Bei einem Lieferdienst ist die Rentabilität pro Gericht entscheidend. Du hast weniger Spielraum für Fehler, da du oft mit scharfen Preisen konkurrierst. Hinzu kommen noch Plattformgebühren und Verpackungskosten, die deine Kostenkalkulation erhöhen.
Warum die Gewinnkontrolle bei Lieferdiensten anders ist
Bei einem Lieferdienst hast du mit zusätzlichen Kostenpositionen zu rechnen, die ein traditionelles Restaurant nicht hat. Plattformgebühren von Lieferando oder Uber Eats können bis zu 30% deines Bestellwerts ausmachen. Hinzu kommt, dass Verpackung Geld kostet und du oft weniger Spielraum für hohe Margen hast.
⚠️ Achtung:
Viele Lieferdienste rechnen nur mit Zutatenkosten und vergessen Verpackung, Plattformgebühren und Lieferkosten. Dann sieht deine Marge höher aus als sie wirklich ist.
Die vollständige Kostenkalkulation berechnen
Für einen Lieferdienst besteht deine Kostenkalkulation aus mehr als nur Zutaten:
- Zutatenkosten: Alle Lebensmittel und Getränke auf dem Teller
- Verpackungskosten: Behälter, Tüten, Besteck, Servietten, Aufkleber
- Plattformgebühren: Provision an Lieferplattform (15-30%)
- Lieferkosten: Falls du selbst lieferst: Benzin, Verschleiß Auto
? Beispiel: Pizza Margherita
Verkaufspreis: €12,50 über Lieferando
- Zutaten: €3,20
- Pizzakarton: €0,35
- Plattformgebühren (25%): €3,13
- Gesamtkosten: €6,68
Echte Marge: €12,50 - €6,68 = €5,82 (47% des Verkaufspreises)
Food Cost berechnen inklusive aller Kosten
Die Formel für Lieferdienste ist anders als für ein Restaurant:
Gesamtkostenkalkulation = Zutaten + Verpackung + (Verkaufspreis × Plattform %)
Food Cost % = (Gesamtkostenkalkulation / Verkaufspreis) × 100
? Beispiel: Shawarma-Platte
Verkaufspreis: €15,00
- Zutaten: €4,80
- Verpackung (Behälter + Sauce): €0,45
- Plattformgebühren (27%): €4,05
- Gesamtkostenkalkulation: €9,30
Food Cost: (€9,30 / €15,00) × 100 = 62%
Wann machst du Gewinn?
Für Lieferdienste gelten andere Benchmarks als für Restaurants:
- Gesamtkostenkalkulation unter 65%: Gesunde Marge
- 65-75%: Eng aber machbar bei hohem Volumen
- Über 75%: Verlustbringendes Gericht
Das ist höher als bei Restaurants (28-35%), weil du keine Bedienung und weniger Overhead hast, aber Plattformgebühren zahlst.
? Beispiel: Rentable vs. verlustbringende Gerichte
Hamburger-Menü €18,00:
- Zutaten: €5,40
- Verpackung: €0,60
- Plattform (25%): €4,50
- Gesamt: €10,50 (58% - GEWINN)
Spareribs €16,00:
- Zutaten: €8,20
- Verpackung: €0,50
- Plattform (25%): €4,00
- Gesamt: €12,70 (79% - VERLUST)
Tägliche Kontrolle einrichten
Überprüfe täglich deine 5 meistverkauften Gerichte. Wenn diese rentabel sind, hast du 80% deines Umsatzes unter Kontrolle. Nutze ein System wie KitchenNmbrs, um deine Kalkulationen automatisch zu aktualisieren, inklusive Verpackung und Plattformgebühren.
Wie überprüfst du die Rentabilität pro Gericht?
Sammle alle Kosten pro Gericht
Addiere: Zutatenkosten + Verpackungskosten + Plattformgebühren (normalerweise 15-30% des Verkaufspreises). Vergiss keine Saucen, Beilagen oder Extras, die du kostenlos mitgibst.
Berechne deinen Gesamtkostenkalkulation-Prozentsatz
Teile Gesamtkosten durch Verkaufspreis und multipliziere mit 100. Für Lieferdienste möchtest du unter 65% bleiben, um gesunden Gewinn zu machen.
Analysiere deine Top 5 Gerichte wöchentlich
Konzentriere dich auf deine meistverkauften Artikel. Wenn diese rentabel sind, hast du deine wichtigsten Einnahmen unter Kontrolle. Verlustbringende Top-Seller kosten dich das meiste Geld.
✨ Pro tip
Überprüfe monatlich, ob deine Plattform-Prozentsätze noch stimmen - sie ändern sich regelmäßig. Eine Steigerung von 2% Provision kann dein rentabelstes Gericht verlustbringend machen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich Plattformgebühren in meine Kostenkalkulation einbeziehen?
Was ist eine gesunde Marge für Lieferdienst-Gerichte?
Wie berechne ich Verpackungskosten pro Gericht?
Warum sind meine Margen niedriger als ich dachte?
Kann ich unterschiedliche Preise pro Plattform berechnen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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