwerte: Plattformgebühr schlägt bei kleinen Bestellungen stärker zu
  • Viele einzelne Artikel: Mehr Verpackungskosten pro Euro Umsatz
  • Komplexe Verpackung: Saucen separat, viele Behälter nötig
  • Schwere Artikel: Größere/schwerere Verpackung kostet mehr

💡 Beispiel: Problematisches Gericht

Salat für €9,50:

  • Zutaten: €2,80
  • Verpackung + Dressing separat: €1,20
  • Plattformgebühr (25%): €2,38
  • Zahlungsabwicklung: €0,29

Gesamt: €6,67 auf €8,72 exkl. MwSt. = 76% Kostenquote - verlustbringend!

Wöchentliche Analysieroutine

Überprüfe jede Woche diese Zahlen für deine Top 10 Liefergerichte:

  • Anzahl verkauft: Konzentriere dich zuerst auf Volumen-Artikel
  • Durchschnittlicher Bestellwert: Niedriger AOV = höhere relative Plattformkosten
  • Gesamtkosten inklusive aller Gebühren: Muss unter 50% bleiben
  • Gewinnbeitrag pro Gericht: Verkaufspreis minus alle Kosten

⚠️ Achtung:

Plattformgebühren können plötzlich steigen. Überprüfe monatlich, ob deine Preise noch mit den tatsächlichen Gebühren stimmen.

Maßnahmen bei verlustbringenden Gerichten

Wenn ein Gericht strukturell über 50% Gesamtkostenquote liegt, hast du drei Optionen:

  • Preis erhöhen: Teste kleine Schritte von €1-2
  • Verpackung optimieren: Günstigere Behälter, weniger Teile
  • Vom Menü nehmen: Konzentriere dich auf gewinnbringende Gerichte

💡 Beispiel: Optimierung

Burger-Menü von €12,50 auf €14,50:

  • Plattformgebühr steigt um €0,50
  • Aber du verdienst €1,50 extra netto
  • Kostenquote sinkt von 58% auf 52%

Ergebnis: Von verlustbringend zu gewinnbringend

Wie erkennst du verlustbringende Liefergerichte? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kosten pro Gericht

Notiere für jedes Gericht: Zutatenkosten, Verpackungskosten (zähle alle Behälter, Deckel, Taschen auf), aktuellen Plattformgebührenprozentsatz deines Lieferpartners. Vergiss die Zahlungsabwicklungsgebühr nicht (normalerweise 2-4%).

2

Berechne Gesamtkosten inklusive aller Gebühren

Addiere: Zutaten + Verpackung + (Plattformgebühr × Verkaufspreis inkl. MwSt.) + Zahlungsabwicklung. Das sind deine tatsächlichen Kosten pro Gericht. Teile dies durch deinen Verkaufspreis exkl. MwSt. für die Kostenquote.

3

Identifiziere Gerichte über 50% Gesamtkostenquote

Alle Gerichte mit mehr als 50% Gesamtkostenquote sind verlustbringend. Konzentriere dich zuerst auf deine meistverkauften Artikel - die kosten dich das meiste Geld. Erstelle eine Liste von Maßnahmen: Preise erhöhen, Verpackung optimieren oder vom Menü nehmen.

✨ Pro tip

Überprüfe monatlich, ob sich deine Plattformgebühren geändert haben - viele Lieferpartner passen diese stillschweigend an. Eine Steigerung von 2% kann bereits den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

KitchenNmbrs kostenlos testen →

War dieser Artikel hilfreich?

Artikel teilen

WhatsApp LinkedIn

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine akzeptable Kostenquote für Liefergerichte?

Für Lieferung liegt eine gesunde Gesamtkostenquote zwischen 40-50%. Höher als 50% und du machst Verlust. Niedriger als 40% bedeutet wahrscheinlich, dass du zu teuer für den Markt bist.

Muss ich MwSt. in die Plattformgebührenberechnung einbeziehen?

Ja, Plattformgebühren werden auf den Preis inklusive MwSt. berechnet, den der Kunde zahlt. Eine Gebühr von 25% auf €16,50 inkl. MwSt. ist €4,13, nicht auf den exkl. MwSt. Betrag.

Wie oft sollte ich diese Analyse durchführen?

Überprüfe wöchentlich deine Top 10 Gerichte und monatlich dein komplettes Menü. Plattformgebühren und Verpackungskosten können sich ohne Vorwarnung ändern.

Was ist, wenn alle Gerichte verlustbringend sind?

Dann sind deine Preise zu niedrig für Lieferung. Erhöhe systematisch alle Preise um €2-3 und beobachte, ob dein Volumen zu stark sinkt. Lieferung ist teurer als Restaurant-Service.

Kann ich Plattformgebühren von meinen Steuern abziehen?

Plattformgebühren sind Betriebskosten und daher abzugsfähig. Aber das macht sie nicht weniger schlecht für deinen Cashflow. Du musst sie trotzdem in deinen Preisen wieder verdienen.

Warum sind meine Margen viel niedriger als im Restaurant?

Lieferung hat zusätzliche Kostenschichten: Plattformgebühren (15-30%), Verpackung, Zahlungsabwicklung. Wo du im Restaurant 30% Lebensmittelkosten hast, kann Lieferung 45-50% Gesamtkosten haben.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

Food-Cost-Kontrolle für Lieferung und Dark Kitchens

Bei Lieferung sind die Margen dünner denn je. KitchenNmbrs berechnet Ihren tatsächlichen Food Cost inklusive Verpackung, damit Sie wissen, ob jede Bestellung profitabel ist. 14 Tage kostenlos testen.

Kostenlose Testversion starten →
Haftungsausschluss & Nutzungsbedingungen

Inhaltsverzeichnis

💬 in 𝕏